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Einen Vorsitzenden der Bischofskonferenz

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Einen Vorsitzenden der Bischofskonferenz

Peter Winnemöller die Beantwortung der Fragen, die zu diesem Thema prominenten Katholiken auf Katholisch.de gestellt wurden, an die katholischen Blogger als „Stöckchen“ weiter gereicht. Hier also meine Vorstellungen zu dem Thema:

dbk
Frage 1: Was muss der neue Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz mitbringen, um seiner Aufgabe gerecht zu werden? (Profil)
Die Haupteigenschaften sind persönlicher Mut und Besonnenheit. Mut braucht es, weil in diesem Amt keiner geschont wird und er sicher sein kann, daß er von allen Seiten viel Druck und Kritik aushalten muß. Als „Frontmann“ der katholischen Kirche in Deutschland vor Presse und gesamter medialer Öffentlichkeit wird er immer „die ersten Prügel“ einstecken müssen und da braucht es Gottvertrauen und echte „Nehmerqualitäten“.
Die Lehre der Kirche ist für die „multikulturelle Gesellschaft“ eine Herausforderung, ein steter Stein des Anstoßes und ein wichtiger Beitrag. Der Vorsitzende sollte über besondere Fähigkeiten verfügen, um diese „Anstößigkeiten“ klar und deutlich in den gesellschaftlichen Diskurs einzubringen. „Klare Kante“ (non abbiate paura) wäre mir lieber, als das verklausulierte Erklärungsdeutsch, das man gewohnt ist und das eine unglaubliche Langeweile ausströmt.
Besonnenheit ist selbsterklärend: stabil, vorhersagbar, vermittlungsfähig ohne Selbsaufgabe.

Frage 2: Wo liegen in Ihren Augen die größten Herausforderungen der kommenden Jahre? (Herausforderung)
Meine Stichworte sind: Kohärenz und Konsistenz! Sowohl Lehrinhalte als auch kirchliches Handeln sollten als etwas da stehen, was tatsächlich als die „katholische Position“ erkennbar ist. Der „Wind“ im zunehmend laiizistischen Staat wird schärfer werden und Beifall ist nicht zu erwarten. Da ist mehr Profilschärfung gefragt nach innen und außen und nicht eine verwässerte „Mimikry“ der gesellschaftlichen Dauerkompromisse. Wie wichtig die „katholische Position“ in Zukunft werden wird, zeigt das belgische Gesetz zur Sterbehilfe an Kindern: die Kirche muß politisch handeln und noch eindeutiger als bisher Position beziehen. Institutionen unter kirchlicher Trägerschaft müssen „Lebensschutz – Inseln“ sein, auf die man sich verlassen kann.

Frage 3: Wenn Sie stimmberechtigt wären, wen würden Sie im März wählen? (Kandidat)
Meine erste Präferenz wäre Bischof Hanke aus Eichstätt, weil er durch und durch von der Benediktregel geprägt ist und aufgrund der menschlichen Fähigkeiten, die ich an ihm beobachte. (Geistige und geistliche, menschliche Qualitäten im Vordergrund.)
Meine zweite Präferenz wäre Kardinal Woelki, weil er das rauhe Hauptstadtklima mit allen Implikationen gut auszuhalten scheint und sich nicht vor medialen Auseinandersetzungen scheut. Zudem hat er als Kardinal den „heißen Draht“ nach Rom. (Politische Qualitäten im Vordergrund).

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