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P. Henri de Laulanié SJ, mein Held

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P. Henri de Laulanié SJ, mein Held

P. de Laulanie, SJ

P. de Laulanie, SJ

Der „realistische Visionär“ Henri de Laulanié de Saint Croix,
(* 22. Februar 1920 in Poitou, Frankreich; † 23. Juni 1995 auf Madagaskar)
war ein französischer Jesuit und Agrar-Ingenieur, der das System of Rice Intensification (dt.: System der Reis Intensivierung) entwickelte.

1961 kam der Jesuit nach Madagaskar. Dort begründete er in den 1980er Jahren eine Landwirtschaftsschule für die arme Landbevölkerung sowie 1990 die NGO „Association Tefy Saina“, die das System of Rice Intensification lehrt und weiterentwickelt.

Am 23. Juni 1995 starb er in seinem Stamm-Kloster auf Madagaskar.

SRI heißt so viel wie System der Reis Intensivierung. Dieses System, das heute auch bereits in anderen Ländern eingesetzt wird, dient dazu, die Reisproduktion zu steigern, indem das Wachstum und die Kräftigung jeder einzelnen Reisplanze konzequent unterstützt wird. Die Landwirtschaft in Madagaskar ist vom Reis sehr abhängig, daher sind große Reisproduktionen wichtig. (zitiert nach Wikipedia)
Das Foto und weitere Informationen (englisch): SRI, Cornell Universität

Sumant Kumar, ein Kleinbauer aus dem Dorf Darveshpura im Nordosten Indiens © Chiara Goia via SZ Magazin

Sumant Kumar, ein Kleinbauer aus dem Dorf Darveshpura im Nordosten Indiens
© Chiara Goia via SZ Magazin

Im Magazin der Süddeutschen Zeitung Nr. 20/2013 ist über dieses „Wunder der Brotvermehrung“ zu lesen:

„Die Ursprünge der SRI-Methode liegen in den frühen Achtzigerjahren. Auf Madagaskar studierte der französische Jesuitenmönch und Agraringenieur Henri de Laulanié, wie im Hochland Reis angebaut wurde. Seine Erkenntnisse wurden von Norman Uphoff, dem Leiter des International Institute for Food, Agriculture and Development an der Cornell University, in großem Stil popularisiert. Uphoff war 1983 nach Madagaskar gereist, um sich persönlich vom Erfolg der SRI-Methode zu überzeugen: Bauern, die auf traditionelle Weise durchschnittlich zwei Tonnen Reis pro Hektar geerntet hatten, kamen nun auf acht Tonnen. 1997 begann Uphoff, unterstützt von einer 15-Millionen-Dollar-Spende eines anonymen Milliardärs, aktiv für die Anwendung von SRI in Asien zu trommeln, wo mehr als 600 Millionen Menschen unter Mangelernährung leiden.

»Es ist das exakte Gegenteil der ersten grünen Revolution der Siebzigerjahre«, sagt Uphoff. »Damals glaubte man, man müsse das Saatgut und die Nährstoffe im Boden verändern, um die Erträge zu steigern – etwas, wofür ein hoher ökologischer Preis zu entrichten ist. Aber im 21. Jahrhundert muss sich die Landwirtschaft ändern. Land und Wasser werden knapper, an vielen Orten wird das Klima unwirtlicher. Die SRI-Methode gibt Millionen von Betrieben eine Möglichkeit, mit schwieriger werdenden Bedingungen
besser zurechtzukommen. Und es profitieren vor allem die Bauern selbst: Es gibt keine
Patente, Abgaben oder Lizenzgebühren.« “

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Der Pater im Reisfeld

Unser tägliches Brot gib uns heute – Danke, Herr, für Deinen Diener Henri, dem der Hunger der Menschen keine Ruhe ließ!

Siehe auch Tefysaina, Madagaskar (französisch)

 

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