Rosenkranz + Pilgerzeichen

Gebet – Kunst – Geschichte

Christus König und die trostreichen Geheimnisse

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Christus König und die trostreichen Geheimnisse

Heute am Christkönigsfest ist es wieder an der Zeit, an die in Deutschland entstandenen „Trostreichen Geheimnisse des Rosenkranzes“ zu erinnern.

Christus König

Christus König

Jesus, der als König herrscht. (Offb. 19,6)

Jesus, der in seiner Kirche lebt und wirkt. (Eph. 1, 22-23)

Jesus, der wiederkommen wird in Herrlichkeit. (2 Petr 3,8–13)

Jesus, der richten wird die Lebenden und die Toten. (Röm 2,1–11)

Jesus, der alles vollenden wird.
(1 Kor 15,35–58)

Unser Land hat Erfahrung mit den abscheulichsten „Herrschern“, die die Welt gesehen hat. Und auch heute gibt es gute Gründe, sich der wahren Königsherrschaft Christi immer neu zu erinnern und sich das Reich Gottes zu vergegenwärtigen. Aus der wunderschönen Gebetssammlung von Josef Gülden ein Christkönigsgebet:

Geheimer König, wenn Dein Banner über der Erde flattert, kehren wir Verbannte heim.
Deinetwegen haben wir das Tier nicht angebetet und uns nicht preisgegeben um feilen Lohn.
Wir kehren heim und bringen Dir den Lobpreis Deiner Größe dar.
Auch Du warst tot, geächtet und gemartert – und Du lebst!
Du kommst, Tod und Trauer von uns zu nehmen und Klage und Schmerz.
Du kommst, um uns zur ewigen Hochzeit zu führen,
wo wir trinken werden aus den Quellen lebendigen Wassers,
wo unser Glaube zum Schauen wird.
Und wir werden Dein Antlitz sehen
und dürfen Deinen Namen tragen an unserer Stirn.
Und Du, Herr, wirst unser Licht sein und unser Gott!
Herr, schon weilst Du in unserer Mitte, verborgen zwar,
aber schon schauen wir den Lichtsaum des Gewandes Deiner Herrlichkeit.
Komm Herr Jesus! Amen.

Christ sein und dem verborgenen König folgen, auf I H N vertrauen, heißt der Welt und ihren „Herrschern“ fremd bleiben; heißt nicht zuhause sein in dieser Welt; heißt immer Heimweh haben. Wer vom Reich Gottes weiß, dem ist hier immer „ungemütlich“; der kann sich hier nicht zufrieden niederlassen.
Manche Christen bleiben dabei „trostlos“, wenden sich von der Welt ab und verachten sie – man hört sie schimpfen und anklagen…
Andere wollen den „Lichtsaum des Gewandes seiner Herrlichkeit“ sichtbar machen in der Welt und sie arbeiten „im Weinberg des Herrn“ – ohne Klage, I H M gehorsam.
Die meisten von uns kennen beide „Zustände“.

Wenn uns die Trostlosigkeit ergreift wie ein lähmendes Gift, dann gibt es kein besseres Gegenmittel, als auf unseren wahren König zu schauen. Das Antidot gegen alle „Vergiftungserscheinungen“ ist das Gebet. Und von allen Gebeten das Tröstlichste ist der Rosenkranz: an der Hand der Mutter, der uns Jesus anvertraut hat, lernen wir, auf ihn zu schauen, den König, den Herrn. Das ist schon hier „Trinken an den Quellen lebendigen Wassers“: Immer wenn wir beten „…Jesus, der alles vollenden wird“, können wir zu Glaube, Hoffnung und Liebe zurückkehren.
Es ist unsere Pflicht diesen Trost zu suchen und es ist eine Sünde in Trostlosigkeit zu verharren, denn
E R ist unser König, lebt und wirkt in seiner Kirche, wird wiederkommen in Herrlichkeit und wird richten die Lebenden und die Toten, um alles zu vollenden.

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2 Kommentare

  1. Da kann ich nur „Amen“ sagen!

    Das Gebet von Josef Gülden möchte ich gerne bei meiner nächsten Andacht am Donnerstag beten…

  2. Wunderschöne Worte und herrliches Gebet – sie werden mir die Woche versüßen, vielen Dank!!

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