Rosenkranz + Pilgerzeichen

Gebet – Kunst – Geschichte

1. Oktober 2015
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Rosenkranzmonat Oktober – da ist er wieder

In diesem Jahr verstehe ich besonders gut, warum die Bischofssynode in Rom immer um diese Zeit stattfindet: unsere, unter Mitwirkung des Heiligen Geistes, gewählten Oberen brauchen unser Gebet.
Und dieses Jahr brauchen Sie es nötiger denn je, meint man. Die Synode tagt zum Thema Ehe und Familie und im Vorlauf wurde mit „harten Bandagen“ gekämpft und gestritten, gemutmaßt und geargwöhnt, polemisiert und manipuliert…jetzt ist es genug, finde ich!
Jetzt ist es an der Zeit, die Rosenkränze (oder Dein Lieblingsgebet) auszupacken und „alle guten Geister“ nach Rom auszurichten. Nicht um den Himmel zu bestürmen, daß DEIN oder MEIN Wille geschehe, nein, nein. GOTTES WILLE GESCHEHE und er leite seine Kirche seiner Wege. Weiterlesen

4. Juli 2015
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Catholic in Brooklyn

Meine Freundin „Catholic in Brooklyn“ macht nun etwas in ihrem Blog, was ich zutiefst respektiere. Sie selbst war ganz und gar eingenommen und eingebunden in US amerikanische traditionalistische Gruppen, praktizierte so ihren Glauben und nahm gesellschaftspolitisch deren Positionen ein: lange hat sie so gelebt und geschrieben: hier sind wir und da ist die Welt „gone mad“.
Da muß aber ein „metanoeite“ in ihr passiert sein: wie früher ist sie die fromme, praktizierende Katholikin, ein Gebetsmensch, ein Anbetungsmensch. Aber jetzt betrachtet sie von außen die Anheizer, die Entwerter und Diffamierer, denen sie selbst ideologisch so lange gefolgt war. Viele Artikel sind durchzogen von Bekenntnissen der eigenen Metanoia. Aber sie tut noch mehr. Sie zerrt die Untaten der us-amerikanischen Hetzer und Spalter, der Verleumder und „ex cathedra“ – Demagogen ans Licht und rechnet mit ihnen ab.
Nicht erbarmungslos, wie es einer aus dem anderen ideologischen Lager tun würde, aber klar und ohne diplomatische Verkrümmungen.
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20. Juni 2015
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Gelobt seist Du, mein Herr

Die ökologische Frage wurde in der katholischen Kirche immer als „Randthema“ behandelt. In Katechesen, Predigten und apostolischen Schreiben kam sie vor, mir war es immer zu wenig. Immerhin, es war Teil der Soziallehre, aber das Gros der Katholiken hat sie nicht mal rezipiert. Ein Refugium für gemeinsame Ideale waren für Kinder die Pfadfinder, aber im Erwachsenenalter fehlten solche Gemeinschaften im kirchlichen Kontext fast völlig.
Der Heilige Franziskus, ja. Der Sonnengesang, die Vögel auf den Bäumen in Assisi…
Für nachfolgende Generationen Jugend hat Johannes Paul II. die Weltjugendtage institutionalisiert – wir „Waldkinder“ standen in der Kirche rum, wie die Blöden. Die Schlechtverankerten sind dann ohne viel „Gedöns“ einfach weg geblieben.
Im Prinzip kann man sagen, die katholische Kirche hat eine ganze Generation Jugend mit ihren Einsichten, Idealen und berechtigten Anliegen im wahrsten Sinne des Wortes „links liegen gelassen“. Weiterlesen

18. Juni 2015
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Pierre Brice ist gestorben – Winnetou lebt

Pierre Brice war Schauspieler und hat einen schönen „Winnetou“ gegeben, ja, so fing es an.
Baron Pierre de Bris jedoch hat uns mit seinem Leben eine Geschichte erzählt, ganz europäisch, ganz katholisch, durch und durch von „ethischem Idealismus“ bestimmt: die Geschichte vom „gentihombre“, vom Guten Menschen, der nach dem Guten strebt, obwohl er weiß, daß er nur Bruchstückhaftes erreichen kann.
Chapeau! Ruhe in Frieden! Weiterlesen

17. Juni 2015
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Mobile Kapelle – Der Rosenkranz

Da habe ich sie also immer in der Tasche, meine „Privatkapelle“, meine Ankerkette mit den vielen Erinnerungszeichen. Und folge ich damit nicht guter alter katholischer Tradition und Sitte? Haben sich nicht schon die ersten Christen um die Gebeine ihrer Heiligen geschart, sich erinnert? Sind nicht all unsere Wallfahrtstätten eigentlich Erinnerungsorte? Ich lasse sie nicht mehr los, meine Ankerkette des Glaubens: sie liegt vor mir auf dem Tisch, in jeder Tasche reisen ein oder zwei, neben meinem Kissen bei Nacht, im Auto fehlt sie nie. Sogar beim Fernsehen, Lesen, in Unterhaltungen und bei Spaziergängen mit den Hunden: die Ankerperlen und das leise Geräusch der Medaillen gehören zu mir. Weiterlesen

5. Juni 2015
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Der lästige Verkäufer

Ja, ich gebe es zu: die fliegenden Händler in Rom (und anderswo) gehen mir auf die Nerven. In diesem Jahr waren „Selfie“ – Stäbe und chinesische Plastikschirmchen der „Hit“. Auf Schritt und Tritt verfolgen sie dich, stellen sich dir in den Weg und rufen „Selfie“… und gewöhnlich wirst du blind und unempfindlich, schaffst dir die Rufer mental vom Hals, wie lästige Fliegen. Schließlich bist du beim Gehen perfekt zum autistischen „Selfie“ mutiert und landest in diesem ernüchternden Zustand menschlicher Taubheit beim nächsten Pilgerziel und ringst um christliche Ergriffenheit. Kognitive Dissonanz… Weiterlesen

21. November 2014
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Eine Lanze für Kardinal Kasper

Interessiert lese ich die unterschiedlichen Standpunkte in der Debatte um die Familiensynode und mache mir meine Gedanken.
Die Skandal- und Verleumdungssucht in katholischen Bloggerkreisen und die Hetzkampagnen (ja, ich sage das böse Wort mit Bedacht) in privaten Nachrichtenportalen samt Anhang finde ich allerdings abscheulich und einer Debattenkultur in katholischen Kreisen, gar der Kirche, unwürdig. Weiterlesen

18. November 2014
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Christ?!…Ach!…Was macht man denn da so?

Das Bloggen mit Allem, was es mit sich bringt, ist eine gute Möglichkeit, die notwendige Privatheit nicht zur Isolation und Weltabgewandtheit zu kultivieren.
Letztlich hat mich die Liebe zum Rosenkranz und die Wahrnehmung, wie er weggelegt, benutzt oder zerrissen wird, die (inneren und äußeren) Hürden in Richtung Internetöffentlichkeit nehmen lassen. Sehr lehrreich das alles…
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12. Mai 2014
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Nichts wird dir fehlen

Ja, manchmal darf man nicht schweigen. Manchmal muß man sagen, es ist falsch, was Du tust. Manchmal muß man Zeuge sein und geradestehen für das, was man erkannt hat. Nicht in zerstörerischer Absicht, nicht in der Absicht, alles andere zu übertönen, aber in der klaren Intention, die eigene, nur dir geschenkte Stimme hörbar zu machen.
„Die Wahrheit ist symphonisch“ sagte Hans Urs von Balthasar. Ja, das ist sie.
Es gibt aber jene, die sich nicht „symphonisch“ geben, die alles überwältigen wollen mit ihrer Stimme, ihrem Instrument. Man muß es ihnen spiegeln: Du bist zu laut, Du übst Gewalt aus. „Alles liegt jetzt an der Übereinstimmung mit der Stimme des Hirten. Sie fordert gegebenenfalls auch den Preis der Flucht vor der Stimme des Fremden, die Weigerung, ihm zuzuhören. Also nicht in jedem Fall Dialog.“
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10. Mai 2014
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Menschen, nicht Päpste werden heiliggesprochen

Menschen, nicht Päpste werden heiliggesprochen Leider lese ich unangenehm spitzzüngige und intellektuell etwas aufgeblasene Kritik an der Heiligsprechung von Johannes XXIII. und Johannes Paul II. Stellvertretend mag die eher gemäßigte Stimme von Alexander Kissler in CICERO stehen, der titelt: „Päpste … Weiterlesen

21. März 2014
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Wie beleidigt ist Gott?

Zur Beschreibung der Beziehung des Menschen zu Gott taugen Worte wie „beleidigen“ nicht mehr. Sprache und Denken sind untrennbar verbunden. Da Worte semantischen Veränderungen unterworfen sind, muß um die Worte gerungen werden, die auch heute die Größe unseres Gottes und unsere Haltung zu ihm zutreffend und angemessen beschreiben. „Gott beleidigen“ ist ein „verbranntes“ Wort und seiner nicht mehr würdig. Es nährt ein falsches Gottes- und Menschenbild, das nichts mit SEINER Wahrheit zu tun hat, aber viel über uns aussagt. Weiterlesen

7. März 2014
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Einen Vorsitzenden der Bischofskonferenz

Meine Stichworte sind: Kohärenz und Konsistenz! Sowohl Lehrinhalte als auch kirchliches Handeln sollten als etwas da stehen, was tatsächlich als die „katholische Position“ erkennbar ist. Der „Wind“ im zunehmend laiizistischen Staat wird schärfer werden und Beifall ist nicht zu erwarten. Da ist mehr Profilschärfung gefragt nach innen und außen und nicht eine verwässerte „Mimikry“ der gesellschaftlichen Dauerkompromisse. Wie wichtig die „katholische Position“ in Zukunft werden wird, zeigt das belgische Gesetz zur Sterbehilfe an Kindern: die Kirche muß politisch handeln und noch eindeutiger als bisher Position beziehen. Institutionen unter kirchlicher Trägerschaft müssen „Lebensschutz – Inseln“ sein, auf die man sich verlassen kann. Weiterlesen