Rosenkranz + Pilgerzeichen

Gebet – Kunst – Geschichte

Danke, Freund!

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Danke, Freund!

nun_730x_Mein Blogger Freund Andreas hat geschrieben, was meine Seele tröstet:

„Die Tugend der pietas gebietet, Anteil zu nehmen und das Herz zu rühren ob der Opfer des Anschlags auf die Redaktion von Charlie Hebdo – Menschen aus verwandtem Lebenskreis wurden aus ihrem und dem Leben ihrer Angehörigen gerissen; ihr Tod rührt an, auch weil sie uns in der Gestalt ihrer Tage nahe waren. Darüber hinaus gebietet die pietas, nicht jener zu vergessen, die Tag um Tag in uns ferneren Ländern und Kulturen von Islamisten getötet und abgeschlachtet werden.

Zu den Entfaltungen der pietas zählt aber auch, daß man nicht schamlos höhnend und billig in den Dreck zieht, was anderen Menschen heilig ist und hehr (ganz gleich, was man selbst davon halten mag). Wie wenig die Bluttat von Paris eine Rechtfertigung finden kann, so wenig sollten wir der Gebote – aller Gebote – der pietas vergessen: sie sind abendländisches Erbe, das wir nicht leichtfertig der Barbarei opfern wollen.“Mir fällt zur Gewalt dieser Tage (auch der verbalen Gewalt) nichts mehr ein.
Das Böse macht sich immer mehr die Menschen untertan und es ist so unendlich traurig, daß unser „geistiges Immunsystem“, das von recht verstandener religiöser Praxis gesund und kräftig gehalten werden könnte, so gänzlich versagt.

Allein den Betern

Allein den Betern kann es noch gelingen,
Das Schwert ob unsern Häuptern aufzuhalten
Und diese Welt den richtenden Gewalten
Durch ein geheiligt Leben abzuringen.

Denn Täter werden nie den Himmel zwingen:
Was sie vereinen, wird sich wieder spalten,
Was sie erneuern, über Nacht veralten,
Und was sie stiften, Not und Unheil bringen.

Jetzt ist die Zeit, da sich das Heil verbirgt,
Und Menschenhochmut auf dem Markte feiert.
Indes im Dom die Beter sich verhüllen,

Bis Gott aus unsern Opfern Segen wirkt
Und in den Tiefen, die kein Aug’ entschleiert,
Die trockenen Brunnen sich mit Leben füllen.

Reinhold Schneider

…bis GOTT aus unserem Leiden und ihrem Opfer, dem Opfer der Unschuldigen,
Segen wirkt.

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2 Kommentare

  1. Ah ja, das Gedicht von Reinhold Schneider, das haben wir auch mal vor einigen Jahren aufs Blog gestellt.
    Danke für die Erinnerung daran, es ist grade mal wieder sehr passend.
    Gruss

  2. Ich lasse dann mal einen Gruß da … und ermuntere zum Wiederfinden des Wortes und zum ein oder anderen Blogbeitrag hier!

    Mich deucht freilich der Verdacht, daß abseits der garstigen Gemengelage dieser Zeit auch Motive auf vier Beinen Hand samt Herz in Beschlag halten … 😉

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