Rosenkranz + Pilgerzeichen

Gebet – Kunst – Geschichte

Es gibt noch Zeichen und Wunder…

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Es gibt noch Zeichen und Wunder…

Wolf Biermann im Deutschen Bundestag zum „elenden Rest“:


Bei seiner Ausbürgerung 1976 war ich fünfzehn Jahre alt und es war der Anfang vom Ende der DDR Diktatur (und btw. es begann der Katzenjammer der DDR – System – Fans im Westen).
Wer „Die Ermutigung“ nicht kannte seinerzeit, der nahm nicht am politischen Leben teil.

So, und jetzt nehmen wir alle unser Popcorn und sehen uns in Ruhe an, wie das nun öffentlich zerbissen und zerkaut wird: ungeschehen macht Ihr es nicht!

Eh‘ ich was singe, was nicht ist…

In unserem seifenglatten und in „political correctness“ eingelullten öffentlichen Diskurs mit seinen verordneten Feindbildern und den vielen Überangepassten, ist es eine Erholung, wenn man etwas Authentisches und biographisch Gestütztes hören darf.

UPDATE 8.11.2014

Wer an diesem sonnigen Novembersamstag Lust hat, sich mit SED/Die Linke – gelenkter Propaganda zur Vernichtung einer Person, also der nach wie vor existierenden Niedertracht der Schergen zu beschäftigen, der lese JETZT die zu Biermanns Auftritt erschienenen Artikel, noch wichtiger aber die Kommentarspalten, die voller Statements der SED – Lohnschreiber sind. Man erkennt sie an der Diktion, die voll und ganz den Anweisungen des Stasi – Handbuches unter der Anleitung „ZERSETZUNG“ folgt:
DDR – Wissen, Zersetzung. Lesen Sie die Richtlinie 1/76
Sie haben’s noch drauf, die Brüder, der „elende Rest“. Ein Lehrstück für die Jüngeren unter uns, die diesen zweiten Unrechtsstaat auf deutschem Boden nur vom Hörensagen kennen!

UPDATE 9.11.2014

„Bethanien bloggt“ mit einem guten Artikel zum Mauerfall: Ermutigung

Matthias und Tine Stork

„Matthias Stork aus Herford-Stiftberg zu Gast. Der Pfarrer berichtete von seiner Inhaftierung durch die Staatssicherheit in der früheren DDR.
Stork, Jahrgang 1956, Sohn einer evangelischen Pfarrersfamilie, aufgewachsen in der ehemaligen DDR, ging auf einer Havelinsel bei Potsdam zur Schule. Danach absolvierte er eine Buchhändlerlehre in Berlin und Leipzig. Im August 1976 schließlich konnte Matthias Storck nach einer Sonderprüfung an der theologischen Fakultät Greifswald, sein lang ersehntes Studium beginnen.

 Während dieser Zeit protestierte er in Liedern und Gedichten gegen die Einführung und das Lehren des Wehrkundeunterrichts an den Schulen. So geriet er in den 70-er Jahren in das Räderwerk des SED-Staates.

Auch gegen führende Herren der Kirchenleitung in der DDR (Manfred Stolpe, Bischof Schönherr) vertrat er vehement seine Meinung und verstummte nicht.  Es war seine große Ablehnung gegen diese Lehre, die ihn dann in den Knast führte.

„Ausgerechnet ein befreundeter Pfarrer hat mich 1979 an die Staatssicherheit verraten“, so Stork. Er wurde in Greifswald auf offener Straße verhaftet „wegen landesverräterischer Agententätigkeit mit Fluchtversuch“.

Die Anklage und Verurteilung fand im Cottbuser Gefängnis statt. Die Zelle 213 war dann für 14 Monate lang Matthias Storks unfreiwillige Unterkunft. Wie etliche andere auch, wurde er schließlich im Dezember 1980 durch den Rechtsanwalt Vogel von der Bundesregierung aus der Haft freigekauft  und aus Gefängnis und Staatsbürgerschaft der DDR zusammen mit seiner Frau entlassen.

Im Wintersemester 1981/82 setzte Stork  sein Theologiestudium an der Universität Münster fort, wo er auch als Vikar weiter arbeiten konnte.      

Seit 1988 ist er als Pfarrer in Ostwestfalen, jetzt in der Herforder Mariengemeinde, tätig. Matthias Stork schrieb inzwischen mehrere Bücher die alle im Buchhandel erhältlich sind.  Eines trägt den Titel „Karierte Wolken“. Darin zitiert er Psalm 126/1.2: „Wenn der Herr die Gefangenen Zions erlösen wird, so werden wir sein wie die Träumenden. Dann wird unser Mund voll Lachens und unsere Zunge voll Rühmens sein’’.“ Neue Westfälische

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Ein Kommentar

  1. Lesenswert die kurze Anmerkung zu Biermanns denkwürdigem Erscheinen bei
    „Theoblog“: Drachenbrut

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