Rosenkranz + Pilgerzeichen

Gebet – Kunst – Geschichte

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26. April 2016
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Advocata nostra

Im „Salve Regina“ freue ich mich immer an dieser Wendung – „Advocata nostra“, unsere Fürsprecherin.
Heute eine kurze Betrachtung zur „Mutter vom Guten Rat und von der immerwährenden Hilfe“.

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Eine kleine alte Elfenbeinfigur aus Südfrankreich zeigt auf anrührende Weise, wie Jesus seiner Mutter das Ohr öffnet für die Not des Menschen, der „jenseits von Eden“ in der Fremde („in hoc exilium“) lebt.
Das göttliche Kind mit der Weltkugel im Arm streckt sich weit aus und streicht der Mutter das Haar zurück und öffnet ihr Ohr. Es blickt den Betrachter mit aufmunterndem Lächeln an: „Sag‘ es ihr nur, sie wird Deine Fürsprecherin sein!“

„Ora pro nobis“ – „Bitte für uns“, das ist die Formel, die ein katholisches Frömmigkeitsleben ausmacht.
Ohne Hilfe, ohne Fürsprecher, ohne Gnade und Barmherzigkeit ist das Leben nicht zu meistern und das Heil nicht zu gewinnen. Die Gnade Gottes und die Fürsprache der Heiligen ist immer ein unverdientes Geschenk. Weder mit Gebeten, guten Werken oder buchstabentreuem Lebenswandel können wir Gott, seine Engel und Heiligen zwingen oder absichtsvoll für uns gewinnen. Der Herr läßt sich nicht in unsere Vorstellungen einsperren, aber er hält sich an seine Verheißungen, die sein Sohn uns gebracht hat, indem er durch Maria wahrer Mensch geworden ist. Allen Verheißungen voran: „Fürchtet Euch nicht, ich bin bei Euch alle Tage bis ans Ende der Zeit“.
Der Glaube lehrt uns, die Hoffnung trägt uns und die Liebe erhält uns, während wir unsere Bitten, unser Hilfe-, Führung- und Beistand Brauchen Maria ins Ohr schweigen, flüstern, schreien oder weinen.

IMG_2702Die Gnade läßt sich nicht messen, wiegen und nur selten angemessen beschreiben. Manchmal widerfährt sie uns ganz ohne unser Wissen und Merken.
Daher ist der zweite zentrale Vollzug im Leben mit dem dreieinigen Gott das Danken –
„Deo Gratias“, Gott sei’s gedankt.

Wenn ich über meine Schwächen und Verfehlungen nachdenke, ob im weltlichen Leben, im Dienen oder im Danken, in der Freude über Gott, meinen Retter, dann sehe ich, daß die kleine Figur nicht nur ein immer offenes Ohr hat, sondern auch betend den Rosenkranz hält. Sie ist die „Mutter vom Guten Rat“ mit der Fähigkeit des guten Zuhörens, die jedem guten Rat vorausgeht.
Maria ist nicht nur meine „advocata“ beim Herrn und bittet für mich, sie hilft mir auch zu beten, zu bitten, zu danken. So hilf mir Du hörende Mutter, daß ich nie schweige vor Dir!

LächelnSalve, Regina,
mater misericordiae;
vita, dulcedo et spes nostra, salve.
Ad te clamamus, exsules filii Evae.
Ad te suspiramus,
gementes et flentes in hac lacrimarum valle.
Eia ergo, advocata nostra,
illos tuos misericordes oculos
ad nos converte.
Et Jesum, benedictum fructum ventris tui,
nobis post hoc exsilium ostende.
O clemens, o pia, o dulcis Virgo Maria.

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Zum Fest
Mutter vom Guten Rat 2016

25. Februar 2016
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Schweigen brechen…

… ist nicht leicht!

Ankommende Flüchtlinge © D. Butzmann

Ankommende Flüchtlinge
© D. Butzmann

Seit Anfang Oktober 2015 verbringe ich meine Zeit im Dienst syrischer Flüchtlinge.
Eine gewissermaßen vaterländische Pflicht, die das Wort meiner christlichen Regierungschefin einzulösen hilft.
Ich tue das für mein Dorf, mein Land – mit Stolz und großer Befriedigung. Vor allem aber tue ich es zur Wiedergewinnung meines seelischen Gleichgewichtes: Viel zu lange musste ich tatenlos und ohnmächtig den schrecklichen Bildern aus Syrien zuschauen…ich habe es nicht mehr ausgehalten und es hat mich krank gemacht.

Auch das Geschwätz der selbsternannten „Abendlandretter“ habe ich nicht mehr ausgehalten, darum habe ich konsequent alle Medien gemieden, in denen sie ihre herzlosen und zutiefst unchristlichen Thesen verbreiten und damit unsere Brunnen vergiften. Was sind das für Christen, denen man ihren Glauben nicht am Handeln ansieht? Was ist das für ein „Abendland“? So viel Grausamkeit von Christen, soviel Gleichgültigkeit habe ich in den vergangenen Jahren erleben müssen, man kann daran irre werden.

Jetzt habe ich Gewichtiges von Bastian Volkamer auf „ECHO ROMEO“ gelesen und damit ist, Gott sei Dank, alles Wichtige jenen gesagt, die meinen, „wir hätten genug Anderes zu tun“ :

„Angst herrscht vor der Flüchtlingswelle. Unser Wohlstand und unsere Identität sind bedroht! Sind sie?
Wirtschaftlich: 500 Millionen Europäer sollen ca. 2 Millionen Flüchtlinge aufnehmen, also vielleicht 0,5% der eigenen Bevölkerung, und gehen deswegen in die Knie.
Religiös: 2 Millionen Muslims stellen eine Gefahr für mehrere hundert Millionen Christen dar.
In der Gesellschaft tobt eine Diskussion darüber, was fremdenfeindlich ist und was berechtigte Sorgen sind. Oder besser gesagt geht es inzwischen darum, wer ein Rassist ist und wer ein blauäugiger Trottel.

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Alle Heiligen
© wikipedia

29. Oktober 2015
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Wen beten wir an?

Wer oder was wird von Menschen katholischen Glaubens angebetet?
Eh‘ klar, sagen manche Christen.
Hört man jedoch der Alltagssprache zu, dann bemerkt man schnell, daß auch fromme und wohlunterrichtete Katholiken eine unklare Sprache führen.
Im Rosenkranzmonat Oktober und kurz vor Allerheiligen daher ein klärendes Wort:

Dreieinigkeit St. Sebastian, Neuhausen/Enz um 1600

Dreieinigkeit
St. Sebastian, Neuhausen/Enz
um 1600

Anbetung gebührt allein und ausschließlich dem Dreifaltigen Gott, Gott Vater, Gott Sohn, Gott Heiliger Geist.
Das schließt für uns Katholiken die Eucharistische Anbetung mit ein, da wir an die Realpräsenz, also die Gegenwart Jesu Christi in Brot und Wein, die in der Eucharistiefeier gewandelt wurden, glauben. In all unseren Kirchen bewahren wir gewandeltes Brot (Hostien) auf. Das „Allerheiligste“ befindet sich im Tabernakel, einem kunstvoll gestalteten, verschließbaren Gehäuse, das sich, je nach Größe oder Bauzeit einer Kirche, im Zentrum des Altarraumes, in einer Sakramentskapelle oder an einem Seitenaltar befindet.  Wir erkennen die Gegenwart Gottes im gewandelten Brot an einer brennenden roten Kerze oder Lampe neben dem Tabernakel. In Kirchen und Kapellen ohne Tabernakel gilt unser Gruß dem geweihten Altar, dem heiligen Ort, wo Wandlung (Transsubstantiation) in der Liturgie stattgefunden hat und der Symbol für Jesus Christus ist. Alle Zeichen der Anbetung wie das Bekreuzigen, Knien, Verbeugen oder Verneigen im Gotteshaus gelten allein dem dreieinigen GOTT. Weiterlesen →

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6. Oktober 2015
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In diesem Glauben will ich leben

Dom zu Eichstaett

Dom zu Eichstaett

An sie, die so unendlich rein ist,
weil sie auch so unendlich gütig ist.
An sie, die so unendlich reich ist,
weil sie auch so unendlich arm ist.
An sie, die so unendlich erhaben ist,
weil sie so unendlich gering ist.
An sie, die so unendlich freudenreich ist,
weil sie auch so unendlich schmerzenreich ist.
An sie, die so unendlich jung ist,
weil sie auch so unendlich mütterlich ist.
In diesem Glauben will ich leben und sterben.

Charles Péguy

Quelle: „Freuden und Leiden Mariens“, Würzburg 1978 (Bildband mit Texten großer Dichter)

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5. Oktober 2015
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Denn wer kennt und liebt Christus mehr als sie?

Johannes Paul II. in Pompeji Oktober 2002

Johannes Paul II.
in Pompeji
Oktober 2002

„Denn was ist eigentlich der Rosenkranz? Er ist ein Kompendium des Evangeliums, das uns ständig zu den wichtigsten Ereignissen im Leben Christi zurückführt, um uns sein Geheimnis gleichsam »einatmen« zu lassen. Der Rosenkranz ist ein bevorzugter Weg der Kontemplation. Er ist sozusagen der Weg Marias. Denn wer kennt und liebt Christus mehr als sie?“

Ansprache beim Beten des Rosenkranzes in Pompeji, 7. Oktober 2003

Szenenbild "Maria von Nazareth" BR

Szenenbild
„Maria von Nazareth“
BR

 

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2. Oktober 2015
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Denn er hat seinen Engeln befohlen

Aus dem Oratorium ‚Elias‘ op. 70 (MWV A 25) von Felix Mendelssohn-Bartholdy

Denn er hat seinen Engeln befohlen über dir,
dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen,
denn er hat seinen Engeln befohlen über dir,
dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen

Denn er hat seinen Engeln befohlen über dir,
dass sie dich auf den Händen tragen
und du deinen Fuss nicht an einem Stein stossest
Denn er hat seinen Engeln befohlen über dir,
dass sie dich auf den Händen tragen
dass sie dich auf den Händen tragen
dass sie dich auf den Händen tragen,
dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen.

Weil heute das Schutzengelfest ist und zudem der Vorabend des 3. Oktober, dieser wunderschöne Chorgesang aus Felix Mendelssohn – Bartholdys Oratorium Elias für Euch.
Schönster Audruck evangelischer Frömmigkeit. Vorgetragen vom Dresdner Kreuzchor, einem der wenigen Knabenchöre, die nicht schrill und pathetisch werden…die Aufnahme ist von 1993.

Und dazu fällt mir ein Erlebnis ein: Weiterlesen →

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1. Oktober 2015
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Rosenkranzmonat Oktober – da ist er wieder

Der Oktober ist für diesen kleinen Blog ROSENKRANZ + PILGERZEICHEN wetterunabhängig immer golden. Es gibt mehr Zugriffe und Leser interessieren sich wirklich für die spezifischen Rosenkranzbeiträge. Große Freude, auch „alte Artikel“ finden neue Leser.

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In diesem Jahr verstehe ich besonders gut, warum die Bischofssynode in Rom immer um diese Zeit stattfindet: unsere, unter Mitwirkung des Heiligen Geistes, gewählten Oberen brauchen unser Gebet.
Und dieses Jahr brauchen Sie es nötiger denn je, meint man. Die Synode tagt zum Thema Ehe und Familie und im Vorlauf wurde mit „harten Bandagen“ gekämpft und gestritten, gemutmaßt und geargwöhnt, polemisiert und manipuliert…jetzt ist es genug, finde ich!
Jetzt ist es an der Zeit, die Rosenkränze (oder Dein Lieblingsgebet) auszupacken und „alle guten Geister“ nach Rom auszurichten. Nicht um den Himmel zu bestürmen, daß DEIN oder MEIN Wille geschehe, nein, nein. GOTTES WILLE GESCHEHE und er leite seine Kirche seiner Wege. Weiterlesen →

Fra Angelico 
Verkündigung, 
Museo Diocesano Cortona

29. September 2015
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Früher waren mehr Engel…

…Loriots Opa Hoppenstedt Zitat „Früher war mehr Lametta“ darf ich heute am Fest der Erzengel mal bemühen.

Rembrandt Jakob und Engel

Rembrandt
Jakob und Engel

Ja, früher waren mehr Engel im katholischen Alltag. Am häufigsten wurde von den Schutzengeln geredet. Als Kind bin ich mit dem Fahrrad gestürzt. Damals waren Brillen noch aus veritablem Glas gemacht und meine zersplitterte bei dem Sturz eindrucksvoll. Beim Anblick der kleinen Schrammen um mein Auge rief meine Mutter erleichtert aus: „Gott sei Dank, da hast Du aber einen guten Schutzengel gehabt. Du hättest ein Auge verlieren können!“
Irgendwie war das stehende Rede, wann immer uns Kindern Unbill mit glücklichem Ausgang widerfahren ist: der Schutzengel war stets zur Stelle und hat Schlimmeres verhütet.
Ich will Sie nicht mit der biographischen Fortentwicklung meines Engelsglaubens ermüden.
Sei nur gesagt, die Überzeugung, daß sie existieren, daß sie „Schlimmeres verhüten“ und uns Menschen ganz nahe und ganz ähnlich sind, hat es unbeschadet in mein drittes Lebensviertel geschafft.
An einen persönlichen Schutzengel zu glauben, ist relativ leicht…tatsächlich habe ich zahlreiche Geschichten von unerklärlichen und wundersamen Rettungen gehört, vom Begleitetsein und Gehaltenwerden…oft zu privat, um erzählt zu werden, wie meine eigenen Erlebnisse…unter Christen ein wissendes Kopfnicken – Gott sei Dank, Schutzengel. Weiterlesen →

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26. September 2015
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Herr, gib Frieden in unseren Tagen

…komm uns zu Hilfe mit deinem Erbarmen…

Liebe Leser von ROSENKRANZ + PILGERZEICHEN,

nach einer heilsamen „Auszeit“ geht es hier nun weiter.

Gottes Segen und einen guten Sonntag wünscht

die Ankerperlenfrau

Zuhause

16. Juli 2015
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Unsere liebe Frau…

Muttergottes Tannheim

…vom Berge Karmel ist neben dem Heiligen Martin die wichtigste Beschützerin unseres Dorfes. Seit der Zeit der Schwedenkriege, als das Dorf nach der Schwedenbelagerung Memmingens fast ganz aufgerieben war und nachher noch von der Pest heimgesucht wurde, vertraute man auf die Fürsprache „der Mutter vom Berge Karmel“ und feierte das Skapulierfest.
„Der Gedenktag Unserer Lieben Frau auf dem Berge Karmel am 16. Juli ist erstmals 1386 in englischen Karmelitenklöstern als Eigenfest des Ordens am 17. Juli bezeugt. 1595 wurde die Feier dieses Gedenktags von der vatikanischen Ritenkongregation auch außerhalb des Ordens ermöglicht, 1726 wurde er von Papst Benedikt XIII. für die ganze katholische Kirche eingeführt. Weiterlesen →

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15. Juli 2015
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Tibet – ein Lehrstück

420630_10151362527480527_5255058_nDiese Woche war der 80. Geburtstag des Dalai Lama. Das wusste ich nicht. Aber manchmal gerät man auf merkwürdigen Umwegen in eine Position, von der man selbst überrascht wird – ich setze mich für ein „tibetisches Thema“ ein.

Die Tibet – Frage beschäftigt jede einigermaßen unterrichtete Person. Sie hat zwei Seiten: einmal die geopolitische Bedeutung des Landes und zum anderen die Fragen der Menschenrechte und Religionsfreiheit.
Geopolitisch ist u.a. bedeutsam, daß das kommunistische China mit Tibet das Ursprungsgebiet von fünf asiatischen Strömen und damit die Wasserversorgung von 47 % der Weltbevölkerung kontrolliert.
Das tibetische Volk mit seinem Schicksal steht stellvertretend für alle Minderheitsbevölkerungen, die planvoll ihrer Rechte beraubt und von autoritären Staaten bedrängt und bedroht, ja ausgelöscht werden.
Tibet und die Tibeter haben mit dem Dalai Lama, ihrer inoffiziellen Exilregierung in Dharamsala / Indien und weltweiter Unterstützung durch „Free Tibet“ Aktivisten sicherlich eine Sonderstellung.
Es nützt nur nichts! Die kommunistische Diktatur in China herrscht ungebrochen und blüht und gedeiht an Macht und letztlich Unkontrollierbarkeit.

Meine „China“ – Geschichte ist völlig unerheblich, gemessen an den wirklich existentiellen Fragen der Zeit.
Und doch zeigt sie etwas Exemplarisches über das kommunistische China, die Machtverhältnisse in der Welt und die Verlogenheit und Doppelmoral westlicher „Wertevertreter“.

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Wie facebook Leser wissen, bin ich glückliche Besitzerin zweier Hunde. Wie es das Schicksal wollte, ausgerechnet TIBET TERRIER. Eine uralte, in Tibet als „Landschlag“ gezogene Rasse, ein Klosterwächter und Nomadenbegleithund. Weiterlesen →

Detail Apsismosaik
S. Maria Maggiore, Rom
© A. Wolf

5. Juli 2015
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Maria Laetitia – Marias Freuden

IMG_1344Maria Laetitia, die Freuden Marias, ist ein Gedenktag im Franziskanerorden. Vielleicht ist Ihnen schon aufgefallen, daß in den franziskanischen Orden (Franziskaner, Kapuziner, Klarissen) ein Rosenkranz mit sieben Gesätzen zum Habit gehört.

Das Marienlexikon* schreibt dazu:
„Das Fest der sieben Freuden Mariens am 5. Juli pflegten vor allem die Franziskaner. Dazu zählen meist Verkündigung, Heimsuchung, Geburt Christi, Anbetung der Könige, Darstellung im Tempel, Auferstehung Jesu und Marias Aufnahme in den Himmel, wobei Anzahl und Art der Geheimnisse manchen Wandlungen unterworfen sind. Fast immer aber sind Verkündigung, Geburt Christi, Anbetung der Könige und Darstellung im Tempel enthalten. Häufig sind die sieben Freuden den sieben Schmerzen Marias zugeordnet.“

Gebetet wird der Franziskanerrosenkranz nach den Regeln des ROSARIUM VIRGINIS MARIAE, allerdings mit 7 x 10 Ave Maria mit folgenden Clausulae, die allesamt auch bei Dominikus von Preussen vorkommen:

Jesus, den du, o Jungfrau, vom Hl. Geist empfangen hast. (Lk 1, 35-38)
Jesus, den du, o Jungfrau, zu Elisabeth getragen hast. (Lk 1, 41-45)
Jesus, den du, o Jungfrau, in Bethlehem geboren hast. (Lk 2, 16-19)
Jesus, den du, o Jungfrau den drei Weisen zur Anbetung gezeigt hast. (Mt 2, 9-11)
Jesus, den du, o Jungfrau, im Tempel wiedergefunden hast. (Lk 2, 46 ff)
Jesus, der von den Toten auferstanden ist. (Mt 28, 7 ff)
Jesus, der dich, o Jungfrau, in den Himmel aufgenommen hat. (Kol 1, 12) Weiterlesen →