Rosenkranz + Pilgerzeichen

Gebet – Kunst – Geschichte

Den Rosenkranz müsst Ihr mir lassen

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Den Rosenkranz müsst Ihr mir lassen

Eine wirklich geniale Rosenkranzpredigt von Kardinal Meisner. Er hielt sie am Fatimatag im Kölner Dom. Ich kann nur all meinen Lesern empfehlen, sich diese 18 Minuten zu gönnen.


Den ganzen Glauben in einer Hand

Kardinal Meisner hat den Rosenkranz als „eiserne Ration unseres Glaubens im Taschenformat“ bezeichnet. In der Gebetskette sei das Evangelium „in Geheimschrift aufgefädelt“, so der Kölner Erzbischof bei einer Fátimafeier.

Diese Geheimschrift, diese Blindenschrift sei „nur mit betenden Händen zu ertasten“, so Meisner bei dem Pontifikalamt im Kölner Dom am 12.05.2013, das an die Marienerscheinung von Fátima erinnerte.

Jedes Jahr feiert die portugiesische Gemeinde in Köln dieses Fest. Fátima ist der wichtigste Wallfahrtsort in Portugal und einer der wichtigsten der römisch-katholischen Kirche.

„Aus der Diffusion in die Konzentration“

„Nicht Theorien verändern die Welt, sondern brennende Herzen.“ Der Rosenkranz sei eine geistige Reliquie des Herrn, entstanden durch die betenden Hände der Kirche in Jahrhunderten. „Mehr brauchen wir nicht zu glauben und zu leben.“

Der Glaube sei in der Vergangenheit zu oft zu sehr diskutiert und damit verkompliziert worden. Der Rosenkranz verhelfe ihm aus „der Diffusion in die Konzentration. Der Glaube ist ganz einfach, und das wird uns im Rosenkranz geschenkt.“

Er schenke uns „Glauben, Hoffnung und Liebe“, und mehr erwarte Gott nicht von uns. „Im Rosenkranz führt uns die Kirche ins öffentliche Leben Jesu und lässt uns Teilhaben am Sterben Jesu. Wer den Rosenkranz in der Hand halte, halte gewissermaßen den Saum Jesu in der Hand.“ (Auszüge der Predigt zitiert nach Domradio Köln)

Und was gefällt mir so an der Predigt?

Es gefällt mir die Art wie der Kardinal über den Rosenkranz spricht: begeisternd und persönlich. Immer wieder berührt mich die Geschichte der Christen aus Kasachstan, auch wenn ich sie schon kannte. Das Bild, wer den Rosenkranz betet, berührt den Saum Jesu (nach Mk 5,25), finde ich wirklich schön: im „Evangelium am Schnürchen“ beten und betrachten wir das Leben Jesu, ein Kompendium des Glaubens. Und ob wohl Jesus auch eines Tages zu uns sagen wird: „Dein Glaube hat Dich geheilt!“?

 

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