Rosenkranz + Pilgerzeichen

Gebet – Kunst – Geschichte

Zuhause

16. Juli 2015
von ankerperlenfrau
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Unsere liebe Frau…

Muttergottes Tannheim

…vom Berge Karmel ist neben dem Heiligen Martin die wichtigste Beschützerin unseres Dorfes. Seit der Zeit der Schwedenkriege, als das Dorf nach der Schwedenbelagerung Memmingens fast ganz aufgerieben war und nachher noch von der Pest heimgesucht wurde, vertraute man auf die Fürsprache „der Mutter vom Berge Karmel“ und feierte das Skapulierfest.
„Der Gedenktag Unserer Lieben Frau auf dem Berge Karmel am 16. Juli ist erstmals 1386 in englischen Karmelitenklöstern als Eigenfest des Ordens am 17. Juli bezeugt. 1595 wurde die Feier dieses Gedenktags von der vatikanischen Ritenkongregation auch außerhalb des Ordens ermöglicht, 1726 wurde er von Papst Benedikt XIII. für die ganze katholische Kirche eingeführt.

Im Volksmund wird dieser Gedenktag auch Skapulierfest genannt. Diese Bezeichnung leitet sich vom Skapulier ab, einem Bestandteil des Ordenshabits. Besondere Bedeutung bekam das Fest durch die Verbindung mit dem kleinen Skapulier. Dieses Sakramentale geht auf eine Vision des hl. Simon Stock zurück, einem Generaloberen der Karmeliten, dem die Gottesmutter Maria erschien. In der Vision trug sie ein Skapulier in der Hand und gab dem hl. Simon Stock das Versprechen, dass jeder, der es trage, unter ihrem besonderen Schutz stehe. Auch Angehörige anderer Orden und schließlich Laien baten dann, ein solches Skapulier tragen zu dürfen.“ (Wiki)

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Fest aus Dankbarkeit für die Rettung des Dorfes aus Todesgefahr erneuert. Am Sonntag nach dem Skapulierfest wird der „Tannheimer Tag“ gefeiert und die Gemeinde zieht nach der Heiligen Messe zur Lourdesgrotte am Friedhofsberg und dankt für die Verschonung von Krieg und Katastrophen. Eine Station auf dem Prozessionsweg wird vor dem Bild der Gottesmutter gehalten, die schützend ihre Arme über dem Dorf ausbreitet. Ein schöner Brauch, dem ich auch als „Rei’g’schmeckte“ gerne folge.

Zuhause
Siehe auch: Hochfest der seligen Jungfrau Maria vom Berge Karmel – “Skapulierfest”

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15. Juli 2015
von ankerperlenfrau
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Tibet – ein Lehrstück

420630_10151362527480527_5255058_nDiese Woche war der 80. Geburtstag des Dalai Lama. Das wusste ich nicht. Aber manchmal gerät man auf merkwürdigen Umwegen in eine Position, von der man selbst überrascht wird – ich setze mich für ein „tibetisches Thema“ ein.

Die Tibet – Frage beschäftigt jede einigermaßen unterrichtete Person. Sie hat zwei Seiten: einmal die geopolitische Bedeutung des Landes und zum anderen die Fragen der Menschenrechte und Religionsfreiheit.
Geopolitisch ist u.a. bedeutsam, daß das kommunistische China mit Tibet das Ursprungsgebiet von fünf asiatischen Strömen und damit die Wasserversorgung von 47 % der Weltbevölkerung kontrolliert.
Das tibetische Volk mit seinem Schicksal steht stellvertretend für alle Minderheitsbevölkerungen, die planvoll ihrer Rechte beraubt und von autoritären Staaten bedrängt und bedroht, ja ausgelöscht werden.
Tibet und die Tibeter haben mit dem Dalai Lama, ihrer inoffiziellen Exilregierung in Dharamsala / Indien und weltweiter Unterstützung durch „Free Tibet“ Aktivisten sicherlich eine Sonderstellung.
Es nützt nur nichts! Die kommunistische Diktatur in China herrscht ungebrochen und blüht und gedeiht an Macht und letztlich Unkontrollierbarkeit.

Meine „China“ – Geschichte ist völlig unerheblich, gemessen an den wirklich existentiellen Fragen der Zeit.
Und doch zeigt sie etwas Exemplarisches über das kommunistische China, die Machtverhältnisse in der Welt und die Verlogenheit und Doppelmoral westlicher „Wertevertreter“.

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Wie facebook Leser wissen, bin ich glückliche Besitzerin zweier Hunde. Wie es das Schicksal wollte, ausgerechnet TIBET TERRIER. Eine uralte, in Tibet als „Landschlag“ gezogene Rasse, ein Klosterwächter und Nomadenbegleithund. Weiterlesen →

Detail Apsismosaik
S. Maria Maggiore, Rom
© A. Wolf

5. Juli 2015
von ankerperlenfrau
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Maria Laetitia – Marias Freuden

IMG_1344Maria Laetitia, die Freuden Marias, ist ein Gedenktag im Franziskanerorden. Vielleicht ist Ihnen schon aufgefallen, daß in den franziskanischen Orden (Franziskaner, Kapuziner, Klarissen) ein Rosenkranz mit sieben Gesätzen zum Habit gehört.

Das Marienlexikon* schreibt dazu:
„Das Fest der sieben Freuden Mariens am 5. Juli pflegten vor allem die Franziskaner. Dazu zählen meist Verkündigung, Heimsuchung, Geburt Christi, Anbetung der Könige, Darstellung im Tempel, Auferstehung Jesu und Marias Aufnahme in den Himmel, wobei Anzahl und Art der Geheimnisse manchen Wandlungen unterworfen sind. Fast immer aber sind Verkündigung, Geburt Christi, Anbetung der Könige und Darstellung im Tempel enthalten. Häufig sind die sieben Freuden den sieben Schmerzen Marias zugeordnet.“

Gebetet wird der Franziskanerrosenkranz nach den Regeln des ROSARIUM VIRGINIS MARIAE, allerdings mit 7 x 10 Ave Maria mit folgenden Clausulae, die allesamt auch bei Dominikus von Preussen vorkommen:

Jesus, den du, o Jungfrau, vom Hl. Geist empfangen hast. (Lk 1, 35-38)
Jesus, den du, o Jungfrau, zu Elisabeth getragen hast. (Lk 1, 41-45)
Jesus, den du, o Jungfrau, in Bethlehem geboren hast. (Lk 2, 16-19)
Jesus, den du, o Jungfrau den drei Weisen zur Anbetung gezeigt hast. (Mt 2, 9-11)
Jesus, den du, o Jungfrau, im Tempel wiedergefunden hast. (Lk 2, 46 ff)
Jesus, der von den Toten auferstanden ist. (Mt 28, 7 ff)
Jesus, der dich, o Jungfrau, in den Himmel aufgenommen hat. (Kol 1, 12) Weiterlesen →

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4. Juli 2015
von ankerperlenfrau
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Catholic in Brooklyn

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Zum ersten Mal empfehle ich den Lesern von Rosenkranz + Pilgerzeichen einen Blog zur Lektüre: eine US amerikanische Katholikin aus dem traditionalistischen Umfeld innerhalb der Katholischen Kirche bloggt seit Jahren unter CATHOLIC IN BROOKLYN – The Journey Of ONE Catholic In A World Gone Mad. Ich lese ihren Blog schon lange, weil sie klug und maßvoll schreibt. Auch bei Themen, die mir „nicht so sehr liegen“, lege ich Wert auf ihre Meinung und vor allem auf die Ehrlichkeit, mit der sie schreibt. Zudem recherchiert sie sehr gut und weiß meist zwischen Nachricht und Meinung zu trennen, was ja eine publizistische Maxime zu sein scheint, die allgemein immer mehr in Vergessenheit gerät.

Für mich füllt sie beim Lesen von katholischen Blogs eine Lücke: bei uns deutschen Katholiken bedauere ich nämlich eine ziemlich ungute Entwicklung in den letzten Jahren. Weiterlesen →

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3. Juli 2015
von ankerperlenfrau
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Ja was ist denn da los…

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Rom Mai 2015 © A.Wolf, Kath. Blogger

Ja, was ist denn da los, werden sich die Stammleser von ROSENKRANZ + PILGERZEICHEN fragen. Tja, was soll ich sagen?
Im schönen Monat Mai hat mich „der Hafer gestochen“ (oder die Möwe gepickt): Dein Blog braucht mal bissel Tapetenwechsel.
Nach fast drei Jahren der laienhaften Bastelei an einem selbst-„gehosteten“ WordPress Blog war ich der Ansicht, es müsse mal ein Profi drüber schauen. Hat er gemacht und richtig böse Fehler wurden nicht gefunden. Schön! Das neue Layout gefällt Euch, hoffe ich.

Beim Durchforsten meiner Linkliste ist mir ein herber Verlust aufgefallen. Weiterlesen →

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20. Juni 2015
von ankerperlenfrau
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Gelobt seist Du, mein Herr

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Gelobt seist Du, mein Herr
…eine katholische Erfahrung

Der Dokumentarfilmer Reinhard Kungel hat einen Film über die „Babyboomer“, die Jahrgänge 1958 – 1965 gedreht und nennt sie „Generation Waldsterben“.  Sehenswert!
Für uns Kinder der frühen Sechziger hat alles im Wald begonnen: mangels Unterhaltungsindustrie hielten wir uns in jeder freien Minute dort auf zum Spiel mit Freunden. Die Natur und unsere Freunde waren vielen von uns mehr Zuhause, als das Gebäude in dem unsere „wirtschaftswundergebeutelten“ Eltern unser Bett aufgestellt hatten und uns reichlich Essen verabreichten…zwischen ihren Terminen.
Gestern habe ich von Pierre Brice geschrieben, Indianerlager, Hütten im Wald waren beliebt und Holzgewehre waren noch kein Anlaß für Moralpauken zuhause. Das war eine ziemlich freie Kinderwelt, noch nicht durchseucht von pädagogischen Experimenten.

Keinem von uns Waldkindern konnte entgehen, was das Wirtschaftswachstum, dieses goldene Kalb, um das alle unablässig tanzten, mit unserer direkten Umgebung anstellte. Weiterlesen →

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18. Juni 2015
von ankerperlenfrau
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Pierre Brice ist gestorben – Winnetou lebt

Pierre Brice ist gestorben – Winnetou lebt

(Ohne den Bloggerkollegen „Bellfrell“ wäre mir das fast entgangen: Danke für Deinen Beitrag „R.I.P. Pierre Brice“ – dem dort Gesagten kann ich nur aus eigener Erfahrung zustimmen.)

Pierre-BriceHeute war nun die Trauerfeier für den bekennenden Katholiken und Menschenfreund Pierre Brice (1929 – 2015) in München. Eine Tumba mit Blumen und weltlichen Ehrenzeichen war in der Kreuzkapelle von St. Michael aufgestellt und Trauernde hatten Gelegenheit am Wortgottesdienst teilzunehmen.

Warum diese Nachricht im Blog „Rosenkranz + Pilgerzeichen“? Weiterlesen →

Rom RK

17. Juni 2015
von ankerperlenfrau
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Mobile Kapelle – Der Rosenkranz

Mobile Kapelle – Der Rosenkranz

Pilgrims Rosary Rom 2008

Pilgrims Rosary
Rom 2008

Maryse FritzschThillens hat mich in einem Austausch auf FB ermutigt, einen Rosenkranz vorzustellen, den ich immer dabei habe und den ich gerne als mein „Vademecum“ oder die Privatkapelle in der Tasche bezeichne.
Wer seinen Rosenkranz gerne schlicht und ohne viel „Brimborium“ hat, der muß jetzt hier nicht wirklich weiterlesen, es sei denn, aus „anthropologischem Interesse“.

Manche Leute sagen, es sei ein Gewinn, wenn man es schaffe, allein im „Hier und Jetzt“ zu leben. Ich verstehe die Vorzüge dieser Weisheit, muß aber selbst ein bißchen vorsichtig damit umgehen. Warum? Weiterlesen →

Sankt Antonius
Pergament
18. Jahrhundert

15. Juni 2015
von ankerperlenfrau
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Schlampertoni

Erzengel Gabriel Santa Prassede, Rom © A.Wolf, Kath. Blogger

Erzengel Gabriel
Santa Prassede, Rom
© A.Wolf, Kath. Blogger


Schlampertoni

Santa Prassede in Rom, die wunderschöne Kirche, gleich um’s Eck von Santa Maria Maggiore ist ein Kleinod, das viele Überraschungen bereit hält.
Uralte Mosaiken, kunstvolle Fresken, Reliquien – der Kreuzweg, Apostel und Heilige und jede Menge imposante Engel. Mitten in all der unbezahlbaren, altehrwürdigen Kunst steht er dann, „der Schlampertoni“, wie er im Süden liebevoll genannt wird, der heilige Antonius von Padua. Weiterlesen →

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14. Juni 2015
von ankerperlenfrau
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Hunde in Rom im Mai 2015

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Hunde in Rom im Mai 2015

Wer die eigenen Hunde vermisst, sieht in Rom plötzlich überall Hunde…
Viele gibt es dort, sie werden gut behandelt und ihre Besitzer freuen sich, wenn man sie fotographiert. Es gibt keine Hundesteuer in Rom, wie uns ein hundebegeisterter Taxifahrer erzählte. Offenbar sind römische Hundebesitzer sehr diszipliniert – „Tretminen“ sind mir jedenfalls nicht begegnet.
Unter den Bäumen bei St. Paul vor den Mauern ist ein besonders gemütlicher Hundetreff.

Vanitas
Rijksmuseum Amsterdam

12. Juni 2015
von ankerperlenfrau
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Papst Franziskus: Die 15 Plagen

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Brueghel, Triumpf des Todes

Papst Franziskus: Die 15 Plagen
zum Herz Jesu Freitag

{…}1. Die Krankheit, sich „unsterblich“, „immun“ oder sogar „unentbehrlich“ zu fühlen und so die notwendigen und üblichen Kontrollen zu unterlassen. Eine Kurie, die keine Selbstkritik übt, die sich nicht fortbildet, die nicht versucht sich zu bessern, ist ein kranker Leib. Ein gewöhnlicher Friedhofsbesuch könnte uns dazu verhelfen, die Namen vieler Menschen zu sehen, von denen einige vielleicht meinten, unsterblich, immun und unentbehrlich zu sein! Es ist die Krankheit des törichten Reichen aus dem Evangelium, der dachte, ewig zu leben (vgl. Lk 12,13-21), und auch derer, die sich in Gebieter verwandeln und sich allen übergeordnet und nicht im Dienst aller fühlen. Sie beruht oft auf der Pathologie der Macht, auf dem „Komplex der Erwählten“, auf dem Narzissmus, der leidenschaftlich auf das eigene Bild schaut und nicht das Bild Gottes sieht, das dem Angesicht der anderen, besonders der Schwächsten und der am meisten Bedürftigen, eingeprägt ist.[8] Das Gegenmittel gegen diese Epidemie ist die Gnade, sich als Sünder zu fühlen und aus ganzem Herzen zu sagen: » Wir sind unnütze Sklaven; wir haben nur unsere Schuldigkeit getan « (Lk 17,10). Weiterlesen →

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12. Juni 2015
von ankerperlenfrau
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Herz Jesu Verehrung

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„Herz ist Geist
in der Nähe des Blutes“
(Romano Guardini)

„Kann uns Herz-Jesu-Verehrung noch etwas sagen? Oder besser: Können wir in ihr uns noch aussagen vor dem Herrn und auf ihn hin?
Der barocke Überschwang, die Leichtigkeit, mit der sie die großen Grundworte menschlichen Lebens in den Mund nimmt, sind uns verdächtig geworden. Wer näher zusieht, kann hinter ihrer ekstatischen Gebärde eine ursprüngliche Entdeckung finden, die sich dann nach der Weise ihrer Zeit Ausdruck schuf. Was hier neu gefunden wurde, war freilich in Wahrheit das Uralte und das Eigentliche: das Menschsein Gottes in Jesus Christus.
Und was hier neu gefunden wurde, war die Leibhaftigkeit des Menschen Jesus. Für all dies steht das Wort ,,Herz“, das ganz bewusst nicht nur Symbol, sondern Verankerung des Geistes in der Realität des Leibes sein wollte und will. Weiterlesen →

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5. Juni 2015
von ankerperlenfrau
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Der lästige Verkäufer

Der lästige Verkäufer

Rom2015_7661Ja, ich gebe es zu: die fliegenden Händler in Rom (und anderswo) gehen mir auf die Nerven. In diesem Jahr waren „Selfie“ – Stäbe und chinesische Plastikschirmchen der „Hit“. Auf Schritt und Tritt verfolgen sie dich, stellen sich dir in den Weg und rufen „Selfie“… und gewöhnlich wirst du blind und unempfindlich, schaffst dir die Rufer mental vom Hals, wie lästige Fliegen. Schließlich bist du beim Gehen perfekt zum autistischen „Selfie“ mutiert und landest in diesem ernüchternden Zustand menschlicher Taubheit beim nächsten Pilgerziel und ringst um christliche Ergriffenheit. Kognitive Dissonanz… Weiterlesen →