Rosenkranz + Pilgerzeichen

Gebet – Kunst – Geschichte

Falsche Anleitung zum Rosenkranzbeten

| 12 Kommentare

Die falsche Anleitung zum Rosenkranzbeten verbreitet sich via Internet / TV

Fundort: Wiki commons Abbildungen

Der Fehler

Diese „Schematische Darstellung des Rosenkranzgebetes“ (sieht für meine Augen etwas nach „Linkshirndominanz“ aus…) wurde 2010 von einem „Iesaiah“ ins Netz gestellt und enthält folgende kardinalen Fehler:

– Es werden die „Lichtreichen Geheimnisse“ aus „Rosarium Virginis Mariae“ von 2002 als Information unterschlagen.

– Es wird so getan, als sei das „Remitte“ (Fatimagebet „O mein Jesus“) als Bestandteil des Rosenkranzgebetes üblich oder gar geboten.

Bereits in früheren Artikeln habe ich auf diesen Mißstand hingewiesen:

„Evangelium am Schnürchen“ in Gefahr und Von der Dummheit mancher „Spezialisten“

Die Klarstellung

Bei dem Rosenkranzgebet der Römisch – Katholischen Kirche, wie es sich seit dem 15. Jahrhundert entwickelt hat und vom Lehramt gefördert wird, handelt es sich um eine christozentrisch – kontemplative Gebetsweise, um DIE Leben – Jesu – Betrachtung nach der Heiligen Schrift. Sie hat eine solche Kraft, daß selbst Kleriker, die das Stundengebet und die Feier der Eucharistie täglich zur Verfügung haben, ihr Gebetsleben durch das Rosenkranzgebet ergänzen und bereichert finden.

Es ist ganz dezidiert KEIN marianisches Gebet, auch wenn die Worte des Engels an Maria bei der Verkündigung und der Gruß Elisabeths beim Besuch Marias in der Wiederholung den Rahmen für die Wiederholung des Namens Jesu mit dem jeweiligen „Geheimnis“ bilden.

Die dem Ave angefügte NICHT BIBLISCHE Bitte des Bernhardin von Siena: „Heilige Maria Mutter Gottes, bitte für uns Sünder, jetzt und in der Stunde unseres Todes“ enthält alles, was an persönlicher Fürbitte sinnvoll, nützlich und wünschenswert ist. Die Anfügung einer weiteren Bitte (Fatima – Gebet, „Remitte“) ist eine private Angelegenheit und gehört NICHT zum Rosenkranzgebet der Kirche.

Im Rosenkranz beten und betrachten wir Glaubenswahrheiten, die biblisch begründet sind!

Privatoffenbarungen, selbst wenn sie kirchlich anerkannt sind (Nihil Obstat – nichts spricht dagegen), gehören NICHT zu den Glaubenswahrheiten, sind NICHT römisch – katholische Lehre.

Ein Zitat:

„Eben dies wird im  KKK, dem „Katechismus der Katholischen Kirche“, auch als sog. „Weltkatechismus“ bekannt, ausdrücklich erklärt. Dort heißt es unter Nr. 67:

“Im Laufe der Jahrhunderte gab es sog. “Privatoffenbarungen”, von denen einige durch die kirchliche Autorität anerkannt wurden. Sie gehören jedoch nicht zum Glaubensgut.”

Das bedeutet: Anerkannte Privatoffenbarungen sind nicht “nur” keineswegs unfehlbar (also kein Dogma), sie gehören nicht einmal zum „depositum fidei“, sind also kein Bestandteil des (hinterlegten, überlieferten) “Glaubensgutes”. Daher gehören  sie nicht zu den katholischen Lehraussagen und sie sind kein Inhalt offizieller kirchlicher Verkündigung.

Wie steht es vergleichsweise mit den  – nicht wenigen  –  kirchlich klar abgelehnten „Erscheinungen“, die ausdrücklich als „nicht übernatürlich“ verurteilt wurden?

Es ist Katholiken  – und vor allem Priestern  –  nicht erlaubt, an derartige „Visionen“, „Botschaften“ etc. zu glauben, zumal diese in einem meist langwierigen Untersuchungsverfahren geprüft und für verwerflich oder zumindest unzuverlässig befunden wurden  –  mitunter wurde auch die Unglaubwürdigkeit der sog. „Seher“ festgestellt. Die Kirche wünscht nicht, daß man solchen „Privatoffenbarungen“ anhängt, zumal die christliche Botschaft  durch Aberglaube und wundersüchtige Leichtgläubigkeit der Lächerlichkeit ausgesetzt würde.“ (Privatoffenbarungen und die Haltung der Kirche gut erklärt)

Was der Sel. Johannes Paul II. sagt

Zu allen Zeiten gab es Übertreibungen und Frömmigkeitsformen, die sich im Volk entwickelt haben, die vom Kern der Offenbarung wegführten und falsche Akzente in der Volksfrömmigkeit setzten. Das Lehramt hat sich dagegen immer wieder korrigierend behaupten müssen: zuletzt hat das Papst Johannes Paul II. in seinem Lehrschreiben über den Rosenkranz getan: Rosarium Virginis Mariae . Er stellt klar und betont, daß Sinn und Zweck des Rosenkranzbetens die „Leben – Jesu – Betrachtung“ war und ist.

Wenn dieser Papst, der sein Leben der Muttergottes geweiht hat und das „Totus Tuus“ als Wahlspruch führte, sich aufgerufen fühlte, ein berichtigendes Lehrschreiben zum Rosenkranzgebet herauszugeben, dann sollten auch „große Marienfromme“ ihn hören. Ich selbst gehöre zur Rosenkranzbruderschaft  „Rosenkranz – Sühnekreuzzug“ und höre die Botschaften aus anerkannten Privatoffenbarungen, das ist jedoch meine PRIVATSACHE.

Der wahre Rosenkranz römisch – katholischer Tradition

Es ist hier NICHTS gesagt gegen die private Frömmigkeit des Einzelnen. Es ist jedoch objektiv falsch, wenn Inhalte von noch so ehrwürdigen und wunderbaren privaten Offenbarungen (Guadalupe, Lourdes, Fatima) „von hinten durch die Brust ins Auge“ im Rosenkranzgebet „eingeschmuggelt“ und auf eine Stufe mit Gebeten gestellt werden, die ein Kompendium des echten „depositum fidei“ darstellen:

Trinitätsformel, Credo, Vaterunser, Kurzformel Doxologie, Ave Maria (biblischer Teil).

Ich habe großen Respekt vor der Verkündigungskraft des Rosenkranzgebetes und daher ärgert mich die Willkür, mit der man ihn teilweise „behandelt“ (aus dem anglo – amerikanischen Raum herübergeschwappt u.a. über EWTN und K-TV verbreitet). Neuerdings wird zu dem Fatimagebet auch noch ein „Frau aller Völker“ – Gebet eingeschoben (kürzlich beim Rosenkranz in einer Nachbargemeinde erlebt…). Ich beobachte das seit wenigen Jahren, vor 2005 war mir dieses Phänomen nur aus den USA bekannt: Die im Internet ständig neu auftauchenden „Rosenkranz“ – Devotionen sind ein Ärgernis und stellen eher eine Gefahr, denn eine Bereicherung für den ECHTEN Rosenkranz der römisch – katholischen Tradition dar.

Aufgrund des Gesagten votiere ich mit aller Entschiedenheit dafür, daß man das Rosenkranzgebet in korrekter Form anleitet und weiterverbreitet und seriös und aufrichtig unterscheidet zwischen Glaubenslehre und Privatoffenbarung. Es läßt sich ja auch nicht jeder „Hans und Franz“ mal eben einen neuen Psalm einfallen und fügt ihn dem Stundengebet hinzu.

Wer also das Rosenkranzgebet WIRKLICH liebt, der bleibt genau und bei den Tatsachen! Der Klerus (die Orden) hütet „sein“ Stundengebet, das „gläubige Volk“ sollte „seinen“ Rosenkranz hüten und rein erhalten.

Hier finden Sie die korrekte Anleitung zum Rosenkranzbeten: Anleitung

Die romanische Betweise

Die romanische (also in Italien) geübte Form unterscheidet sich nur darin, daß das jeweilige „Geheimnis“ nur einmal am Anfang jeden Gesätzes genannt wird. Man vertraut darauf, daß der Beter in der Betrachtung fortfährt, ohne Wiederholung des „Geheimnisses“. Johannes Paul II. bevorzugte die deutschsprachige Form, passte sich jedoch in der Praxis den italienischen Gepflogenheiten an. Beide Formen haben Vor- und Nachteile, darüber können sich Erfahrene austauschen. Eindeutig und klar ist jedoch auch in der „romanischen Form“ die „Leben – Jesu – Betrachtung nach der Schrift“.

12 Kommentare

  1. Vielen Dank für diese Klarstellung. Ich habe sehr schlechte Erfahrungen mit einem „Babyrosenkranz“ gemacht und wurde, nachdem ich darüber geschrieben hatte von den Machern angegriffen. Der Wunsch seine Kreativität auszuleben sollte immer hinter den nicht ohne Grund approbierten Texten zurückstehen, sonst haben wir schnell einen Mischmasch aus katholischer Religion und Esoterik, in der sich jeder völlig unkritisch auf seine Inspiration beruft wie das in der Esoterik üblich ist.

  2. Danke für Ihren Kommentar! Ja, der „freestyle – Katholizismus“ greift in allen Lagern massiv um sich. Ich finde es wichtig, daß man hie und da auch die echten „basics“ lesen kann. Jedenfalls ich bemühe mich darum, zwischen den gegebenen Fakten und meiner Meinung oder „Inspiration“ zu trennen. Diesen „Babyrosenkranz“ halte ich für schwer grenzwertig und mit „Embryonen – Rosenkranz“/Medjugorje (http://bosnienheute.wordpress.com/2010/05/13/tourismus-in-gottes-wille/) für absolut indiskutabel – der Klerus müsste eigentlich einschreiten. Hier ist Treffendes gesagt: http://charismatismus.wordpress.com/category/rosenkranz-der-ungeborenen/
    Ein ungeklärter, theologisch falscher Mystizismus ist, wie Sie sehr richtig sagen, von Esoterik – Wirrwarr nicht zu unterscheiden: Heidnische Kulte, die Maria, alle Heiligen „benutzen“ – siehe „Santa Muerte“ in Mexico. Es ist einfach unseriös und irreführend, jede Form der Volksfrömmigkeit zum Glaubensgut zu stilisieren.

    Liebe Grüße,
    die Ankerperlenfrau!

  3. Grüß Gott!

    Ich bin nicht so lange im katholischen Glauben, und so bin ich Ihnen sehr dankbar für ihre wunderbare Aufklärung über den Rosenkranz!

    Und da ich nun nicht so lange katholisch bin, ist mir etwas unklar: Die Erscheinungen in Fatima sind von der Kirche bekanntlich anerkannt, was selbstverständlich nicht bedeutet, dass man diese Privatoffenbarung annehmen müsste. Da ich aber daran glaube und irgendwo im Internet gelesen habe, dass die Fatima-Erscheinung den Wunsch geäußert habe, dass das Gebet „O mein Jesus …“ im Rosenkranzgebet mitgebetet werden soll, so möchte ich Sie fragen, ob das wahr ist! Denn oft tummeln sich nun mal auf den Websiten erscheinungssüchtiger Geschwister ungemein viele falsche Informationen.

    Im Voraus schon mal herzlichen Dank für die kommende Beantwortung meiner Frage!

    Ein gesegnetes Auferstehungsfest wünsche ich Ihnen!

  4. Grüß Gott Stjepan,
    das freut mich, daß Sie hier Gutes für sich finden.
    Im persönlichen Gebet würde ich es an Ihrer Stelle genauso machen, wie es Ihnen Ihr Herz befiehlt.
    Mein Plädoyer hier betrifft mehr das „öffentliche“ Rosenkranzbeten in der Kirche, der Gemeinde. Da sollten wir nur beten, was zum Kanon des Glaubens FÜR ALLE gehört. Ich bin sicher, daß die Gottesmutter will, daß wir für alle Sünder beten. Und das tun wir seit vielen hundert Jahren mit „Heilige Maria Mutter Gottes, bitte für uns Sünder, jetzt und in der Stunde unseres Todes.“ Ich persönlich finde in dem „uns Sünder“ jeden Menschen wieder, dem die Barmherzigkeit Gottes versprochen ist. Ich bin sicher daß die Mutter unseres Herrn am besten weiß, wer die Fürbitte, den Beistand der Heiligen am meisten braucht.

    Da ich mir sehr wünsche, daß das Rosenkranzgebet wieder mehr Eingang in unser Gebetsleben findet, plädiere ich dafür, es genauso zu lehren, wie es die Kirche schon vor der Erscheinung von Fatima gebetet hat. Was kann größer sein, als den Weg des Erlösers nach der Schrift zu betrachten? Was hat mehr Halt und Glaubensvertiefung gebracht als dieses aus der Volksfrömmigkeit gewachsene Gebet?

    Wunderschön finden Sie das dargelegt im Apostolischen Schreiben „Rosarium Virginis Mariae“ von Johannes Paul II.

    Ihnen für Ihren weiteren Weg alles erdenklich Gute und Gottes Segen,

    Die „ankerperlenfrau“

  5. Grüß Gott!

    Ich danke Ihnen ganz herzlich!

    In meiner Gemeinde wird das „O mein Jesus“ auch immer in den traditionellern Rosenkranz eingefügt. Wenn ich den Rosenkranz alleine bete, füge ich dieses Gebet meistens nicht ein, weil ich das Gefühl habe, dass es einfach nicht hineingehört.

    Unter „uns Sünder“ im Ave Maria habe ich das auch immer so verstanden, wie Sie schreiben.

    {…}
    Gott segne Sie!

  6. Hallo Stjepan,

    es ist immer besser, wenn man sich nicht „Anti“ einer Sache definiert, sondern eine Haltung des „Für“ einnimmt. Damit folgen wir dann mehr der Weisung Jesu, wie er sie im Gleichnis von Weizen und Tollkraut (Matthäus 13, 24–43 ) gegeben hat.

    Ich trete hier FÜR den Rosenkranz Unserer Lieben Frau, FÜR das Rosenkranzgebet der Kirche ein.

    Alles Gute für Sie,
    die Ankerperlenfrau

  7. Die Ausführungen berufen sich u.a. auf das Apostolische Schreiben des Sel. Johannes Paul II. „Rosarium Virginis Mariae“. Man sollte das Schreiben allerdings vollständig lesen. Denn dort heißt es:

    „Das abschließende Stoßgebet

    35. Nach der geläufigen Praxis des Rosenkranzgebetes folgt auf die trinitarische Schlußformel ein Stoßgebet, daß je nach Gewohnheit verschieden ist. Ohne etwas vom Wert dieser Anrufungen wegnehmen zu wollen, scheint es angebracht zu betonen, daß die Betrachtung der Geheimnisse ihre ganze Fruchtbarkeit besser entfalten kann, wenn darauf geachtet wird, daß jedes Gesätz mit einem Gebet endet, das darauf ausgerichtet ist, die besonderen geistlichen Früchte aus der Betrachtung des jeweiligen Geheimnisses zu gewinnen. In diesem Sinn wird das Rosenkranzgebet noch wirksamer in Verbindung zum christlichen Leben stehen. So schlägt es ein schönes Gebet aus der Liturgie vor, welches uns einlädt, durch die Betrachtung der Geheimnisse des Rosenkranzes das »nachzuahmen, was sie enthalten und zu erlangen, was sie verheißen«.

    Das abschließende Gebet kann, wie bereits üblich, legitimerweise vielfältige Formen annehmen. So paßt sich das Rosenkranzgebet auch an die unterschiedlichen geistlichen Traditionen in den verschiedenen christlichen Gemeinschaften an. In dieser Perspektive ist es wünschenswert, daß die besten Formulierungsvorschläge mit gebührender pastoraler Klugheit Verbreitung finden. Dazu sind die Erfahrungen in marianischen Zentren und Wallfahrtsorten dienlich, in denen dem Rosenkranz ein besonderer Stellenwert zukommt, so daß sich das Volk Gottes des ganzen echten geistlichen Reichtums erfreuen und daraus Nahrung für die eigene Betrachtung erlangen kann.“

    • Sie haben sehr gut gelesen: “ So schlägt es ein schönes Gebet aus der Liturgie vor, welches uns einlädt, durch die Betrachtung der Geheimnisse des Rosenkranzes das »nachzuahmen, was sie enthalten und zu erlangen, was sie verheißen«“.
      Das in der falschen Anleitung geforderte „Remitte“ stammt NICHT aus den liturgischen Texten sondern aus einer Privatoffenbarung, die nur für jene einen guten Zweck erfüllt, die daran glauben.

      Die Liturgie enthält NUR Texte, die allgemeines Glaubensgut (also katholische LEHRE) sind. Bitte die Unterschiede nicht verwischen!

      Zudem handelt es sich bei der Bitte für die Sünder um eine unnötige Dopplung, denn wir beten bereits nach jedem AVE : „Heilige Maria Mutter Gottes Bitte für uns Sünder, jetzt und in der Stunde unseres Todes“ – dem gibt es, auch in den Augen der Gottesmutter, nichts hinzuzufügen! Sie will, daß wir für die Sünder beten und wir tun es seit 500 Jahren im Rosenkranz unserer lieben Frau.

      Das Rosenkranzbeten ist eine wichtige Sache und sicher haben Sie Verständnis für mein Plädoyer für eine „Reinerhaltung“. Ich spreche hier aus der bitteren Erfahrung, daß Menschen um den Gewinn dieses Gebetes gebracht werden, weil sich eine bestimmte Art der Marienfrömmelei (entschuldigen Sie das harte Wort, aber es muß einmal gesagt werden) sich seiner BEMÄCHTIGT hat. Was einer privat tut, hat er alleine zu verantworten. Was einer im Raum der Kirche tut (z.B. öffentlich zum Rosenkranzbeten anleiten), das sollte er in Übereinstimmung mit dem Lehramt tun! Wer den Rosenkranz fördern will, der lehrt ihn so rein und nüchtern wie möglich.
      Der „Fatima – Rosenkranz“ gehört in die marianischen Gemeinschaften und ist dort eine würdige Devotion. DER Rosenkranz „Unserer Lieben Frau“ gehört in das Frömmigkeitsleben in unseren Kirchen und zwar UNVERÄNDERT.

      Mit freundlichen Grüßen und Dank!

  8. Liebe Ankerperlenfrau,

    auch wenn meine Anfrage als Angriff rüberkam, ich kann Ihnen bzgl. des hier Gesagten nur zustimmen. Gruß vom Windlicht.

    • Lieber Windlicht,

      Danke, für die Rückmeldung und herzlich willkommen hier. Ich setze den Link zu der Diskussion, dann wissen auch die Leser hier, worum es ging.
      http://charismatismus.wordpress.com/2014/03/06/warum-der-fatima-zusatz-nicht-zum-eigentlichen-rosenkranzgebet-gehort/
      Für mich ist es fast wichtiger, von Gläubigen zu erfahren, warum sie NICHT Rosenkranz beten, als zu wissen, wer es wie und warum tut. Von den Betern ohne Rosenkranz erfährt man, was sie vertrieben hat. Für das Vertreiben müssen wir Verantwortung übernehmen (nicht nur beim Rosenkranz). Mein Ziel ist es, eine alte und ungeheuer kostbare Gebetsform unverfälscht und in all ihrer schlichten Klarheit weiterzugeben. Ich bin (meistens) nicht GEGEN etwas, wenn jedoch eine kostbare Antiquität „zugedeckt“ und verhängt wurde, dann darf man sagen: räumt da mal etwas frei – was Du ererbt von Deinen Vätern, erwirb es, um es zu besitzen: jede Generation muß die Perlen selbst hüten.
      Liebe Grüße

  9. Es sind nur drei Rosenkränze in dem Schema aufgeführt, aber es ist deswegen nicht falsch, weil darüber steht, daß es sich um die Bekantesten handelt, was bedeutet, daß es eben noch weitere gibt, die aber nicht so bekannt sind.

    Die Dominikaner tragen an ihrem Gürtel einen Rosenkranz, den sie „ganzen Rosenkranz“ nennen und der nicht 5 sondern 15 Geheimnisse enthält: das sind die der drei „bekanntesten“ Rosenkränze.

    • Sie sprechen vom „Psalter“, dem Rosenkranz seit 500 Jahren: auch Redemptoristen und andere Ordensgemeinschaften tragen (trugen) eine „Ankerperlenschnur“ mit den klassischen 150 Perlen bis 2002. Das ist „DER Rosenkranz“ der Kirche. Was wir „Rosenkranz“ nennen, der „Fünfziger“ ist genau genommen ein Drittel des „Psalters“ und die historischen Rosenkranzbruderschaften verpflichteten ihre Mitglieder zum Gebet der 150 Gesätze mit den 15 Geheimnissen im Laufe einer Woche; Analog zum Psalmengebet (150) der Geweihten im Lauf einer Woche. „Bekannt“ ist da nicht ganz das richtige Wort: da gibt es ein klares Alleinstellungsmerkmal aus der Tradition der römisch-katholischen Kirche, es ist DER Rosenkranz, den wir meinen, wenn in der Kirche von „Rosenkranz“ gesprochen wird. Siehe auch Erklärung in: http://rosenkranzbeten.info/rosenkranzbeten/anleitung-rosenkranzgebet/

      Soviel in Eile.

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