Rosenkranz + Pilgerzeichen

Gebet – Kunst – Geschichte

Frau aller Völker – ein Gnadenbild?

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Frau aller Völker – ein Gnadenbild?

Andachtsbild von 1951/63

Andachtsbild von 1951/63

Seit vielen Jahren fällt mir immer wieder das Bild
„De Vrouwe van alle Volkeren“ – Frau aller Völker
in die Hände. Mal liegt es in Kirchen und Kapellen aus, mal fällt es einem aus einem kircheneigenen Gotteslob entgegen. Schon als junger Mensch war ich irritiert von dem Bild, weil es nicht Jesus sondern eine Frau mit strahlenden Wundmalen am Kreuz zeigt. Man nimmt das am Rande wahr, wundert sich und legt es wieder weg.
Vor kurzem – bereits im Jahr des Glaubens – erlebte ich, wie ein seltsames Gebet nach jedem Gesätz des Rosenkranzgebetes aufgetaucht ist: „…die Frau aller Völker, die einst Maria war…“.
Ich konnte nicht glauben, daß diese Merkwürdigkeit wirklich in einer Kirche gesprochen wird und fing an zu recherchieren, was es damit nun wirklich auf sich hat.

Rückseite Andachtsbild 1963

Rückseite Andachtsbild 1963

Es handelt sich um ein Abbild der Gottesmutter, wie sie eine Holländerin namens Ida Peerdemann zwischen 1945 und 1959 in ihren Visionen gesehen haben will. Das Bild findet in den letzten Jahren (seit dem Tod der „Seherin“ 1996) enorme Verbreitung, die hauptsächlich von einem Pater Paul M. Sigl, der eine Gruppierung „Familie Mariens“ anführt, „promotet“ wird. Es finden internationale Gebetstreffen mit prominenten Gästen statt und man spricht von einer „notwendigen Weltaktion“.

Brisant an der Sache ist, daß unter massivem Einsatz klassischer und neuer Medien ein fünftes (das wichtigste, wie es heißt) Mariendogma gefordert wird: „Maria Miterlöserin“.
Spätestens bei diesem Ziel verläßt die Kampagne den Raum der privaten Erscheinungsfrömmigkeit und ich bin als Katholikin „alarmiert“. Ich darf einen früheren Artikel zitieren:

Schon dann, wenn wir es (Anm. Das Wort „Miterlöserin“) auf die heilige Mutter des Herrn übertragen, müssen wir gewissenhafte und sorgfältige Abgrenzungen gegen Mißverständnisse vornehmen und klar herausstellen, was die Ehrenbezeichnung sagen will und was nicht. Sie will nicht sagen, daß das Tun und Leiden Marias rangebenbürtig neben dem Tun und Leiden ihres göttlichen Sohnes stehe. Es ist nur  e i n  Mittler zwischen Gott und den Menschen, der Mensch Jesus Christus. Es ist nur einer die Quelle aller Heiligkeit, der Gottmensch Jesus Christus; es ist nur ein Lamm Gottes, das hinwegnimmt die Sünden der Welt; nur ein Leib, der unsere Seele bewahren kann zum ewigen Leben; nur ein Name, in dem wir selig werden können.“

Ida Peerdemann † 1996

Ida Peerdemann
† 1996

Obwohl die kirchliche Anerkennung der „Erscheinungen“ stets versagt blieb, versuchte man es immer wieder und 2002 gab der Ortsbischof ohne Abstimmung mit der Glaubenskongregation nach und erklärte die „Übernatürlichkeit“ des Phänomens. Das Verbot der Glaubenskongregation das „Frau aller Völker“ – Gebet mit dem fragwürdigen Satz „…die einst Maria war“ zu Andachtszwecken zu nutzen, wird ignoriert und es wird weiterhin der zweifelhafte Text ohne die vorgeschlagene Änderung verbreitet und gesprochen.

Eine sehr gute Zusammenfassung aller Ereignisse um diese „Erscheinungen von Amsterdam“ hat Prof. Manfred Hauke in „Sedes Sapientiae Mariologisches Jahrbuch, 16 (2012) Bd. 2, Herg. Prof. Dr. Manfred Hauke, Dr. German Rovira, Prof. Dr. Johannes Stöhr, Kisslegg 2012 geliefert. Den Artikel können Sie hier als PDF lesen:
Manfred Hauke, Frau aller Völker

Ich beschränke mich darauf, auf das sogenannte „Gnadenbild“ einzugehen. Nach meiner Einsicht ist es ein Bild, das mit der Bildtradition (Ikonographie) der Katholischen Kirche bricht und höchst zweifelhafte Glaubensinhalte vermitteln will.

Sakramentar von Lorsch um 1000 n. Chr.

Sakramentar von Lorsch
um 1000 n. Chr.

1. Die Frau am Kreuz?

Die christliche Ikonographie zeigt Maria durch die Jahrtausende ausschliesslich als „Mater Dolorosa“ u n t e r  und  n e b e n dem Kreuz. Sie steht alleine, mit Johannes oder wechselnden Personen am Fuß des Kreuzes und bleibt damit für den Betrachter in der „menschlichen Sphäre“ und erleidet als  leibliche Mutter und mitfühlender Mensch Passion und Tod ihres Sohnes. Die innigste Nähe zwischen Maria und Jesus zeigen Abbildungen mit dem Säugling oder Kind Jesus und dann die „Beweinung Jesu“ in der Pieta, dem traditionellen Vesperbild. Niemals jedoch „verschmelzen“ die beiden Personen in eins.

Bilder, die der Anbetung des Herrn und der Verehrung der Heiligen dienen, wurden in der römischen Tradition weniger streng observiert, als in der byzantinischen. Dennoch wurden ikonographisch fragwürdige oder im Sinne des „depositum fidei“ irreführende Bilder nicht zugelassen bzw. bald entfernt. Unter Auslassung des Gekreuzigten ein Kreuz mit Maria darzustellen, die zudem noch Wundmale trägt, aus denen Strahlen hervorbrechen, halte ich für eine glaubensgefährdende Verzerrung der (Glaubens-) Wahrheit.
Die Anlehnung der Frauenfigur an das Vorbild der „Wunderbaren Medaille“ bewerte ich in diesem Kontext geradezu als Täuschungsmanöver: es wird ein bekannter und im Glauben angenommener Inhalt (letztlich auch ein Bild der „Immaculata“) in einen falschen Kontext gestellt. Und was ist ausgesagt, wenn es heißt, die Frau auf dem Bild sei mit dem Lendentuch des Gekreuzigten umgürtet?
Symbole / Embleme müssen stimmen. Man kann sie nicht willkürlich wählen und dabei inkauf nehmen, daß Falsches geglaubt wird: Maria war n i c h t stigmatisiert und sie war nicht e i n s mit Gott im Opfertod des Gottessohnes. Den Erlösertod am Kreuz ist Jesus Christus, der Menschensohn gestorben mit allen Implikationen die dieses Opfer für unsere Erlösung bedeutet.

Reliquienkreuz mit Mater Dolorosa 18. Jahrhundert alpenländisch

Reliquienkreuz mit Mater Dolorosa
18. Jahrhundert
alpenländisch

Der Typus „Maria steht am Kreuzesstamm“ ist ungefähr 300 Jahre alt und entstand im alpenländischen Raum aus der technischen Notwendigkeit bei der Herstellung von Schnitzwerk und Wegkreuzen. Dargestellt ist Gott Vater (mit Weltkugel in der Hand!) mit dem Heiligen Geist über dem Kruzifixus.

Maria steht als „Mater Dolorosa“, deren Herz das Schwert durchdrang (Weissagung des Simeon) am Fuß des Kreuzes. (Bild anklicken zum Vergrößern)

Die Bildaussage der „Maria am Kreuz“ ist dem künstlerischen Tun geschuldet und definiert keine Glaubensaussage. Diese Darstellung der Volksfrömmigkeit hat sich in Herrgottswinkeln, Wallfahrtskirchen und Wegkreuzen sehr lange gehalten, w e i l sie ikonographisch zu dem, was wir glauben, stimmt.

Maria Mediatrix 50er Jahre 20. Jahrh.

Maria Mediatrix
50er Jahre 20. Jahrh.

Mir liegt hier eine Postkarte aus den frühen 50er Jahren vor, wo sich die Relationen bei dem Bildtypus bereits auf ungute Art verschieben: Die Bildunterschrift zeigt schon den Begriff „Maria Mediatrix“, der neben „Co(n)redemtrix“ und „Advocata“ dogmatisiert werden soll, ginge es nach den Anhängern der Amsterdamer „Erscheinung“. Wohl bereits von Amsterdam beeinflußt, beließ man es bei dem unverfänglichen Titel „Mittlerin“ und umging damit den Protest der dogmatisch hellhörigeren Gläubigen der damaligen Zeit beim Gebrauch des Titels „Miterlöserin“.

Die Darstellung der Gottesmutter nimmt hier bereits etwas mehr als die Hälfte der Bildhöhe ein, sie verdeckt den Gekreuzigten bis zum Rippenbogen und die Dreifaltigkeitsdarstellung wirkt im Verhältnis „zusammen gestaucht“ und weniger prominent.
Das Bild macht für mich die Gefahren eines Dogmas über Maria als „Miterlöserin“ überdeutlich:
Das Bild der Amsterdamer Visionen ersetzt den gekreuzigten Gottessohn schlichtweg durch seine menschliche Mutter.
Befinden wir uns auf dem Weg zu einer „Vierfaltigkeitslehre“, die durch den erzeugten Druck „von der Strasse“, aus marianisch frommen Kreisen, zum Dogma für alle Gläubigen erhoben werden soll?

Jesus als der  Gute Hirte Callixtus Catacombe © Wiki commons

Jesus als der
Gute Hirte
Callixtus Catacombe
© Wiki commons

2. Die Frau soll den GUTEN HIRTEN ersetzen?

Die Darstellung Jesu Christi als des GUTEN HIRTEN ist ein sehr alter ikonographischer Typus aus der frühen Kirche und ist tief im kollektiven Bewußtsein der Christenheit verankert.
Die große Vielfalt der Abbildungen zeigt ihn wie hier mit dem verlorenen Schaf auf den Schultern, umringt von Schafen, inmitten einer Herde. In der Neuzeit wird das Hirtenbild zunehmend auf die Nachfahren der Apostel übertragen (entsprechend der dreifachen Aufforderung Jesu an Petrus „Weide meine Schafe“) und kommt im 18. Jahrhundert in Bild und Selbstbild der Priester an.
Im Zusammenhang mit Maria ist das Hirtenbild unbekannt und kommt erst im Spätbarock und Rokkoko auf, dort jedoch beeinflusst von der weltlich höfischen Mode des „Hirtenspiels“.
Jesus Christus ist der GUTE HIRTE, der die seinen erlöst, der die Verlorenen rettet. Es ist „nur ein Name, in dem wir selig werden können“ sagt Josef Weiger. Soll nun diese Wahrheit, gemeinsamer Glaube der Getauften, der Christenheit, wie zerstreut sie auch sei, von der Amsterdamer Umdeutung verdunkelt,  verstellt, ja ersetzt werden?

immaculata3. Was will diese Amsterdamer Frau auf dem Globus?

Seit die Raumfahrer der 60er Jahre ihre Bilder vom „blauen Planeten“ zur Erde schickten, hat es sich zur Unsitte entwickelt, Bälle mit Globusaufdruck und in jeder Dimension zu Demonstrationszwecken und als Spielzeug zu benutzen. Was noch in Chaplins „Der große Diktator“ ein steigerndes Symbol für den Aberwitz des Hitler’schen Größenwahns war (Sie erinnern sich an die Szene, wo Hitler mit dem Globus tanzt und ihn mit dem Hintern hochwirft…), ist inzwischen zur Ikone der Gleichgültigkeit und des Größenwahnsinns der Menschheit überhaupt verkommen.
Die Botschaft des Globusballes heißt: „wir spielen mit der Erde, wir haben sie in der Hand“ und das Spiel nährt unbewußt Herrscherallüren gegenüber der Schöpfung.

globus_de_vrouweUnd jetzt steht auch noch „De Vrouwe“ (ganz „Kind ihrer Zeit“) auf einem Globus. Auch hier wieder der radikale Bruch mit christlicher Ikonographie. Wenn Maria mit einer Weltkugel abgebildet ist, dann bedeutet es nicht eine irgendwie geartete Weltherrschaft oder besondere Gewalt über „alle Volkeren“ (was das obige Bild suggeriert), sondern es zeigt die „Immaculata“, die von der Erbsünde kraft ihres Sohnes befreite, vorauserlöste  Mutter, die der Schlange (Symbol für die Sünde, die die Welt beherrscht) den Kopf zertritt – sie steht uns bei als Fürsprecherin bei ihrem Sohn, als „advocata nostra“ und kann uns im Kampf mit der Sünde zum Sieg verhelfen.
Warum ist im Amsterdamer Bild die Schlange als Symbol für den Kampf gegen das Böse entfernt? Wer ist der Herrscher über das All?

Die marianische Frömmigkeit ist ein wichtiger Teil unseres Glaubens: Maria zeigt uns den Weg zur Heiligung, Maria zeigt uns ihren Sohn und uns Frauen zeigt sie darüber hinaus, was Mütterlichkeit in ihrer ganzen Fülle bedeutet.

Das Bild der Amsterdamer Visionen zeigt nicht Maria. Es zeigt Projektionen einer Zeit, die ohne Barmherzigkeit, verstrickt in Nachkriegswirren und Kalten Krieg, vom Absterben der Mütterlichkeit in der Kultur gezeichnet war (und ist). Wir sehen hier ein „menschliches“ und „weltliches“ (Wunsch- ) Bild und kein Bild der Gottesmutter Maria.

Original des  "Gnadenbildes"  Amsterdam

Original des
„Gnadenbildes“
Amsterdam

Ich halte es im Sinne einer geordneten und glaubenskonformen Marienverehrung für fatal, daß es mit seiner irreführenden und von Christus wegführenden Symbolik durch menschliches Tun eine solch massive Verbreitung findet, ja sogar traditionelle Bilder der Gottesmutter verdrängt.
Der Umstand, daß diese „Botschaft“  Elemente gnostischer Selbsterlösungsideen enthält, müsste deutlicher als hier möglich herausgearbeitet werden: der Mensch Maria wird zur Erlöserin und die Gebete der Menschen (speziell das „geoffenbarte“ Gebet, das in den Rosenkranz gequetscht wird) sollen die Welt vor „Verfall, Unheil und Krieg“, ja summa summarum vor der Apokalypse retten, erlösen. Dabei wird eine „Allversöhnung“ der Welt, „aller Völker“ gepredigt, die doch allzu sehr an das „Wassermannzeitalter“ der Esoteriker erinnert. Die Frau schaut so freundlich und das alles klingt so „anheimelnd“, so sehr nach Trost in dieser von Ängsten und Endzeitphantasieen geplagten Zeit: aber führt es auch zu Jesus Christus?

Ganz nebenbei: Wenn ich mir vorstelle, daß evtl. auch andere Dogmen im Anschluß an derartige „Propagandafeldzüge“ entstanden sein sollten, dann wird mir doch sehr „plümerant“!
Kann das wirklich sein?

Und erneut der freundliche Hinweis, (besonders für Gläubige, die wenig Übung mit dem Rosenkranzgebet haben, oder das Gebet erst kennenlernen): Bleiben Sie bei der Anleitung, wie sie die Kirche lehrt und lernen Sie die „Leben Jesu Betrachtung“ nach der Heiligen Schrift. Erst wenn Sie genug Übung haben, sollten sie Variationen in Erwägung ziehen.
Sie finden in diesem Blog vielfältige Anregungen und Hilfen zu dieser so kraftvollen und glaubensvertiefenden Gebetsform..

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6 Kommentare

  1. Sehr sehr gut.
    Ja das Bild hat mich auch schon immer und ewig irritiert.
    Es stellt nicht die Maria dar, durch das Kreuzopfer Jesus, zur strahlender Herrlichkeit gelangt ist.
    Der Vollständigkeit halber möchte ich darauf hinweisen,d ass Schönstatt ja das sogenannte Kreuz der Einheit hat, wo die Gestalten der Maria und des am Kreuz hängenden Jesus „verschmolzen“ sind, das hatte Schönstatt den Vorwurf der „VIerfaltikeit“ eingebracht, eine ernsthafte vatikanische Untersuchung udn die „Verbannnung“ P Kentenichs nach USA.
    Jedoch wurde erkannt, dass die Frömmigkeit Schönstatts in Ordnung ist, und die Verbannung auch wieder aufgehoben.

    • Schönstatt, das ist ein weites Feld…
      Der Kronenkult, der mancherorts betrieben wird hat mit der Gottesmutter leider auch nur im Entferntesten zu tun.

      Für mich ist immer die „Scheidefrage“ zeigt es auf Jesus Christus, führt es zum Evangelium?
      Und letztlich steht und fällt jede spirituelle Ausrichtung mit der persönlichen Reife und Heiligkeit der „Vertreter“. Gruppierungen, die „ungesund“ schnell wachsen muß man immer „mit Vorsicht geniessen“…

      Schön, daß Sie hier mitlesen und Danke für den Kommentar!

  2. Liebe ankerperlenfrau, wenn du darin bewandert bist, kannst du dann mal etwas zu Schönstatt schreiben? Es gibt bei uns im Pastoralverbund einen Herrn, der Schönstatt sehr nahe steht, Fahrten dorthin organisiert und ich vermute, dass es auch besondere Frömmigkeitsformen hier gibt, evtl die ‚pilgernde‘ Muttergottes. Ich habe auf den Seiten im internet gelesen und fand alles „ganz nett“.

    Vierfaltigkeit? *sprachlos*

    • Liebe Huppicke,
      ich stehe distanziert zu der Schönstattbewegung, was auf persönlichen Begegnungen beruht, die nicht für die Öffentlichkeit taugen. Die pädagogischen Ideen von P. Kentenich finde ich gut, das Konzept der geistlichen Vaterschaft z.B. –
      Mit Begriffen wie Schönstatt Heiligtum, Zweieinheit, Liebesbündnis, Marienkrönungen etc. kann / will ich nichts anfangen.
      Und Geld, Geld ist ein Thema…

      Ich suche in meinem Glaubensleben eine innige und gleichzeitig nüchterne Beziehung zu Maria. Die Erscheinungen der Marienfrömmigkeit der letzten 100 Jahre sind da nicht so „meins“.

      Liebe Grüße und Danke für’s immer wieder Kommen,
      A.

    • Okay ich habe damit angefangen, jetzt muss ich wohl auch was dazu sagen. Ich kenne klasse Leute von Schönstatt , nur es ist absolut nicht meine Spiritualität.
      Ich war einmal auf einem „Tag der Frau“ und habe den 2. Vortrag selig schlafend auf einem Bänkelein vor dem Haus verbraucht, hat mir sehr gut getan :-D.
      Die Sache mit dem Verdacht der Vierfaltigkeit resultiert aus den Anfängen der Schönstätter und es wurde in den 50ern der zugehörige Vorwurf untersucht (eben wegen dem „Kreuz der Einheit http://www.schoenstatt.org/images/news/2010/11/people/98-04-dr-inge-birk.jpg )
      Jedoch wurde befunden, die marianische Theologie der Schönstätter ist katholisch.
      Ansonsten empfinde ich die meisten Schönstätter, die ich so persönlich kenne und auch unseren Herr Erzbischof Zollitsch, als irgendwie ganz normal katholisch, fast zu normal (wie alle Welt ) wo mir die Klasse Leute von denen ich oben sprach, irgendwie als aus früheren Zeiten übrig geblieben vorkommen!

  3. Ein Wort zu Schönstatt: Mir geht es ganz ähnlich wie Ester. Ich kenne auch wirklich gute Leute von Schönstatt, fange mit aber dem spezifisch „Schönstattischem“ einfach nichts an. Ist und bleibt mir fremd. Für die geistliche Verortung ist das aber wichtiger, als die betreffenden Personen. Daher habe ich Schönstatt für mich nie als Perspektive empfunden.
    Kennt ihr eigentlich den Gag über die (zahlreichen) Priester, die in der Schönstatt-Bewegung sind? Schönstatt-Priester => Schön statt Priester 🙂

    Zur „Frau aller Völker“: Das Erscheinungsbild schreckt mich schon ab, bevor ich darüber theologisiere. Aber eine Maria mit Wundmalen – also man findet in der Frömmigkeitsgeschichte ja manches, aber so etwas kann man sich nur noch mit größten theologischen Windungen zurechtbiegen. Kann ich mich nicht mit anfreunden.
    Was mich persönlich aber noch mehr abschreckt ist, dass Maria in Amsterdam ein Dogma zu ihren Gunsten (!) gefordert (!) haben soll. Hat man sowas je gehört? Die Gottesmutter f o r d e r t ein Dogma für s i c h s e l b s t ? Un-marianischer gehts ja kaum noch. Und damit sollte dann auch noch der kommende Weltfriede eintreten, warum auch immer… Nein, absolut abwegig.
    Was die „Familie Mariens“ angeht, die ja auch eine – sagen wir es vornehm: – Geschichte mit Höhen und Tiefen hinter sich hat, kann ich nur sagen, dass es dort auch wirklich gute Leute und sie an vielen Orten selbstlos dem Evangelium dienen. Bleibt die Frage ob sie das wegen oder trotz des Bezugs auf die Erscheinungen im Amsterdam tun.

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