Cowboy Praying Rosary

Cowboy Praying Rosary

cowboy praying rosaryDieses Bild vom betenden Cowboy ist für mich als bekennenden Karl May Leser und Western Fan ein “Liebling” in der Sammlung von Kuriositäten um den Rosenkranz. Das Bild wurde in den 60ern vom US-amerikanischen Kunstmaler Don Smith gemalt und erschien als Titelbild einer katholischen Zeitschrift (St. Anthony Messenger).
Die dargestellte Szene, die Silhouette des Mannes erinnerte mich immer an eine vertraute Filmszene, aber ich kam nicht drauf.
Jetzt weiß ich es: es stellt Montgomery Clift als Matthew in dem Westernklassiker “Red River” von Howard Hawks (1948) dar.
Der Western als Genre taucht in der amerikanischen Kultur immer an Schnittstellen red-river-john-wayne-montgomery-clift-1948gesellschaftlicher Entwicklungen auf: in Red River das Lebensgefühl der jungen, aus dem Krieg in Europa und dem Pazifik heimgekehrten Männer, die nicht mehr im Stil ihrer Väter leben können und wollen. Red River eröffnet eine lange Reihe von Filmen zum Vater – Sohn – bzw. Generationen-konflikt in den Fünfziger Jahren.

Don Smith stammt aus Missouri, wo ein Großteil der Dreharbeiten zu dem Meisterwerk stattfanden und hat als Künstler längere Zeit in Europa (u.a. Florenz) gelebt und gearbeitet. Er stellt den Sohn als Beter dar, der die Herden des Vaters bewacht, seine Werte eigentlich teilt, aber auch mit der neuen Zeit zurechtkommen muß. Im Film wird klar, wie die unnachgiebige Machtausübung des Vaters ihr gemeinsames Ziel gefährdet. Zum Schluß ist es der (Durchsetzungs-) Kraft des Sohnes und dem Einlenken des Vaters zu verdanken, daß Ihr Projekt (Viehtrieb, Bewahrung des Erbes) gelingt und die Kluft überwunden wird.
Im Verlauf des Films sieht man Montgomery Clift häufig in der hockenden Haltung, die der Maler hier eingefangen hat.
587cropped-red-riverstill-of-montgomery-clift-in-red-river-(1948)Schöne Idee, den jungen, kämpferischen Mann mit Rosenkranz zu zeigen und schöne Werbung für unser Lieblingsgebet.

rosary_cowboy2Also, Red River mal wieder anschauen und wie immer: pray rosary!

Get up, vote

Get up, vote!
(In eigener Sache könnte man sagen…)

Frauen für Wahlrecht 1920 © APA / Getty Images

Frauen für Wahlrecht 1920
© APA / Getty Images

Während der ersten Obama – Kampagne gab es zwei Slogans, die mir sehr gefallen haben und vorwiegend Jungwähler motivieren sollten: das berühmte “Yes we can” sollte jenen Mut machen, die es für unmöglich hielten, daß die USA jemals einen schwarzen Präsidenten haben würden. Nach einer eher schaumgebremsten Präsidentschaft ist das “Yes we could” wohl die wichtigste historische Tatsache und das bleibt bei Kenntnis der US – amerikanischen Gesellschaftsgeschichte ein kleines Wunder.
Richtig gut fand ich seinerzeit die Aktion “Get up, vote!” – man konnte sich mit Telefonnummer registrieren lassen und wurde dann am Wahltag geweckt und eine freundliche Stimme rief dem Schlaftrunkenen diesen “Get Up! Vote!” Slogan zu.
Dieser Artikel soll für meine Leser eine ähnliche Funktion erfüllen: “Hopp, hopp, Freunde, Ihr dürft wählen! Oder wie man im Schwäbischen sagt: “S’ischt glei vorrbei”…

Alle paar Jahre feiern sich die katholischen Blogger mit dem “Schwester Robusta” – Preis, eine Art Blogger – Oscar, der vom Herrn Alipius, einem Augustiner Chorherren aus Klosterneuburg und altgedientem Blogger, ausgerufen wird.
Rosenkranz + Pilgerzeichen, obwohl wenig verlinkt, kaum vernetzt und erst seit Neuestem wieder in den Listen des Predigtgärtners geführt, erfuhr die Ehre dreier Nominierungen in den Kategorien: Spiritualität, Papsttreue und Augenhonig. Das ist doch mal ziemlich erfreulich: punktgenau die Kategorien, die unserer Hauptautorin, der Ankerperlenfrau am wichtigsten sind.
Bildschirmfoto 2014-10-22 um 21.00.46Wer also demnächst so ein schönes “Preisschild” hier sehen möchte, der möge sich zum Herrn Alipius zu “totaliter aliter” verfügen und von seinem Wahlrecht Gebrauch machen. Hier ist der Link:
Abstimmung Schwester Robusta Preis 2014
und die Gebrauchsanweisung: “Unter den Kategorien findet Ihr nochmals alle für diese Kategorie nominierten Blogs, für den Fall, daß Ihr nochmal einen letzten, entscheidenden Blick werfen wollt. Wenn Ihr wißt, für welches Blog Ihr abstimmen wollt, dann klickt Ihr auf den Namen der Kategorie und werdet zum entsprechenden Poll weitergeleitet. Dort macht Ihr dann das virtuelle Kreuzchen bei Eurem Favoriten, kommt zurück zu diesem Posting und macht bei der nächsten Kategorie weiter.”

Eigenwerbung stinkt, aber Preise bringen Aufmerksamkeit, also tun wir’s für den Rosenkranz.

Come on, friends, vote!
Eure Ankerperlenfrau

Und sagte kein einziges Wort

Und sagte kein einziges Wort…

ist der Titel eines sehr bewegenden Romans von Heinrich Böll, den ich in meiner Jugend gelesen und nie vergessen habe. Ich borge ihn mir für mein kurzes Resümee zu den zwei Jahren, die der Blog “Rosenkranz + Pilgerzeichen” nun existiert.

Hieronymus Bosch Die sieben Todsünden © wiki commons

Hieronymus Bosch
Die sieben Todsünden
© wiki commons

Im “Jahr des Glaubens”, das Papst Benedikt XVI. 2012 ausgerufen hatte, waren alle Katholiken ermutigt, Zeugnis von ihrem Glauben, von der Schönheit des Glaubens abzulegen. Zum Fest des Hl. Ignatius von Antiochien 2012 ging dann dieser Mini – Blog online, nachdem ich mich durch die technischen Details des Vorhabens gewurschtelt hatte.

Was hatte ich zu geben im großen Chor der Gläubigen?

Liebe zur Kirche Jesu Christi, meines Retters?
Liebe zum Rosenkranzgebet der Kirche, dem unablässigen Jesusgebet lateinischer Tradition, dem ich mehr verdanke, als ich weitersagen kann?
Liebe zu Heiligen und Weisen, die meine Leitsterne waren und sind?
Liebe, Verehrung, Wertschätzung und Dankbarkeit…?

Aber: es hat mir zunehmend die Sprache verschlagen. Wer sich in die große Räuberhöhle, das Internet begibt, wer soziale Netzwerke wie facebook und dergleichen frequentiert, muß darauf gefasst sein unter die katholische Räuber zu fallen.

Was rauben sie?
Zur Zeit kann man es sehr schön studieren an dem Diskussionsschaum, der über der in Rom tagenden Familiensynode brodelt.

In einer Religion, die gleichzeitig als Weisheitsschule diente, deren Kultur und Lebensweise auf persönliche Reifung, Überwindung von Leidenschaften mit dem Ziel der Befähigung zu Mitgefühl, Unterscheidung, Güte, Klarheit (oder besser Nüchternheit) zielte, da würde man geduldig und betend dem Rat der Weisen, dem Konzil der Ältesten vertrauen und ihren Ratschluß abwarten. Erst dann würde man bewerten, kommentieren, Stellung beziehen.

Nein, so ist es nicht bei uns. Der öffentliche Diskurs der Katholiken ist geprägt und zerrissen von allen Leidenschaften und Niedrigkeiten, die wir vom Politikzirkus, diesem Haifischbecken aus Überheblichkeit, Machtgier, Habgier, Ehrsucht und Geltungsdrang kennen. Nichts ist zu billig im Ringen um Meinungsbildung – Kardinal Kasper ist Rassist?

Von Pfarrgemeinderat bis Synode in Rom: erschreckend ist nur, daß unser Glaube nicht mehr “neue Menschen” macht. “Seht, wie sie sich lieben” ist nirgendwo in der Räuberhöhle. Sie ringen nicht mit sich – Jakob und Engel – sie wollen andere niederringen. Sie leiden nicht an den eigenen Fehlern, sie wollen nur den sündigen Bruder berichtigen. Zurechtweisung nennen sie das und wähnen sich im Heiligen Geist – die Strippenzieher.
Eine seelische Entwicklungsstörung? Oder doch Ausweis des Versagens im eigenen Glaubensleben? Spirituelle Krise?

Wo Geistesgaben und -früchte sind, da stecken sie an, verbreiten, vermehren sich – Reich Gottes in der Zeit. Alles wächst und gedeiht in diesem Licht, wird stärker, reifer.

Die Räuber verbreiten um sich herum Unfrieden, Ödnis, Zweifel und Mißtrauen. Daran erkennt man Räuber: alle Leidenschaften (Zorn, Neid, Habgier, Trägheit, Eitelkeit, Begehrlichkeit, Maßlosigkeit, Feigheit, Täuschung) gedeihen in ihrer Nähe, ja, und sind auch ansteckend.

Darum, liebe Freunde und Leser dieser völlig unbedeutenden Seite:
Laßt Euch nicht irre machen von den 10 000 Irrtümern und den Lautsprechern, die sie verbreiten (mögen sie auch noch so fromm oder wissend tun…).
Vertraut Eurer Wahrnehmung, Eurem Herzen: man kann die “Liebe – Räuber” spüren im eigenen Inneren – hört auf die Stimme, geht weg von den Friedlosen, die nur ihre Interessen verfolgen.
Nichts gegen einen guten Kampf, aber weg von jeder Niedertracht.

IMG_1026Betet den Rosenkranz, schmiegt Euch an das mütterliche Herz der Maria von Nazareth und schaut auf das Heilswerk des Herrn.
Ruht Euch aus in der Wahrheit und Klarheit “wie der Hirsch lechzt nach frischem Wasser, so lechzt meine Seele o Gott nach DIR.”
Laßt das Geläut der Leute – Gottes Werk ist unzerstörbar. Hören wir, wenn es Zeit ist, was der Rat der Ältesten und der Heilige Vater lehrt.
Schweigen und lauschen, nicht stören mit Lärm und Getöse aus der Räuberhöhle.

Jesus, der als König herrscht. (Offb. 19,6)

Jesus, der in seiner Kirche lebt und wirkt. (Eph. 1, 22-23)

Jesus, der wiederkommen wird in Herrlichkeit. (2 Petr 3,8–13)

Jesus, der richten wird die Lebenden und die Toten. (Röm 2,1–11)

Jesus, der alles vollenden wird.
(1 Kor 15,35–58)

Das sagt Euch in aller Liebe zur Kirche und nach zwei Jahren in der “Räuberhöhle”
Eure Ankerperlenfrau

Heiliger Johannes XXIII., bitte für uns!

Heiliger Johannes XXIII., bitte für uns!

Heute feiert die Kirche zum ersten Mal das Fest des Heiligen Johannes XXIII., Angelo Guiseppe Roncalli. Deo gratias!
651Ecumenical Council
Pope John XXIII Speaks At Vatican II4Siehe auch: Angelo Guiseppe Roncalli
und Pacem in Terris

Casa natale

Geburtshaus Johannes XXIII.
in Sotto il Monte – © A.Wolf

Am Tag nach der Heiligsprechung im Hof des Geburtshauses in Sotto il Monte bei Bergamo.

Maria

Maria
Gedanken zu Maria Namen

Maria Dom zu Eichstätt © A. Wolf

Maria
Dom zu Eichstätt
© A. Wolf

Ein Gewitter zieht auf, der Hund muß raus, also los. Zwischen einigen alten Höfen hindurch den kurzen Weg bis zum Feldkreuz und wieder zurück.
Die Apfelbäume tragen schwer, die Wiesen sind akurat gemäht, der Hund schnürt eleganter als sonst am Wiesenrand entlang. Unter der heraufziehenden Dunkelheit wirken Häuser und Gärten so hell, die Farben der Blumen so frisch und es riecht ein bißchen nach Herbst.

Im Gehen der Rosenkranz – die Einleitung, auf die ich mich immer freue: vermehre, stärke, entzünde o Herr! Und dann der Name -
M A R I A…

Heute bleibe ich hängen am Klang und ich höre José Carreras, wie er singt:

The most beautiful sound I ever heard:
Maria, Maria, Maria, Maria . .
All the beautiful sounds of the world in a single word . . .
Maria!
Say it loud and there’s music playing,
Say it soft and it’s almost like praying.

Und ich sage es laut in die grünen Wiesen hinein…
Maria, wie tröstlich das klingt, es gibt eine Hand, die Knoten entschlingt…
(Weiger, Maria Knotenlöserin)

Beschwingt gehe ich weiter, am Feldkreuz hat jemand Blumen gepflanzt, heute brauche ich nicht gießen…der uns das Reich Gottes verkündet hat…der erste Donner und ich gehe wieder auf das alte Dorf zu…Maria…größere Schritte, der Hund geht bei Fuß…hört er meine Worte und fühlt sich gerufen…Maria…die ersten Tropfen fallen sanft, in den Häusern gehen die Lichter an…zum Kirchturm hin verneige ich mich leicht…Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist…das Zelt für IHN im Mittelpunkt des Dorfes…Maria…beschütze das Dorf und segne die Ernte…der auf dem Berg verklärt worden ist…und dann bin ich zuhause.

Ein Anruf nach Hause

Ein Anruf nach Hause
James Foley zu Ehren

Seit Monaten verfolgen wir die unsagbaren Grausamkeiten und barbarischen Terrorakte der sunnitischen ISIS – Terroristen im Nahen Osten, in Syrien, im Irak und Gott weiß, wo sonst noch. Bei uns im Westen geht das Leiden der Opfer vor Ort im gefühllosen Alltagsgrau von Nachrichtensendungen unter.
Fünf Millionen Mitbürger sunnitischen Glaubens in Deutschland (mehrheitlich Türken) halten ihr Maul und distanzieren sich NICHT vom barbarischen Wüten, das im Namen ihrer Religion geschieht!
Mittlerweile ersterben in mir die letzten Reste von Sympathie für den Islam als kulturbildender Religion und monotheistischer Glaubensgemeinschaft. Was mir Sufi – Gelehrte und arabische Dichter abgenötigt hatten, was ich immer hoch gehalten habe … es wird mir gleichgültig.

James Foley †

James Foley †

Heute nun die Nachricht von der Hinrichtung des US – amerikanischen Journalisten James Foley (40), der seit zwei Jahren von der IS in Syrien als Geisel gefangen gehalten wurde. Bereits 2011 war er für sechs Wochen in Lybien in Gefangenschaft bei Gaddafi – Schergen. Was er dort erlebt hat, schreibt er den Freunden an seiner “Alma Mater”, der katholischen Marquette Universität in Milwaukee, Wisconsin: Weiterlesen

Gott braucht einen freien Menschen

Gott brauchte einen freien Menschen
zum Hochfest Mariae Aufnahme in den Himmel

„Gott macht uns klar, dass er der gute Vater ist. Und wie macht er das? Dadurch, dass er seinen Sohn Mensch werden lässt. An diesem konkreten Menschen Jesus können wir kapieren, was Gott eigentlich meint. Er will Menschen, die frei sind, weil sie sich als Kinder eines guten Vaters immer geborgen wissen.“

„Er braucht eine Frau, eine Mutter, die seinen Sohn als Mensch zur Welt bringt. Das ist die Jungfrau Maria, die wir mit dieser Vesper heute Abend ehren. Sie war ganz frei. In ihrer Freiheit hat sie Ja gesagt. Sie hat für immer das Gute getan. So hat sie Gott und den Menschen gedient. Sie hat so Gott und den Menschen gedient. Halten wir uns ihr Beispiel vor Augen, wenn wir wissen wollen, was Gott von uns als seinen Kindern eigentlich erwartet.“ Weiterlesen

Zeitgeistballast abwerfen

Zeitgeistballast abwerfen

nikolausflueMein Herr und mein Gott,
nimm alles von mir,
was mich hindert zu dir.

Mein Herr und mein Gott,
gib alles mir,
was mich fördert zu dir.

Mein Herr und mein Gott,
nimm mich mir
und gib mich ganz zu eigen dir.

(Bruder Klaus von Flüeli)
und

Jesus Dir leb’ ich,
Jesus Dir sterb’ ich,
Jesus Dein bin ich tot und lebendig.

Zwei Gebete von großer Kraft und Schönheit hat das 19. Jahrhundert mit einem Wortschwall überzogen, den ein Bloggerkollege dokumentiert. Weiterlesen