Rosenkranz + Pilgerzeichen

Gebet – Kunst – Geschichte

Gebet eines Priesters

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Du o Gott mein Licht und Wonne,

Du o Gott mein Stern und Sonne,

Du o Gott mein Lieb und Leid,

Du o Gott mein Trost und Freude,

Du o Gott mein Morgen, Heute,

Du o Gott mein Ewigkeit.

Amen

 

Josef Weiger

* 10. Juni 1883 auf Schloss Zeil bei Leutkirch im Allgäu;

† 27. August 1966 in Mooshausen a.d. Iller

römisch-katholischer Priester, Theologe, Dr.h.c. Tübingen

  • Mutter des neuen und ewigen Bundes, Würzburg 1936
  • Der Leib Christi in Geschichte und Geheimnis, Würzburg 1950
  • Maria von Nazareth, München 1954

    Rosenkranz um 1880, Gutta Percha
    Medaillen um 1925

Josef Weiger ist geboren und aufgewachsen auf Schloss Zeil, Leutkirch im Allgäu. Am 31. Oktober 1903 trat er als Frater Martin in die Erzabtei Beuron ein. Schon nach weniger als zwei Jahren, am 8. Februar 1905 verließ er das Kloster, um Weltpriester in der Diözese Rottenburg zu werden. Zu diesem Schritt hatte er das volle Einverständnis von Erzabt Placidius Wolter. Er studierte in Tübingen, wo er 1906 erstmals Romano Guardini begegnete. 1917 – 1957 war er Pfarrer der kleinen Pfarrei Mooshausen St. Johann Baptist in Oberschwaben am Rande des württembergischen Allgäus.

Sein Herz gehörte der Liturgie und den Fragen zur Liturgie der Kirche seit seiner Beuroner Zeit. Seine liturgischen Publikationen hatten meist ihre Bewährungsprobe in der Pfarrkirche von Mooshausen bestanden, bevor sie in Druck gingen.

Es verband ihn eine lebenslange Freundschaft mit Romano Guardini.  Guardini fand während der Wirren und Verfolgungen in der Diktatur des Nationalsozialismus im Pfarrhaus von Mooshausen Gastfreundschaft und hatte dort auch während der Tübinger Jahre seinen privaten Rückzugsort. Weiger und sein Pfarrhaus waren seit 1917 Zentrum eines großen Freundeskreises. Theologen, Künstler, Vordenker trafen sich in seinem Pfarrhaus, gastlich umsorgt von Maria Knöpfler, einer der ersten Newman – Übersetzerinnen (Apologia pro sua vita, Briefe aus der katholischen Zeit etc.)

Die wenigen Veröffentlichungene Weigers reichten aus, dass Fridolin Stier ihn bei der Verleihung der Ehrendoktorwürde der Universität Tübingen als einen „religiösen Schriftsteller von hohem theologischen Rang“ bezeichnet. Dazu gehört vor allem sein Buch Der Leib Christi in Geschichte und Geheimnis (Würzburg 1950).  Er war zusammen mit Otto Karrer einer der ersten Theologen in Deutschland, die sich mit den Werken von Kardinal John Henry Newman beschäftigten. Seine Bücher über Maria gehörten in den 50er Jahren zur Standardlektüre junger Priester.

Er war ein großer Rosenkranzbeter. Guardinis Arbeiten zum Rosenkranz sind in enger Zwiesprache mit dem Freund entstanden (Der Rosenkranz unserer lieben Frau 1940 und „Jahr des Herrn“ 1954) Weiger verehrte lebenslang die Hl. Theresia von Lisieux, den hl. Pfarrer von Ars, studierte intensiv ihr Leben.

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