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Gebet – Kunst – Geschichte

Heute vor neun Jahren…

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Heute vor neun Jahren…

V. Rastelli ©

V. Rastelli ©

…ist Papst Johannes Paul II. gestorben.
Für alle, die mit der Kirche leben, wird dieser Tag, diese Nacht unvergesslich sein.
Wenn ich an ihn denke, dann sehe ich ihn mit ausgebreiteten Armen, segnend, oder tief im Gebet versunken. Frère Roger hat über ihn gesagt:

„Johannes Paul II. wurde vom Feuer der Liebe zur Kirche und zur Menschheitsfamilie verzehrt und er tat alles, um diese Flamme weiterzugeben. Er verlieh der Universalität der Kirche Aufschwung, unter anderem dadurch, daß er in die meisten Länder der Welt reiste, den Menschen begegnete, ihnen manchmal ins Gewissen redete, oft vom Erbarmen Gottes sprach. Seine über hundert Reisen bleiben klarer Ausdruck einer Seele, der so viel daran lag, eine Zukunft in Frieden einzuleiten.“

Ja, wirklich, er war der Völkerapostel des 20. und 21. Jahrhunderts. Ein Heiliger der Kirche und wer es noch nicht wusste, der erfährt es am Barmherzigkeitssonntag 2014.
Johannes Paul IIAus „Pastores Gregis“ von Johannes Paul II.:

Die Bischöfe des dritten Jahrtausends sind aufgefordert, das zu tun, was im Laufe der Geschichte bis heute so viele heilige Bischöfe zu tun verstanden haben. Wie zum Beispiel der heilige Basilius, der just bei den Toren von Cäsarea eine riesige Anlage zur Aufnahme für die Armen errichten ließ, eine echte »Zitadelle« der Liebe, die nach ihm ,,Basiliade“ genannt wurde: darin scheint deutlich auf, daß »die Liebe der Werke der Liebe der Worte eine unmißverständliche Kraft verleiht« . Das ist der Weg, den wir einschlagen müssen: Der Gute Hirt hat seine Herde jedem Bischof anvertraut, damit er sie mit dem Wort nähre und durch sein Beispiel forme.

Woher sollen wir Bischöfe nun das nötige Brot nehmen, um die vielen Fragen zu beantworten, die von innen und außen an die Ortskirchen und an die Kirche gerichtet werden? Wir könnten jammern, wie es die Apostel gegenüber Jesus getan haben: »Wo sollen wir in dieser unbewohnten Gegend so viel Brot hernehmen, um so viele Menschen satt zu machen?« (Mt 15, 33). Von welchen »Orten« sollen wir die Mittel beziehen? Wir können zumindest auf einige grundsätzliche Antworten hinweisen.

Unser erstes, transzendentes Mittel ist die Liebe, die in unsere Herzen ausgegossen ist durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist (vgl. Röm 5, 5). Die Liebe, mit der Gott uns geliebt hat, ist von solcher Art, daß sie uns immer dabei helfen kann, die richtigen Wege zu finden, um das Herz der Männer und Frauen von heute zu erreichen. In jedem Augenblick schenkt uns der Herr durch die Kraft seines Geistes die Fähigkeit, zu lieben und die treffendsten und schönsten Formen der Liebe zu erfinden. Da wir dazu berufen sind, um der Hoffnung der Welt willen Diener des Evangeliums zu sein, wissen wir, daß diese Hoffnung nicht aus uns stammt, sondern vom Heiligen Geist, der »nicht aufhört, Hüter der Hoffnung im Herzen des Menschen zu sein: der Hoffnung aller menschlichen Geschöpfe und besonders derjenigen, die ,,als Erstlingsgabe den Geist haben“ und ,,auf die Erlösung ihres Leibes warten“ (Röm 8, 23)« .“

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