Rosenkranz + Pilgerzeichen

Gebet – Kunst – Geschichte

Der Knecht Gottes

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Der Knecht Gottes…

…muss durch sein Leben alle Gottlosen im Gewissen treffen.

Franz von Assisi

Papst Franziskus segnet ein Kind

Papst Franziskus segnet ein Kind

Große Freude: am Franziskustag, gleichzeitig Herz Jesu Freitag und einen Tag nach dem Schutzengelfest habe ich in Assisi dieses Foto gemacht. Wie die Hände der Mutter, des Papstes und der Bodyguards das Neugeborene umschließen, ist etwas vom Schönsten, was ich seit langem gesehen habe. Der Rosenkranz um die Hand des Beschützers ist mir erst beim Betrachten der Bilder aufgefallen und hat mich sehr berührt.
Dieses Bild ist wie eine Ikone: so soll ein Katholik das Leben anschauen, den Menschen, ob groß oder klein.

„Der franziskanische Friede ist keine Gefühlsduselei. Bitte, diesen heiligen Franziskus gibt es nicht! Und er ist auch nicht eine Art pantheistischer Harmonie mit den Energien des Kosmos… Auch das ist nicht franziskanisch, sondern eine Idee, die einige entwickelt haben! Der Friede des heiligen Franziskus ist der Friede Christi, und diesen Frieden findet, wer Christi „Joch auf sich nimmt“, nämlich sein Gebot: Liebt einander, so wie ich euch geliebt habe (vgl. Joh 13,34; 15,12). Und dieses Joch kann man nicht mit Arroganz, mit Überheblichkeit, mit Hochmut tragen, sondern nur mit Gütigkeit und Herzensdemut.

Wir wenden uns an dich, heiliger Franziskus, und bitten dich: Lehre uns, „Werkzeuge des Friedens“ zu sein, jenes Friedens, der seine Quelle in Gott hat, des Friedens, den Jesus, der Herr, uns gebracht hat.

„Höchster, allmächtiger, guter Herr … gelobt seist du … mit allen deinen Geschöpfen“ (FF, 1820, in: Franziskus-Quellen, Kevelaer 2009, S. 40). So beginnt der Sonnengesang des heiligen Franziskus. Die Liebe zur gesamten Schöpfung, zu ihrer Harmonie. Der Heilige von Assisi bezeugt die Achtung gegenüber allem, was Gott erschaffen hat und was der Mensch zu bewahren und zu schützen berufen ist. vor allem aber bezeugt er die Achtung und die Liebe gegenüber jedem Menschen. Gott hat die Welt erschaffen, damit sie ein Ort des Wachsens in Harmonie und Frieden sei, nicht dem Dienst an den Götzen unterworfen.

Harmonie und Frieden! Franziskus war ein Mensch der Harmonie und des Friedens. Von dieser „Stadt des Friedens“ aus wiederhole ich mit der Kraft und der Sanftheit der Liebe: Achten wir die Schöpfung, seien wir nicht Werkzeuge der Zerstörung! Achten wir jeden Menschen: Mögen die bewaffneten Konflikte, die die Erde mit Blut durchtränken, aufhören, mögen die Waffen schweigen und überall der Hass der Liebe weichen, die Beleidigung der Vergebung und die Zwietracht der Einheit! Hören wir den Schrei derer, die weinen, leiden und sterben aufgrund der Gewalt, des Terrorismus oder des Krieges – im Heiligen Land, das der heilige Franziskus so sehr liebte, in Syrien, im ganzen Nahen Osten, in der Welt.

Wir wenden uns an dich, heiliger Franziskus, und bitten dich: Erwirke uns von Gott die Gabe, dass in dieser unserer Welt Harmonie und Frieden herrsche!“

(aus der Predigt des Papstes bei der Heiligen Messe in San Francesco 4.10.2013
zitiert nach Radio Vatikan deutsch.)

Zum heutigen Fest der Rosenkranzkönigin grüße ich sehr herzlich alle Leser dieser Seite und wünsche Euch von Herzen alle Segnungen des Rosenkranzbetens.

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2 Kommentare

  1. Da bist du.

    Ja, es ist ein wunderschönes Foto.
    Ich musste aber bei der ganzen Zärtlichkeit des Bildes daran denken, wie groß der Verzicht der Priester doch ist. Vater für viele zu sein, aber nicht für das eigene kleine Baby. Aber man muss nicht selbst biologisch Vater sein um zärtlich sein zu können zu dem kleinen Würmi. Christi Liebe kann auch zärtlich sein.

  2. Zärtlichkeit und Menschenliebe sind – Gott sei Dank – nicht an den Familienstand gebunden. Die Väterlichkeit von Priestern, die Mütterlichkeit von Ordensfrauen sind wunderbare Gaben Gottes und wie unendlich traurig, wenn einer diesen Lebensstand wählt und lieblos bleibt. Daher berührt uns ja Gewalt und Mißbrauch aus diesen Kreisen als besonders schlimme Entgleisung: wer Christi Siegel auf der Stirn trägt muß lieben lernen und destruktive Altlasten (der eigenen Biographie) bemeistern.
    Ich sehe nicht nur „Verzicht“ ich sehe auch Freiheit.
    In letzter Zeit habe ich viel Egoismus und Eigennutz kennengelernt: „alles nur für die Meinen“, die Familie, den eigenen Clan, das eigene Dorf. Es ist ein großer Trost, zu wissen, daß es „Freie“ gibt, die für alle da sind (ohn‘ Ansehen der Person).

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