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Alfred Delp – Die gesegnete Frau

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Alfred Delp – Die gesegnete Frau

Alfred Delp SJ

Alfred Delp SJ

„Was nützen uns Ahnung und Erlebnis unserer Not, wenn keine Brücke geschlagen wird zum anderen Ufer, wenn wir nicht zugleich von der Gnade erfahren, die mächtiger ist als die Gefährdung und als die Verlorenheit?
Es haben die Dichter und Mythenerfinder und sonstige Geschichten- und Märchenerzähler der Menschheit immer wieder von den Müttern geredet. Sie haben einmal die Erde gemeint, einmal die Natur; sie haben die geheimnisvollen, schöpferischen Brunnstuben des Alls mit diesen Worten erschließen wollen und das quellende Lebensgeheimnis beschwören. In all dem liegt Hunger und Ahnung und Sehnsucht und ein adventliches Warten auf diese gesegnete Frau.

Weihnacht Jane Ray

Weihnacht
Jane Ray

Daß Gott einer Mutter Sohn wurde, daß eine Frau über die Erde gehen durfte, deren Schoß geweiht war zum heiligen Tempel und Tabernakel Gottes – das ist eigentlich die Vollendung der Erde und die Erfüllung ihrer Erwartungen.
Die Welt ist in ein anderes Gesetz geraten. Tiefer im Sein tragen auch unsere Tage und unsere Schicksale den Segen und das Geheimnis Gottes. Es kommt nur darauf an, zu warten und warten zu können, bis ihre Stunde kommt.“

aus: Maria in Dichtung und Deutung, Otto Karrer, Zürich 1961

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