Ein Anruf nach Hause

Ein Anruf nach Hause
James Foley zu Ehren

Seit Monaten verfolgen wir die unsagbaren Grausamkeiten und barbarischen Terrorakte der sunnitischen ISIS – Terroristen im Nahen Osten, in Syrien, im Irak und Gott weiß, wo sonst noch. Bei uns im Westen geht das Leiden der Opfer vor Ort im gefühllosen Alltagsgrau von Nachrichtensendungen unter.
Fünf Millionen Mitbürger sunnitischen Glaubens in Deutschland (mehrheitlich Türken) halten ihr Maul und distanzieren sich NICHT vom barbarischen Wüten, das im Namen ihrer Religion geschieht!
Mittlerweile ersterben in mir die letzten Reste von Sympathie für den Islam als kulturbildender Religion und monotheistischer Glaubensgemeinschaft. Was mir Sufi – Gelehrte und arabische Dichter abgenötigt hatten, was ich immer hoch gehalten habe … es wird mir gleichgültig.

James Foley †

James Foley †

Heute nun die Nachricht von der Hinrichtung des US – amerikanischen Journalisten James Foley (40), der seit zwei Jahren von der IS in Syrien als Geisel gefangen gehalten wurde. Bereits 2011 war er für sechs Wochen in Lybien in Gefangenschaft bei Gaddafi – Schergen. Was er dort erlebt hat, schreibt er den Freunden an seiner “Alma Mater”, der katholischen Marquette Universität in Milwaukee, Wisconsin:

Phone call home

A letter from James Foley, Arts ’96, to Marquette.

Marquette University has always been a friend to me. The kind who challenges you to do more and be better and ultimately shapes who you become.

With Marquette, I went on some volunteer trips to South Dakota and Mississippi and learned I was a sheltered kid and the world had real problems. I came to know young people who wanted to give their hearts for others. Later I volunteered in a Milwaukee junior high school up the street from the university and was inspired to become an inner-city teacher. But Marquette was perhaps never a bigger friend to me than when I was imprisoned as a journalist.

Myself and two colleagues had been captured and were being held in a military detention center in Tripoli. Each day brought increasing worry that our moms would begin to panic. My colleague, Clare, was supposed to call her mom on her birthday, which was the day after we were captured. I had still not fully admitted to myself that my mom knew what had happened. But I kept telling Clare my mom had a strong faith.

I prayed she’d know I was OK. I prayed I could communicate through some cosmic reach of the universe to her.

I began to pray the rosary. It was what my mother and grandmother would have prayed. 
I said 10 Hail Marys between each Our Father. It took a long time, almost an hour to count 100 Hail Marys off on my knuckles. And it helped to keep my mind focused.

Clare and I prayed together out loud. It felt energizing to speak our weaknesses and hopes together, as if in a conversation with God, rather than silently and alone.

Later we were taken to another prison where the regime kept hundreds of political prisoners. I was quickly welcomed by the other prisoners and treated well.

One night, 18 days into our captivity, some guards brought me out of the cell. In the hall I saw Manu, another colleague, for the first time in a week. We were haggard but overjoyed to see each other. Upstairs in the warden’s office, a distinguished man in a suit stood and said, “We felt you might want to call your families.”

I said a final prayer and dialed the number. My mom answered the phone. “Mom, Mom, it’s me, Jim.”

“Jimmy, where are you?”

“I’m still in Libya, Mom. I’m sorry about this. So sorry.”

“Don’t be sorry, Jim,” she pleaded. “Oh, Daddy just left. Oh … He so wants to talk to you. How are you, Jim?” I told her I was being fed, that I was getting the best bed and being treated like a guest.

“Are they making you say these things, Jim?”

“No, the Libyans are beautiful people,” I told her. “I’ve been praying for you to know that I’m OK,” I said. “Haven’t you felt my prayers?”

“Oh, Jimmy, so many people are praying for you. All your friends, Donnie, Michael Joyce, Dan Hanrahan, Suree, Tom Durkin, Sarah Fang have been calling. Your brother Michael loves you so much.” She started to cry. “The Turkish embassy is trying to see you and also Human Rights Watch. Did you see them?” I said I hadn’t.

“They’re having a prayer vigil for you at Marquette. Don’t you feel our prayers?” she asked.

“I do, Mom, I feel them,” and I thought about this for a second. Maybe it was others’ prayers strengthening me, keeping me afloat.

The official made a motion. I started to say goodbye. Mom started to cry. “Mom, I’m strong. I’m OK. I should be home by Katie’s graduation,” which was a month away.

“We love you, Jim!” she said. Then I hung up.

I replayed that call hundreds of times in my head — my mother’s voice, the names of my friends, her knowledge of our situation, her absolute belief in the power of prayer. She told me my friends had gathered to do anything they could to help. I knew I wasn’t alone.

My last night in Tripoli, I had my first Internet connection in 44 days and was able to listen to a speech Tom Durkin gave for me at the Marquette vigil. To a church full of friends, alums, priests, students and faculty, I watched the best speech a brother could give for another. It felt like a best man speech and a eulogy in one. It showed tremendous heart and was just a glimpse of the efforts and prayers people were pouring forth. If nothing else, prayer was the glue that enabled my freedom, an inner freedom first and later the miracle of being released during a war in which the regime had no real incentive to free us. It didn’t make sense, but faith did.
Marquette Magazin

Ich war sehr berührt durch diesen Text. James Foley war ein unabhängiger Journalist, der offenbar sein Ethos des “Sehens, was ist” unerschrocken hoch gehalten hat. Ein Zeuge.
Hier der Bericht eines Kollegen: James Foley, der unerschrockene Held
Nun trägt er durch das Opfer seines Lebens dazu bei, daß die unerträgliche Gleichgültigkeit des Westens angesichts syrischer und irakischer Opfer aufgebrochen wird.

Und der sunnitische Taxifahrer in Köln, den ich frage, “warum demonstriert ihr nicht gegen diese Barbaren?”, nachdem er mir wortreich erklärt hat, daß Unschuldige zu ermorden verboten sei im Islam, bleibt mir die Antwort schuldig.
Tja, junger Mann, den Geschundenen in Syrien, im Irak, in Gaza und anderswo würde es nichts nützen, wenn ihr Euch abgrenzt und “Nein” sagt. Aber mir, Euerer Mitbürgerin würde es Vertrauen gegenüber Euerem Rechtsempfinden und neuen Respekt gegenüber Euerem Glauben an den “einen Gott” abnötigen.
Einstweilen könnt Ihr mir aber mit Eueren “frommen Sprüchen und Verneigungen”, Euerer Gottgläubigkeit gehörig im Mondschein begegnen.
Ich verachte Euer untätiges Schweigen!
(Ausführlich und treffend drückt es Oliver Jeges in seinem Kommentar in der “Welt” aus:
Sind Muslime wirklich unfähig zur Selbstkritik?)
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James Foley †

James Foley †
© Marquette University

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Laßt uns den trostreichen Rosenkranz beten für unseren Bruder
James Foley,
der sehen wollte,
was wirklich ist.
R.I.P.

“It didn’t make sense, but faith did.
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Gott braucht einen freien Menschen

Gott brauchte einen freien Menschen
zum Hochfest Mariae Aufnahme in den Himmel

„Gott macht uns klar, dass er der gute Vater ist. Und wie macht er das? Dadurch, dass er seinen Sohn Mensch werden lässt. An diesem konkreten Menschen Jesus können wir kapieren, was Gott eigentlich meint. Er will Menschen, die frei sind, weil sie sich als Kinder eines guten Vaters immer geborgen wissen.“

„Er braucht eine Frau, eine Mutter, die seinen Sohn als Mensch zur Welt bringt. Das ist die Jungfrau Maria, die wir mit dieser Vesper heute Abend ehren. Sie war ganz frei. In ihrer Freiheit hat sie Ja gesagt. Sie hat für immer das Gute getan. So hat sie Gott und den Menschen gedient. Sie hat so Gott und den Menschen gedient. Halten wir uns ihr Beispiel vor Augen, wenn wir wissen wollen, was Gott von uns als seinen Kindern eigentlich erwartet.“

Madonna mit der Wickenbluete © Rheinisches Bidarchiv

Madonna mit der Wickenbluete
© Rheinisches Bidarchiv

Dieser Text stammt von der Webseite des Internetauftritts von Radio Vatikan

Liebe Freunde von Rosenkranz + Pilgerzeichen!

Es liegen einige schwierige Wochen hinter mir und ich konnte mich nicht mit Hingabe dieser Seite widmen. Ich bedanke mich herzlich für Ihr Wiederkommen.
“Gott brauchte einen Menschen…Maria.” Dieses schlichte Wort des Papstes klingt in mir nach und läßt mich heute, am Hochfest der Aufnahme Mariens, des Menschen, in den Himmel, fröhlich sein.

Herzliche Grüße,
die Ankerperlenfrau

Zeitgeistballast abwerfen

Zeitgeistballast abwerfen

nikolausflueMein Herr und mein Gott,
nimm alles von mir,
was mich hindert zu dir.

Mein Herr und mein Gott,
gib alles mir,
was mich fördert zu dir.

Mein Herr und mein Gott,
nimm mich mir
und gib mich ganz zu eigen dir.

(Bruder Klaus von Flüeli)
und

Jesus Dir leb’ ich,
Jesus Dir sterb’ ich,
Jesus Dein bin ich tot und lebendig.

Zwei Gebete von großer Kraft und Schönheit hat das 19. Jahrhundert mit einem Wortschwall überzogen, den ein Bloggerkollege dokumentiert. Weiterlesen

Geben Sie Gedankenfreiheit, Sire!

Geben Sie Gedankenfreiheit, Sire!
Von der Trennung der Gemeinde in Gottesdienste nach Altersgruppen

kinder_kirche_farbigIm Sonntagsgottesdienst fehlen die Kinder! Fehlen sie nur, weil immer weniger Familien sich am Sonntag mit einem Gottesdienst “das Wochenende verderben wollen” oder werden sie etwa künstlich oder besser mutwillig ferngehalten?

Immer, wenn ich in fremden Gemeinden zur Heiligen Messe gehe, setze ich mich in die erste Reihe hinter den “Kinderbänken”. In alten Kirchenstühlen gibt es sie noch: drei bis sechs Reihen auf beiden Seiten nur für Kinder. Meistens sind sie leer. Und jedes einzelne Mal tut es weh. Und ich frage mich, wie die wenigen Kinder, die bei ihren Eltern irgendwo unter “ferner liefen” sitzen, ohne Gleichaltrige eingekeilt zwischen “Beobachtern”, sich wohl fühlen mögen – die Sicht versperrt, bei jeder Selbstvergessenheit gemaßregelt von um ihr Image besorgten Eltern. Allerdings ist der Platz unter lauter Erwachsenen immerhin ein Platz in der zur Eucharistiefeier versammelten Gemeinde. Von dieser Gemeinschaft werden Kinder nämlich immer häufiger ausgeschlossen. Weiterlesen

Herz Jesu meine Freude

Herz Jesu meine Freude

Herz_Jesu_14“Im Licht der heiligen Schrift meint der Ausdruck „Herz Jesu“ das ganze Geheimnis Jesu Christi selbst, die Gesamtheit seines Wesens, seine Person in ihrem tieferen und wesentlichen Kern:
Sohn Gottes,
ungeschaffene Weisheit,
unendliche Liebe,
Ursprung der Erlösung und
Heiligung der ganzen Menschheit.
Das „Herz Jesu“ ist Christus, das fleischgewordene Wort und der Erlöser, vertrauter Beschützer, voll des Geistes, mit endloser gottmenschlicher Liebe zum Vater und zu den Menschen, seinen Brüdern und Schwestern.” Weiterlesen

Jesus, der uns den Heiligen Geist gesandt hat

Jesus, der uns den Heiligen Geist gesandt hat

© fotolia

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Diese Wahrheit beten wir im “Glorreichen Rosenkranz”. Die biblischen Bezüge sind
Apg 2,1-4: 1 Als der Pfingsttag gekommen war, befanden sich alle am gleichen Ort. 2 Da kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen, wie wenn ein heftiger Sturm daherfährt, und erfüllte das ganze Haus, in dem sie waren. 3 Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten; auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder. 4 Alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt und begannen, in fremden Sprachen zu reden, wie es der Geist ihnen eingab. Weiterlesen

Rosenkranz am Fest der Heiligsten Dreieinigkeit

Rosenkranz am Fest der Heiligsten Dreieinigkeit

Dreieinigkeit St. Sebastian, Neuhausen/Enz um 1600

Dreieinigkeit
St. Sebastian, Neuhausen/Enz
um 1600

Gesätze zum Fest der Heiligsten Dreieinigkeit

1. Jesus, der am Herzen des Vaters war
2. Jesus, der uns von Gott, dem Lebendigen, spricht
3. Jesus, der das Feuer auf Erden entfacht
4. Jesus, der uns sendet den Heiligen Geist
5. Jesus, der uns ewige Wohnung gibt Weiterlesen

Ein Rosenkranz für Papst Franziskus

Ein Rosenkranz für Papst Franziskus

Heute hat Papst Franziskus den Präsidenten der Dominikanischen Republik empfangen, Danilo Medina Sanchez.

Der Präsident brachte einen sehr schönen Bernstein Rosenkranz aus seiner Heimat als Geschenk für den Papst. Dazu ein kostbares Kästchen aus Kokosnußschale.
mittel_amerika
rosary_amberDie Bevölkerung des kleinen Landes auf der Insel Hispaniola (Kolumbus landete dort 1492) ist mehrheitlich katholisch.

In den mittelamerikanischen Staaten, von Mexiko bis Panama haben Dominikaner, Franziskaner und Jesuiten missioniert und so ist dort das Rosenkranzgebet, seit es existiert, fester Bestandteil der Volksfrömmigkeit. Weiterlesen