Rosenkranz + Pilgerzeichen

Gebet – Kunst – Geschichte

Der Rosenkranz als Vademecum

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Der Rosenkranz als Vademecum

In meiner Wahlheimat Oberschwaben berichtet eine alte Chronik aus Biberach: „Wer den Rosenkranz nicht getragen hat, den hat man nicht für einen Christenmenschen gehalten.“ (Gislinde Ritz)
Es fällt mir positiv auf, daß der Rosenkranz, der jahrelang ganz aus der Öffentlichkeit verschwunden war, immer häufiger wieder zu sehen ist. Besonderes Verdienst kommt dabei jungen Menschen zu, die ein angenehm unverkrampftes Verhältnis zum Rosenkranz als Schmuck, Symbol und Gebetskette haben.
Kürzlich in Rom hatte ich meinen Spaß daran, die Pilger zur Heiligsprechungsfeier von Johannes XXIII. und Johannes Paul II. dabei zu beobachten, wie sie sich zum Rosenkranz verhalten. Es waren viele Beter zu sehen, wie sie die Perlen durch die Finger gleiten ließen. An Gesicht und Körperhaltung konnte man erkennen, daß sie wirklich ins Rosenkranzbeten vertieft waren.
rosary_prayerAber da waren auch andere, die ihren Rosenkranz einfach nur in der Hand hielten, beim Gehen, Warten, Beten und der Andacht während der Liturgie. Sie zeigten ihn auch, hielten ihn hoch in Momenten des Jubels, des Feierns, bei der Begegnung mit dem Papst. Da ist mir neu aufgegangen, wie vielfältig die Botschaft des Rosenkranzes ist: er ist nicht allein Gebetskette, er ist auch wichtiges Symbol und vor allem ist er für Viele ein unverzichtbares VADEMECUM, ein Immer-dabei, ein „Geh – mit – mir“ im wahrsten Sinne des Wortes.

Der Rosenkranz als Zeichen

Das Wort Symbol (griechisch „symbolon“) in seiner ursprünglichen Bedeutung heißt soviel wie Ausweis, Erkennungszeichen, Beweis. Das religiöse Leben ist voller Symbole, die nur diejenigen zutreffend entschlüsseln können, die den Sinngehalt eines solchen Zeichens kennen. Analog zum Erlernen einer Sprache müssen auch religiöse Symbole erlernt werden.
In der medialen Öffentlichkeit wird der „Code“ nur noch banal verstanden: Rosenkranz = Katholik. Tatsächlich aber ist im katholischen Rosenkranz unser gesamter Glaube „codiert“.
Machen wir uns also an die Entschlüsselung des Rosenkranzes als Symbol.

Genau genommen ist der Rosenkranz kein einzelnes Zeichen, er ist eine Zeichenfolge und jedes seiner Bestandteile steht für eine Fülle an Informationen, die allen Rosenkranzbetern bekannt sind.
perlmuttKreuzDas Kreuz

das Symbol des Christentums schlechthin.
Alles beginnt und endet mit dem Kreuz,
mit Jesus Christus, er allein ist
„das Alpha und das Omega, der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende.“ (Joh. 22,13) Die Spotttafel des Pilatus (INRI) wird zum Siegeszeichen im
I H S = Iesus Hominum Salvator, Jesus, Retter der Menschheit.

Am Rosenkranz ist das Kreuz das Zeichen zum Gebet des CREDO, des Apostolischen Glaubensbekenntnisses, das für sich genommen selbst Symbol für die gesamte christliche Glaubenslehre ist. (Bitte entnehmen Sie Text und Abfolge der Gebete der Anleitung zum Rosenkranzgebet).
In den ersten 400 Jahren des Rosenkranzgebetes war ein „Credokreuz“, also ein einfaches griechisches Kreuz die Markierung für das Credo. CredoJe nach regionaler Sitte bildeten Quasten und / oder Medaillen den Abschluß des Rosenkranzes. Schließlich hat sich das Kruzifix in seiner Bedeutung als Abschluß und Credokreuz weltweit durchgesetzt.

Gloria Patri

Dem Lobpreis des Dreifaltigen Gottes, der kleinen Doxologie, ist kein eigenes Zeichen am Rosenkranz zugeordnet. Man betet es zum Ende jedes einzelnen Abschnitts (analog zum Psalmengebet) in den Zwischenräumen der Gebetsschnur, also an dem Band, der Kette, der Schnur, die alles zusammenhält und auf die alle Gebete des Rosenkranzes aufgereiht sind. Jede katholische Frömmigkeitsübung gilt dem Lobpreis des Dreieinigen Gottes. Das Gloria Patri öffnet und schließt den Kreis jeden Rosenkranzgebetes.

Dann folgt die erste Paternosterperle. Mit ihr beginnt der zweite Teil der Eröffnung, das Glaube – Hoffnung – Liebe – Gebet.

Das Vaterunser ist das wichtigste Gebet der Christenheit, weil Jesus selbst es gelehrt hat. Wir beten seine Worte, folgen seiner Weisung: so sollt ihr beten.
Unmittelbar folgt an den drei kleinen Perlen das Ave Maria, das Gebet der Menschwerdung Gottes durch Maria nach der Schrift. Ein Lobgesang auf die Frau, die uns den Erlöser geboren hat.
GlaubeDas Geheimnis der Menschwerdung bleibt ab jetzt der Grundton des Rosenkranzgebetes, der „basso continuo“ der weiteren Betrachtung. Die ersten Aveperlen  haben dabei eine eigene Bedeutung und werden mit besonderer Aufmerksamkeit gesprochen: sie sind Anruf und Ausrichtung des ganzen Gebetes: Herr, vermehre unseren Glauben, stärke unsere Hoffnung und entzünde in uns die Liebe, damit wir beten, wie es Dir gefällt. Allein im Licht der göttlichen Tugenden bleibt das Gebet „orientiert“, nach IHM ausgerichtet.

Mit der zweiten Paternosterperle beginnt dann der „Ave – Fünfziger“, der eigentliche Rosenkranz. Warum nun ausgerechnet fünf Paternosterperlen und zehn Aveperlen?
In früheren Artikeln habe ich über die Geschichte und allmähliche Entwicklung des Rosenkranzgebetes bis zu seiner heutigen Gestalt berichtet. Hier nur so viel:
Madonna_im_RosenkranzFür Ordensleute und Kleriker war das Beten der 150 Psalmen im Laufe einer Woche seit frühchristlicher Zeit verpflichtend und sie folgten darin Paulus‘ Weisung „Betet ohne Unterlaß“.
Die schriftunkundigen Brüder und Schwestern verrichteten statt dessen die entsprechende Anzahl von Vaterunser – Gebeten und nutzten als Zählhilfe die Paternosterschnur, den Vorläufer des durchstrukturierten Rosenkranzes. Der „Fünfziger“ als der dritte Teil von 150 Liedern im Psalterium blieb bis heute erhalten und spricht darüber hinaus von einem anderen wichtigen Zeichen. Fünf Paternosterperlen leiten die Ave – Zehner zur Betrachtung der Heilsgeheimnisse ein.

Warum fünf? Warum nicht drei, sechs, sieben oder fünfzehn?
So lieb und teuer uns in der katholischen Zahlenmystik die Drei, die Sieben, die Zwölf und die Vierzig sind: fünf Wunden trug unser Herr am Kreuz. Die fünf Paternosterperlen nach dem „Glaube – Hoffnung – Liebe – Absatz“ symbolisieren die fünf Wunden des Erlösers der Welt.
Der SALVATOR MUNDI tritt uns im Rosenkranz entgegen, von seiner Menschwerdung über Verkündigung, Tod, Auferstehung und Verheißung seiner Wiederkunft hinweg. Wir beten ohne Unterlaß das Leben und die Wirklichkeit des Herrn, unser Glaubensbekenntnis. Wir betrachten im Rosenkranz sein Leben und sein heilbringendes Leiden nach der Heiligen Schrift. Im Kompendium des Katechismus steht ganz lapidar zu den Gesätzen:
paternoster_1Rosarium
Mysteria gaudiosa: – Annuntiatio. – Visitatio. – Nativitas. – Præsentatio. – Inventio in Templo. Mysteria luminosa: – Baptisma apud Iordanem. – Autorevelatio (apud Cananense matrimonium). – Regni Dei proclamatio (coniuncta cum invitamento ad conversionem). – Transfiguratio. – Eucharistiæ Institutio.
Mysteria dolorosa: – Agonia in Hortu. – Flagellatio. – Coronatio Spinis. – Baiulatio Crucis. – Crucifixio et Mors.
Mysteria gloriosa: – Resurrectio. – Ascensio. – Descensus Spiritus Sancti. – Assumptio. – Coronatio in Cælo.
(Siehe: Mit der Bibel Rosenkranz beten)
Auch das Gebet der „Zehner“, der Betrachtung der einzelnen Geheimnisse über das Zeitmaß von zehn Ave Maria ist nach der Logik christlicher Zahlenmystik des Spätmittelalters kein „Zufall“: zehn Gebote gab Gott im Alten Bund, von zehn wartenden Jungfrauen hören wir im Evangelium „und siehe, der Bräutigam kommt“, dann die Zehn als Zeichen des Kreises und der Vollendung, auch Grundzahl des Dezimalsystems.

HerzSeit spätestens 1830 wird dieser vollkommene Gebetskranz von einem Mittelstück gehalten, das gewöhnlich in Herzform gestaltet ist.
Einerseits ist das ein Ausdruck der blühenden Herz – Jesu – Verehrung als Gegengewicht zum nüchternen Rationalismus der Aufklärung und des um sich greifenden Militarismus der jungen Nationalstaaten im 19. Jahrhundert. Gleichzeitig ist die Wahrheit im Symbol eingefangen, daß der Katholische Glaube eine „Herzreligion“ ist; „Deus Caritas est“ hat uns Benedikt XVI. erneut und in der Sprache unserer Zeit vor Augen geführt.

Ist auch das Ave Maria Zeitmaß und Begleitmelodie der Betrachtung (der „basso continuo“) im Rosenkranz, so ist doch Maria, die Begnadete, die Liebende während des Gebetes allgegenwärtig: durch ihre Augen, durch ihr Herz üben wir ihren Sohn zu sehen.
An der Hand unserer begnadeten Vorfahrin und in Anbetung und Lobpreis vor Gott dem Vater bestaunen wir das Wunder unserer Erlösung. Hat man die Codierung des Rosenkranzes einmal verstanden, leuchtet unmittelbar ein, daß wir es hier nicht nur mit einem frommen Dekorationsstück unseres Glaubens zu tun haben.

Der Rosenkranz als Vademecum

In einem früheren Artikel habe ich den Rosenkranz die „Privatkapelle in der Tasche“ genannt. Darin ist eine geschichtliche Wahrheit verborgen. Vor Entstehen des Rosenkranzgebetes als kirchlich anerkannte Form der Volksfrömmigkeit gab es kaum Möglichkeiten für das „gemeine Volk“ an der Erlangung von „Gnadenmitteln“ mitzuwirken. Schriftverkündigung und Sakramente lagen in der Hand der Priester. Gnadenbringende Wallfahrten waren halsbrecherische Unternehmungen, die sich Familienväter oder gar Frauen und Mütter unmöglich zumuten konnten. Adelige und Reiche hatten die Möglichkeit Formen privater Frömmigkeit zu kultivieren. Was aber hatte die zum Heil bestimmte Seele der Armen und Rechtlosen?

Da brach mit der Codifizierung und Verbreitung des Rosenkranzgebetes durch die Trierer und Kölner Kartäuser seit 1410 und mit der Gründung der Rosenkranzbruderschaften der Dominikaner ab 1475 ein wahrer Sturm der Annahme dieses Gebetes durch ganz Europa los. Im Gegensatz zu anderen frommen Bruderschaften konnte hier jeder Getaufte Aufnahme finden, auch Frauen, Besitzlose und Menschen ohne Bürgerrecht. Einzige Verpflichtung war das Beten der 15 Gesätze des Rosenkranzes im Laufe einer Woche, wobei die Unterlassung nicht als Sünde angerechnet wurde. Berühmte Heilige und Prediger wie Bernhardin von Siena, Nikolaus von Flüe, später Karl Borromäus und Philipp Neri halfen den Rosenkranz verbreiten und allen voran Dominikaner, Franziskaner und Jesuiten brachten ihn in die „Neue Welt“. Bis heute ist er in der Hand der gläubigen Menschen geblieben im Auf und Ab der Zeit.

rosary_prayer3Der Gegenstand Rosenkranz, der zum Vademecum geworden ist, geht mit uns durch Höhen und Tiefen, war mit uns in unzähligen Messfeiern, auf Pilgerreise und Wanderschaft jeder Art. Wir saßen mit ihm an Kranken- und Sterbebetten und er hat all unsere Gebetsmeinungen gehört, war treuer Begleiter in allem Schweren.

Vielleicht haben wir ihn geschmückt mit Medaillen von Maria und den Heiligen, mit Erinnerungsmedaillen zu besonderen Ereignissen. Die Rosenkränze der Welt sind so individuell und einzigartig wie ihre Besitzer: wenn ich meine alten Rosenkränze anschaue, dann wünschte ich, sie könnten mir von „ihren“ Menschen erzählen. Wir haben unsere Privatkapelle in der Hand, unsere wichtigsten Gebete, Gott Vater, Sohn und Heiligen Geist, das Leben Jesu und seiner Mutter, unsere Heiligen, auf deren Fürsprache wir vertrauen. Last not least, unsere eigene Biographie, unseren eigenen Lebensweg im Glauben. Das ist kein „Amulett“, kein Glücksbringer, kein abergläubischer „Zauber“.  Bis heute ist der Rosenkranz das wichtigste und am meisten geliebte Symbol der Frömmigkeit der Einfachen, des Volkes. Er ist Symbol, er ist ein „Code“, eine Sprache. Unser „Ausweis“, daß wir an Jesus Christus glauben. Der Rosenkranz ist unser Erkennungszeichen, daß wir dazugehören, die Sprache verstehen.

„In seiner Schlichtheit und Tiefe bleibt der Rosenkranz auch in dem soeben begonnenen dritten Jahrtausend ein Gebet von großer Bedeutung und ist dazu bestimmt, Früchte der Heiligkeit hervorzubringen. Dieses Gebet reiht sich gut ein in den geistigen Weg des Christentums, das nach zweitausend Jahren nichts von der Frische des Ursprungs verloren hat und das sich durch den Geist Gottes gedrängt fühlt, »hinauszufahren« ( »duc in altum!« ), um der Welt wieder und wieder Christus zuzurufen, noch mehr ihn »hinauszurufen« : Christus, als den Herrn und Erlöser, als »den Weg, die Wahrheit und das Leben« (Joh 14,6), als »das Ziel der menschlichen Geschichte, der Punkt, auf den hin alle Bestrebungen der Geschichte und Kultur konvergieren« (Gaudium et spes).“
Hl. Johannes Paul II. in Rosarium Virginis Mariae

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6 Kommentare

  1. Ich trage mein „Vademecum“ – am Ringfinger der linken Hand. Die anderen verliere ich zu oft aus der (Mantel-) Tasche.

    • Das ist ein Ehrenplatz, Eugenie.
      Ich brauche das „Perlenspiel“ in der Hand, die „Ankerkette“. Gegen das Verlieren hilft, wenn er schwer ist der Rosenkranz und Krach macht beim Rausfallen… 😉
      Meinem „Immer – dabei“ habe ich einen Klip verpasst, wie ihn die Ordensleute benutzen. So kann ich ihn in den Hosenbund hängen, verborgen unter den Pullis.
      Mein Holzrosenkranz

      • Ehrenplatz, ja so ist das auch gedacht. Hier trägt/trug man Eheringe rechts und Verlobungsringe links. Der Ringfinger meiner linken Hand ist seit noch nicht 30 Jahren nicht mehr frei … (und rechts kann ich keine Ringe tragen).

        • „Verlobungsring“ muss er auch deshalb bleiben, weil ich als schwacher Mensch IMMER, bis zur letzten Sekunde, in Gefahr bin, den mit IHM geschlossenen Bund endgültig zu lösen.
          Nur ER kann die Garantie geben, dass er IMMER treu bleibt. Dazu sind wir zu schwach.

  2. Das ist ja eine Ode an den Rosenkranz! 🙂 Wie dein ganzes blog.

    Wenn ich das alles so lese und ich bin ja nun nicht ganz unbelesen auf dem Gebiet – entdecke ich noch neues und sehe da solch einen Reichtum in einer kleinen Kette…
    Ich verstehe und verstehe und verstehe einfach nicht, wie so viele Menschen den Rosenkranz mit „langweilig“ abtun, aber in wirklicher Verachtung! und sich dann dem chanten buddhistischer Sätze oder den Bedeutungsgebäuden der Kabbala oder irgendeiner esoterischen Zahlen-, Buchstaben-, sonstwas-Lehre zuwenden. Oder auch einfach der Meditation. Warum soll indische, chinesische oder japanische Meditation gut sein und katholische Kontemplation schlecht? Fasse ich nicht.

    • „Ode an den Rosenkranz“, das ist aber ein großes Lob, liebe Huppicke! So würde gelingen, was ich mir gewünscht habe…

      Zu Deiner berechtigten Klage: Ich bin durch seriös buddhistisch gebildete Lehrer geschult worden in jungen Jahren und habe dabei nie meine christlichen Wurzeln verlassen: im Gegenteil, ich habe besser verstanden, was ich tue UND habe besser verstanden, was die Unterschiede sind, die man nicht einebnen kann. Bei mir hat es den Glauben vermehrt!

      Manche Katholiken beschäftigen sich zu sehr mit Dogmatik und Theologie (ohne ausreichendes Rüstzeug) und viel zuwenig mit eigener Reifung und Gebet und Meditation. Dann ziehen sie sofort los zum „Einschüchterungs- und Verteufelungsapostolat“.
      Das Herz muß sich öffnen, nicht in „charismatischer Hysterie“ sondern berührt von „Gott im Windhauch“.

      Die Weisheitswege des Buddhismus, Tao Te King oder Sufismus können uns Vieles lehren über die menschliche Verfassung, über Hindernisse und Irrtümer auf dem Weg zum rechten Beten: darin sehe ich keine Gefahr für einen gefestigten und einigermaßen über den eigenen Glauben gebildeten Katholiken.

      Leider gibt es bei uns mehrheitlich „Scharlatane“, die ihr „Halbverdautes“ als Lehre verkaufen (weil sie sonst nichts gelernt haben…). Treffen „halbseidene“ Christen ohne Wissen, ohne Unterscheidungsgabe auf solche windigen Typen, dann entsteht so ein esotero – synkretistisches Grusel – Geschwurbel: eine Beleidigung gegenüber jeglicher religiöser Praxis.
      Mc-Donalds – Weisheit nenne ich das: kauf Dir am Wochenende im Kurs einen christo – buddhisto – BigMac…
      „Tschiiesuß light“ gibt’s aber auch und Plapperrosenkränze mit Zählliste…
      Warum wollen Katholiken nach hinten kippen? Warum lesen sie Warnungsunsinn und rennen Sehern hinterher? Warum haben sie mehr Meinung als Wissen?

      Der Rosenkranz dagegen ist die „goldene Leiter zum Himmel“: nüchtern und treu gebetet, wie seit 500 Jahren, lehrt er uns, „zu lauschen und des Herzens Ohr zu neigen“ (Benedikt von Nursia). Deshalb liebe ich ihn so. Immer habe ich den Gleichmut und die Liebenswürdigkeit frommer alter Menschen bewundert, Requiem für Johannes Paul II. die ihn beten.
      Mit dieser Gebets- und Kontemplationsform beständig zu bleiben, bewirkt offenbar eine „stabilitas“ im inneren Leben, die empfänglich macht für alle Gnadenmittel der Kirche, die Sakramente, die Gemeinde. Der Rosenkranz fördert eine Lebenshaltung beständiger Dankbarkeit. Und das MUSS man weitererzählen.

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