Rosenkranz + Pilgerzeichen

Gebet – Kunst – Geschichte

4. Juli 2015
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Catholic in Brooklyn

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Zum ersten Mal empfehle ich den Lesern von Rosenkranz + Pilgerzeichen einen Blog zur Lektüre: eine US amerikanische Katholikin aus dem traditionalistischen Umfeld innerhalb der Katholischen Kirche bloggt seit Jahren unter CATHOLIC IN BROOKLYN – The Journey Of ONE Catholic In A World Gone Mad. Ich lese ihren Blog schon lange, weil sie klug und maßvoll schreibt. Auch bei Themen, die mir „nicht so sehr liegen“, lege ich Wert auf ihre Meinung und vor allem auf die Ehrlichkeit, mit der sie schreibt. Zudem recherchiert sie sehr gut und weiß meist zwischen Nachricht und Meinung zu trennen, was ja eine publizistische Maxime zu sein scheint, die allgemein immer mehr in Vergessenheit gerät.

Für mich füllt sie beim Lesen von katholischen Blogs eine Lücke: bei uns deutschen Katholiken bedauere ich nämlich eine ziemlich ungute Entwicklung in den letzten Jahren. Weiterlesen →

3. Juli 2015
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Ja was ist denn da los…

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Rom Mai 2015 © A.Wolf, Kath. Blogger

Ja, was ist denn da los, werden sich die Stammleser von ROSENKRANZ + PILGERZEICHEN fragen. Tja, was soll ich sagen?
Im schönen Monat Mai hat mich „der Hafer gestochen“ (oder die Möwe gepickt): Dein Blog braucht mal bissel Tapetenwechsel.
Nach fast drei Jahren der laienhaften Bastelei an einem selbst-„gehosteten“ WordPress Blog war ich der Ansicht, es müsse mal ein Profi drüber schauen. Hat er gemacht und richtig böse Fehler wurden nicht gefunden. Schön! Das neue Layout gefällt Euch, hoffe ich.

Beim Durchforsten meiner Linkliste ist mir ein herber Verlust aufgefallen. Weiterlesen →

20. Juni 2015
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Gelobt seist Du, mein Herr

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Gelobt seist Du, mein Herr
…eine katholische Erfahrung

Der Dokumentarfilmer Reinhard Kungel hat einen Film über die „Babyboomer“, die Jahrgänge 1958 – 1965 gedreht und nennt sie „Generation Waldsterben“.  Sehenswert!
Für uns Kinder der frühen Sechziger hat alles im Wald begonnen: mangels Unterhaltungsindustrie hielten wir uns in jeder freien Minute dort auf zum Spiel mit Freunden. Die Natur und unsere Freunde waren vielen von uns mehr Zuhause, als das Gebäude in dem unsere „wirtschaftswundergebeutelten“ Eltern unser Bett aufgestellt hatten und uns reichlich Essen verabreichten…zwischen ihren Terminen.
Gestern habe ich von Pierre Brice geschrieben, Indianerlager, Hütten im Wald waren beliebt und Holzgewehre waren noch kein Anlaß für Moralpauken zuhause. Das war eine ziemlich freie Kinderwelt, noch nicht durchseucht von pädagogischen Experimenten.

Keinem von uns Waldkindern konnte entgehen, was das Wirtschaftswachstum, dieses goldene Kalb, um das alle unablässig tanzten, mit unserer direkten Umgebung anstellte. Weiterlesen →

18. Juni 2015
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Pierre Brice ist gestorben – Winnetou lebt

Pierre Brice ist gestorben – Winnetou lebt

(Ohne den Bloggerkollegen „Bellfrell“ wäre mir das fast entgangen: Danke für Deinen Beitrag „R.I.P. Pierre Brice“ – dem dort Gesagten kann ich nur aus eigener Erfahrung zustimmen.)

Pierre-BriceHeute war nun die Trauerfeier für den bekennenden Katholiken und Menschenfreund Pierre Brice (1929 – 2015) in München. Eine Tumba mit Blumen und weltlichen Ehrenzeichen war in der Kreuzkapelle von St. Michael aufgestellt und Trauernde hatten Gelegenheit am Wortgottesdienst teilzunehmen.

Warum diese Nachricht im Blog „Rosenkranz + Pilgerzeichen“? Weiterlesen →

17. Juni 2015
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Mobile Kapelle – Der Rosenkranz

Mobile Kapelle – Der Rosenkranz

Pilgrims Rosary Rom 2008

Pilgrims Rosary
Rom 2008

Maryse FritzschThillens hat mich in einem Austausch auf FB ermutigt, einen Rosenkranz vorzustellen, den ich immer dabei habe und den ich gerne als mein „Vademecum“ oder die Privatkapelle in der Tasche bezeichne.
Wer seinen Rosenkranz gerne schlicht und ohne viel „Brimborium“ hat, der muß jetzt hier nicht wirklich weiterlesen, es sei denn, aus „anthropologischem Interesse“.

Manche Leute sagen, es sei ein Gewinn, wenn man es schaffe, allein im „Hier und Jetzt“ zu leben. Ich verstehe die Vorzüge dieser Weisheit, muß aber selbst ein bißchen vorsichtig damit umgehen. Warum? Weiterlesen →

15. Juni 2015
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Schlampertoni

Erzengel Gabriel Santa Prassede, Rom © A.Wolf, Kath. Blogger

Erzengel Gabriel
Santa Prassede, Rom
© A.Wolf, Kath. Blogger


Schlampertoni

Santa Prassede in Rom, die wunderschöne Kirche, gleich um’s Eck von Santa Maria Maggiore ist ein Kleinod, das viele Überraschungen bereit hält.
Uralte Mosaiken, kunstvolle Fresken, Reliquien – der Kreuzweg, Apostel und Heilige und jede Menge imposante Engel. Mitten in all der unbezahlbaren, altehrwürdigen Kunst steht er dann, „der Schlampertoni“, wie er im Süden liebevoll genannt wird, der heilige Antonius von Padua. Weiterlesen →

14. Juni 2015
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Hunde in Rom im Mai 2015

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Hunde in Rom im Mai 2015

Wer die eigenen Hunde vermisst, sieht in Rom plötzlich überall Hunde…
Viele gibt es dort, sie werden gut behandelt und ihre Besitzer freuen sich, wenn man sie fotographiert. Es gibt keine Hundesteuer in Rom, wie uns ein hundebegeisterter Taxifahrer erzählte. Offenbar sind römische Hundebesitzer sehr diszipliniert – „Tretminen“ sind mir jedenfalls nicht begegnet.
Unter den Bäumen bei St. Paul vor den Mauern ist ein besonders gemütlicher Hundetreff.

12. Juni 2015
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Papst Franziskus: Die 15 Plagen

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Brueghel, Triumpf des Todes

Papst Franziskus: Die 15 Plagen
zum Herz Jesu Freitag

{…}1. Die Krankheit, sich „unsterblich“, „immun“ oder sogar „unentbehrlich“ zu fühlen und so die notwendigen und üblichen Kontrollen zu unterlassen. Eine Kurie, die keine Selbstkritik übt, die sich nicht fortbildet, die nicht versucht sich zu bessern, ist ein kranker Leib. Ein gewöhnlicher Friedhofsbesuch könnte uns dazu verhelfen, die Namen vieler Menschen zu sehen, von denen einige vielleicht meinten, unsterblich, immun und unentbehrlich zu sein! Es ist die Krankheit des törichten Reichen aus dem Evangelium, der dachte, ewig zu leben (vgl. Lk 12,13-21), und auch derer, die sich in Gebieter verwandeln und sich allen übergeordnet und nicht im Dienst aller fühlen. Sie beruht oft auf der Pathologie der Macht, auf dem „Komplex der Erwählten“, auf dem Narzissmus, der leidenschaftlich auf das eigene Bild schaut und nicht das Bild Gottes sieht, das dem Angesicht der anderen, besonders der Schwächsten und der am meisten Bedürftigen, eingeprägt ist.[8] Das Gegenmittel gegen diese Epidemie ist die Gnade, sich als Sünder zu fühlen und aus ganzem Herzen zu sagen: » Wir sind unnütze Sklaven; wir haben nur unsere Schuldigkeit getan « (Lk 17,10). Weiterlesen →

12. Juni 2015
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Herz Jesu Verehrung

Herz Jesu VerehrungHerz_Jesu_14

„Herz ist Geist
in der Nähe des Blutes“
(Romano Guardini)

„Kann uns Herz-Jesu-Verehrung noch etwas sagen? Oder besser: Können wir in ihr uns noch aussagen vor dem Herrn und auf ihn hin?
Der barocke Überschwang, die Leichtigkeit, mit der sie die großen Grundworte menschlichen Lebens in den Mund nimmt, sind uns verdächtig geworden. Wer näher zusieht, kann hinter ihrer ekstatischen Gebärde eine ursprüngliche Entdeckung finden, die sich dann nach der Weise ihrer Zeit Ausdruck schuf. Was hier neu gefunden wurde, war freilich in Wahrheit das Uralte und das Eigentliche: das Menschsein Gottes in Jesus Christus.
Und was hier neu gefunden wurde, war die Leibhaftigkeit des Menschen Jesus. Für all dies steht das Wort ,,Herz“, das ganz bewusst nicht nur Symbol, sondern Verankerung des Geistes in der Realität des Leibes sein wollte und will. Weiterlesen →

5. Juni 2015
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Der lästige Verkäufer

Der lästige Verkäufer

Rom2015_7661Ja, ich gebe es zu: die fliegenden Händler in Rom (und anderswo) gehen mir auf die Nerven. In diesem Jahr waren „Selfie“ – Stäbe und chinesische Plastikschirmchen der „Hit“. Auf Schritt und Tritt verfolgen sie dich, stellen sich dir in den Weg und rufen „Selfie“… und gewöhnlich wirst du blind und unempfindlich, schaffst dir die Rufer mental vom Hals, wie lästige Fliegen. Schließlich bist du beim Gehen perfekt zum autistischen „Selfie“ mutiert und landest in diesem ernüchternden Zustand menschlicher Taubheit beim nächsten Pilgerziel und ringst um christliche Ergriffenheit. Kognitive Dissonanz… Weiterlesen →

3. Juni 2015
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Italienische Kirchensicherung – Römische Notizen

Italienische Kirchensicherung – Römische Notizen

Beim Blick in das himmlische Blau über Sankt Paul vor den Mauern in Rom, immerhin eine der päpstlichen Basiliken, ist uns diese eindrucksvolle, denkmalschützerische Maßnahme aufgefallen…

St. Paul vor den Mauern © A.Wolf

St. Paul vor den Mauern
© A.Wolf

… man kann das aus der Warte des „German Engineering“ belächeln, als Sinnbild für aktuelle Vorgänge in der Kirche verstehen, Weiterlesen →

2. Juni 2015
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Mein fröhliches Sterbelied

Agnes Kunze 1962

Sr. Agnes Kunze 1962
© KKM Handweaving Society

Mein fröhliches Sterbelied

Agnes Kunze (* 12.08.1923 in München, † 14. November 1998 in Dehra Dun), die hochverehrte Gründerin der Weberkooperative Dehra Dun in Indien, hat uns diesen anrührenden Text hinterlassen. Regelmäßig wandte sie sich mit Briefen an Freunde und Unterstützer und erzählte von ihrem Alltag in Indien.
Während der NS – Diktatur hatte sie ihr Studium in München abgebrochen und arbeitete in einer Anstalt für geistig Behinderte.  Von 1953 bis 1961 war sie Gemeindeschwester im Hasenbergl (Münchens „sozialer Brennpunkt“ bis heute). 1961 ging Agnes Kunze nach Indien, um dort den Ärmsten der Armen, den Leprösen beizustehen. Weiterlesen →

23. Mai 2015
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Ein lebender Heiliger – Don Gaetano Nicosia

Ein lebender Heiliger – Don Gaetano Nicosia

P. Gaetano Nicosia SDB © A.Wolf, Kath. Blogger

P. Gaetano Nicosia SDB
© A.Wolf, Kath. Blogger

Bei der Generalaudienz in Rom am 13. Mai 2015 ist mir bei den Rollstuhlfahrern in meiner Nähe immer wieder ein alter Herr in priesterlicher Kleidung mit seinem jungen Begleiter aufgefallen. Es war sehr heiß und der junge Mann achtete sorgsam auf die Beschattung seines Schützlings, gab ihm zu trinken, umsorgte ihn, wie es ein liebevoller Enkel mit seinem zerbrechlichen Großvater machen würde. Verschiedene Kleriker begrüßten in großer Ehrerbietung den alten Priester. Kardinal Zen Ze-Kiun, selbst 83 Jahre alt und zur salesianischen Familie gehörig, setzte sich zu ihm und unterhielt sich herzlich. Die Szene fesselte meine Aufmerksamkeit und je mehr sich der Frühlingssonnenbrand auf meiner Haut ausbreitete, umso mehr machte ich mir Gedanken um den Greis und sein Wohlergehen. Weiterlesen →