Rosenkranz + Pilgerzeichen

Gebet – Kunst – Geschichte

Maria sine labe concepta – ora pro nobis

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Maria sine labe concepta – ora pro nobis

Maria Immaculata Rosenkranz
21. Jahrhundert mit Materialien des
18. und 19. Jahrhunderts

Maria ohne Sünde empfangen, bitte für uns: das Dogma von der „Unbefleckten Empfängnis“, das wir am 8. Dezember feiern, zeigt sehr gut, wieviele Jahrhunderte die Theologie „streiten“ kann, bevor es zur Erklärung eines Dogmas kommt. Erst 1854 wurde festgestellt und zum Glaubensgut erklärt, daß Maria von ihrer Empfängnis an frei von Sünde und Erbschuld war.

Maria Sine Labe Concepta
Medaille Silber 19. Jahrhundert
3,3 x 2,7 cm, Frankreich

Maria Immaculata Medaille
Rückseite

Oft wird dieses Dogma mit der Jungfrauenschaft Mariens verwechselt. Wirklich „atemberaubend“ ist jedoch das Dogma von der „Unbefleckten Empfängnis“, denn es legt keine geringere Glaubenswahrheit dar, als daß die Geburt des Gottessohnes in Maria von Nazareth, die nicht von der Sünde belastet war, „vorbereitet“ wurde von Gott.

Ein Mensch ohne Sünde? Wie ist das möglich? Der Wikipedia – Artikel dazu fasst kurz und treffend zusammen, worüber man lange nachdenken kann. Hier gibt es noch einen guten Artikel, leider nur in Englisch.

Der Mensch, die Frau Maria hat in unserem Glauben eine nie dagewesene Bedeutung. Wie tief das Leben selbst geheiligt ist, versteht man in der Betrachtung der Maria von Nazareth, der Gottesgebärerin.

Der Rosenkranz

Ich habe jüngst aus alten Perlen (19. Jahrhundert) und einer sehr schönen „Immaculata“ – Silbermedaille aus Frankreich einen „Maria ohne Sünde empfangen – Rosenkranz“ gekettelt. Die „makellose Jungfrau“ zertritt der Schlange (der Sünde) den Kopf und segnet die Welt (Vorderseite der Medaille). Auf der Rückseite das Herz Jesu und das Herz Mariens verschränkt und mit der Dornenkrone umkränzt – ein symbolisches Bild, daß zu tiefer Betrachtung anregt: Mutter und göttliches Kind unter Betonung des Herzens. Wieder ein Beispiel, wie alte Medaillen zur Verkündigung genutzt wurden und wieviel Aufwand man dabei betrieben hat.

Der Rosenkranz in seiner „erneuerten Gestalt“ ist 54 cm lang, hat fünf Gesätze. Ave- und Paternosterperlen sind aus handgemachtem Glas aus der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts, zwischen 0,5 und 0,9 cm groß. Auch die weißen Zwischenperlen aus Glas sind alt. Das Abschlußkreuz bildet ein Silberrahmen aus dem 18. Jahrhundert, der leider seine Füllung verloren hatte, die ich nun mit einem schlichten Kreuz aus Elfenbein ohne weitere Zierde ersetzt habe:  „Du elfenbeinerner Turm“ (Lauretanische Litanei). Das Kreuz passt erstaunlich gut zu den Perlen in den „Marienfarben“ und die schöne alte Fassung aus Silber hat wieder einen ehrenvollen Platz. Das Mittelstück (unedles Metall) ist eine „Wunderbare Medaille“ in Herzform aus Frankreich mit dem Bild der Immaculata aus der Vision von Catherine Labouré.

Maria Immaculata Rosenkranz

An solch einer Arbeit habe ich Freude! Wenn es gelingt, alte Rosenkranzteile zu einem neuen Rosenkranz mit Glaubensaussage zu fassen, dann ist das sehr befriedigend. Es wäre doch wirklich zu schade, wenn Perlen, Medaillen und Kreuze, die jahrzehntelang zum Gebet in Händen gehalten wurden, nur deshalb „verworfen“ würden, weil sie für Sammler uninteressant oder für Beter unbrauchbar geworden sind. So war der Auffindezustand der Perlen:

Blaue Perlen aus dem
19. Jahrhundert

Etwas betrüblich ist, daß erneuerte Rosenkränze oft als „antik“ im Handel auftauchen. Genau genommen ist das Betrug. Wenn man einen Rosenkranz (Andachtsgegenstände) schon verkauft, dann sollte man sie im Auffindezustand belassen oder genau beschreiben, was man verändert hat. Alles andere ist eine Irreführung und trübt die Möglichkeit, diesen Gegenstand in seiner Geschichte zu studieren. Besonders ärgerlich ist es, wenn auch noch unsachgemäß „aufgehübscht“ wird, um die Verkaufschancen zu verbessern. Es werden sogar Medaillen und historische Anhänger nachgegossen und als „alt“ verkauft. Amerikanische Sammlerseiten und Museen stecken voll mit „fakes“, die sich „bavarian rosary“ nennen. Schade!

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2 Kommentare

  1. Wo kann ich diesen wunderbaren blauen Rosenkranz käuflich bitte erwerben.
    Bitte, Adressen- und Preisangabe.
    Vielen Dank
    Gerlinde Feile

    • Sehr geehrte Frau Feile,
      die hier gezeigten Rosenkränze sind unverkäuflich.
      Sie gehören zu einer Sammlung, die dem Rosenkranzapostolat dient und der Kirche zugesprochen ist.
      Wenn Sie Interesse haben, kann ich Ihnen einen Ähnlichen herstellen…Sagen Sie Bescheid.
      Mit freundlichen Grüßen,
      die Ankerperlenfrau

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