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Danke

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Danke

giovanni-paolo-ii-104-Gebet in Altötting

Maria, die Du selig bist, weil Du geglaubt hast, Dir vertraute ich an, was das Wichtigste im Dienst der Kirche in diesem Land zu sein scheint: ihr kraftvolles Glaubenszeugnis gegenüber der heutigen Generation der Männer und Frauen dieses Volkes angesichts einer zunehmenden Verweltlichung und religiösen Gleichgültigkeit. Dieses Zeugnis möge stets die klare Sprache des Evangeliums sprechen und so einen Zugang zu den Herzen finden, vor allem der jungen Generation. Es ziehe die Jugend an und begeistere sie für ein Leben nach dem Bild des ”neuen Menschen“ und für die verschiedenen Dienste im Weinberg des Herrn.

Mutter Christi, der vor seinem Leiden gebetet hat: ”Vater… alle sollen eins sein“ – wie sehr ist mein Weg durch die deutschen Lande gerade in diesem Jahr mit der drängenden und demütigen Sehnsucht nach Einheit unter den Christen verbunden, die seit dem 16. Jahrhundert getrennt sind!

Kann einer inniger als Du wünschen, daß sich das Gebet Christi im Abendmahlssaal erfülle? Und wenn wir selbst dabei bekennen müssen, mitschuldig an der Spaltung geworden zu sein, und heute um eine neue Einheit in der Liebe und Wahrheit beten, dürfen wir dann nicht hoffen, daß Du, Mutter Christi, zusammen mit uns betest? Dürfen wir nicht hoffen, daß die Frucht dieses Gebetes zur gegebenen Zeit einmal das Geschenk jener ”Gemeinschaft des Heiligen Geistes“ sein wird, die unerläßlich ist, ”damit die Welt glaubt“?

Dir, Mutter, vertraue ich die Zukunft des Glaubens in diesem alten christlichen Land an; und eingedenk der Bedrängnisse des letzten furchtbaren Krieges, der besonders den Völkern Europas so tiefe Wunden zugefügt hat, vertraue ich Dir den Frieden in der Welt an. Unter diesen Völkern möge eine neue Ordnung entstehen, die sich auf die volle Achtung der Rechte einer jeden Nation und eines jeden Menschen in seiner Nation gründet, eine wahrhaft sittliche Ordnung, in der die Völker zusammenleben können wie in einer Familie durch den gebührenden Ausgleich von Gerechtigkeit und Freiheit.

Dieses Gebet richte ich an Dich, Königin des Friedens und Spiegel der Gerechtigkeit – ich, Johannes Paul II., Bischof von Rom und Nachfolger des heiligen Petrus -, und hinterlasse es an Deiner Gnadenstätte in Altötting zum bleibenden Gedenken. Amen.

Altötting, am 18. November 1980.

IOANNES PAULUS PP. II

Heute, am liturgischen Gedenktag des Seligen, erinnern wir uns seiner und bitten ihn um Fürbitte in unseren Anliegen.
Wir danken Gott, daß wir ihn als Vorbild haben durften und nun in ihm einen Fürsprecher im Himmel haben.

Quelle Gebet: http://www.vatican.va/holy_father/john_paul_ii/prayers/documents/hf_jp-ii_19801118_prayer-altotting_ge.html

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