Rosenkranz + Pilgerzeichen

Gebet – Kunst – Geschichte

23. Mai 2015
von ankerperlenfrau
2 Kommentare

Ein lebender Heiliger – Don Gaetano Nicosia

Ein lebender Heiliger – Don Gaetano Nicosia

P. Gaetano Nicosia SDB © A.Wolf, Kath. Blogger

P. Gaetano Nicosia SDB
© A.Wolf, Kath. Blogger

Bei der Generalaudienz in Rom am 13. Mai 2015 ist mir bei den Rollstuhlfahrern in meiner Nähe immer wieder ein alter Herr in priesterlicher Kleidung mit seinem jungen Begleiter aufgefallen. Es war sehr heiß und der junge Mann achtete sorgsam auf die Beschattung seines Schützlings, gab ihm zu trinken, umsorgte ihn, wie es ein liebevoller Enkel mit seinem zerbrechlichen Großvater machen würde. Verschiedene Kleriker begrüßten in großer Ehrerbietung den alten Priester. Kardinal Zen Ze-Kiun, selbst 83 Jahre alt und zur salesianischen Familie gehörig, setzte sich zu ihm und unterhielt sich herzlich. Die Szene fesselte meine Aufmerksamkeit und je mehr sich der Frühlingssonnenbrand auf meiner Haut ausbreitete, umso mehr machte ich mir Gedanken um den Greis und sein Wohlergehen. Weiterlesen →

28. April 2015
von ankerperlenfrau
Keine Kommentare

Effata – vom falschen Schweigen

Effata – vom falschen Schweigen

Ein Text zum Nachdenken von Ida Friederike Görres

„Daß es zahllose Sünden und Verfehlungen durch das Reden gibt, bedarf keiner Erörterung. Die Schrift weiß, daß ein vollkommener Mensch ist, der nicht durch die Zunge fehlt. Daß es in der viel zu lauten, übergeschwätzigen, in Wortgeräusch ertrinkenden Zeit ein Zuviel an Schweigen geben kann, das uns ebenfalls in Schuld und Sünde verstrickt, steht weit weniger in unserem Bewußtsein.

Jesus heilt den Taubstummen

Jesus heilt den Taubstummen

Zuviel Schweigen? Weiterlesen →

26. April 2015
von ankerperlenfrau
1 Kommentar

Mutter vom Guten Rat

Mutter vom Guten Rat

Mutter vom guten RatIch bitte dich, heilige Mutter Maria,

bei der Freude und bei der Wonne, die du hattest von unseres Herren Kindheit, da du das Knäblein auf deinem Schoße nährtest, es an deine Brust legtest, es mit deinen Armen umfingst, küßtest, stilltest und in süßem Mutterglück mit aller Sorge und Pflege umhegtest:
daß du mich erhörest in allen meinen Ängsten
und Nöten!
Amen.

aus dem Gebetbuch der Königin Agnes um 1300

 

Quelle: „Maria in Dichtung und Deutung“ herausgegeben von Otto Karrer, Manesse Bibliothek der Weltliteratur, Zürich 1962

6. Februar 2015
von ankerperlenfrau
1 Kommentar

Ein Kind dieser Zeit

Ein Kind dieser Zeit

„Ich bin nicht ein Kind dieser Zeit, es fällt mir schwer, mich nicht geradezu ihren Feind zu nennen.
Nicht, daß ich sie nicht verstünde, wie ich es so oft behaupte. Dies ist nur eine fromme Ausrede.
Ich will einfach, aus Bequemlichkeit, nicht ausfällig oder gehässig werden, und also sage ich, daß ich das nicht verstehe, von dem ich sagen müßte, daß ich es hasse oder verachte.

Ich bin feinhörig, aber ich spiele einen Schwerhörigen. Ich halte es für nobler, ein Gebrechen vorzutäuschen als zuzugeben, daß ich vulgäre Geräusche vernommen habe.“

Joseph Roth, Kapuzinergruft

29. Januar 2015
von ankerperlenfrau
Keine Kommentare

Nichts als „guter, alter Judenhass“ – zum Jahrestag der Befreiung von Auschwitz

Nichts als „guter, alter Judenhass“ – zum Jahrestag der Befreiung von Auschwitz

Am 27. Januar erinnert sich die zivilisierte Welt an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz Birkenau. In New York hat sich am 22. Januar 2015 Folgendes zugetragen:
(ich übernehme den Blogartikel von „Tapfer im Nirgendwo“)

„Am 22. Januar 2015 wurde im New Yorker Stadtrat über eine Resolution gesprochen, die in Gedenken an den 70. Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau verabschiedet werden sollte. Aktivisten, die auf dem Balkon der Kammer saßen, unterbrachen jedoch die Sitzung mit lautem Gebrüll und entrollten eine Flagge Palästinas. David Greenfield (Democrat) hielt daraufhin eine Rede, die jeder hören muss:

“Ich zittere am ganzen Leib. Ich bin wütend. Ich sage aber auch frei heraus: Ich bin froh darüber, was wir hier heute zu sehen bekommen haben. Weiterlesen →

9. Januar 2015
von ankerperlenfrau
2 Kommentare

Danke, Freund!

Danke, Freund!

nun_730x_Mein Blogger Freund Andreas hat geschrieben, was meine Seele tröstet:

„Die Tugend der pietas gebietet, Anteil zu nehmen und das Herz zu rühren ob der Opfer des Anschlags auf die Redaktion von Charlie Hebdo – Menschen aus verwandtem Lebenskreis wurden aus ihrem und dem Leben ihrer Angehörigen gerissen; ihr Tod rührt an, auch weil sie uns in der Gestalt ihrer Tage nahe waren. Darüber hinaus gebietet die pietas, nicht jener zu vergessen, die Tag um Tag in uns ferneren Ländern und Kulturen von Islamisten getötet und abgeschlachtet werden. Weiterlesen →

21. Dezember 2014
von ankerperlenfrau
1 Kommentar

Adventskalender, das 21. Türchen

Adventskalender, das 21. Türchen

stern_nr21In drei Tagen also…
Der Advent ist in diesem Jahr ganz anders.
So ernst und still und schmucklos.
Wie all die Jahre vorher wollte ich schmücken, Besinnung halten und mich freuen auf das große Geburtsfest…
Es gelingt mir nicht.
Nein, nein, ich bin nicht etwa schwermütig oder „herabgestimmt“. Es war ein gutes Jahr, da war auch Glück, Freundschaft, Lehrreiches, ich hatte immer das „täglich Brot“, Wasser, Seife, Wärme…

Ich kann nicht vergessen, wie es den christlichen Familien in den Flüchtlingslagern ergehen mag. Wie sie in zugigen Zelten die Winterkälte aushalten müssen. Ausgelieferte, denen es am Nötigsten fehlt. Wie bitter wird es sein, Weihnachten so entblößt verbringen zu müssen… Weiterlesen →

26. November 2014
von ankerperlenfrau
Keine Kommentare

Der schlimmste Satz, den ich kenne…

Der schlimmste Satz, den ich kenne…

ist „Jeder soll es machen, wie er will“. Den gibt es ja in vielen Variationen. „Jeder soll machen was ER will“ oder „soll doch jeder denken, was er will“ oder, auch sehr beliebt, „soll sie später mal selbst entscheiden“ oder „DU musst doch wissen, was Du willst“.
Lapidar oder im Brustton der Überlegenheit dahingesagt:
damit wird jede vernünftige Bewertung abgeschossen, jeder Konflikt begraben, jede Debatte im Keim erstickt.  Immer mehr herrscht das universelle „Toleranzverdikt“: und wehe, Du machst nicht, was Du gerade willst, koste es, was es wolle.

BOUND TO BIKINI Weiterlesen →

23. November 2014
von ankerperlenfrau
2 Kommentare

Christus mein König, Dir allein…

Christus mein König, Dir allein…
…schwör ich Liebe stark und rein, bis in den Tod die Treue

Maria Elisabeth Stapp Maria unter dem Kreuz Ravensburg Christkönig © Hildegard Steinmetz Erben

Maria Elisabeth Stapp
Maria unter dem Kreuz
Ravensburg Christkönig
© Hildegard Steinmetz Erben

Wer diesen Blog verfolgt, der weiß, daß das Hochfest Christkönig hier einen besonderen Stellenwert hat. Die Autorin ist ein Nachkriegskind und in einer Christkönigskirche aufgewachsen. Für meine Generation waren Krieg, Leid und Schuld noch sehr real und in vitalen Zeugen erlebbar. Heute ist der Krieg „auf eigener Haut“ eine abstrakte Vorstellung geworden. Das Mitgefühl mit den von Kriegshandlungen Geschundenen nimmt ab und belegt die mentale und emotionale Entfernung der jüngeren Zeitgenossen zu dieser grausamsten Wirklichkeit, der Menschen überhaupt begegnen können.

Quo vadis, Europa?

Kaum segnen die Zeugen das Zeitliche, leisten sich die Nachgeborenen wieder leichtfertige Kriegsrhethorik. Der Krieg steht in der Ukraine wieder auf europäischem Boden und vor der Haustür, zwischen Euphrat und Tigris, in heiligem Land. Weiterlesen →

21. November 2014
von ankerperlenfrau
5 Kommentare

Eine Lanze für Kardinal Kasper

Eine Lanze für Kardinal Kasper
…ein Einspruch!

Kardinal Kasper Mooshausen 2007 @ A.Wolf

Kardinal Kasper
Mooshausen 2007
@ A.Wolf

Seit Monaten, spätestens jedoch seit Beginn der Vorbereitungen zur Familiensynode 2015 in Rom, beobachte ich eine ausgesprochen unsympathische Hetze gegen Kardinal Kasper.

Grundsätzlich habe ich nichts gegen sachliche und, zu Zeiten, auch emotional gefärbte Kritik an Klerikern, gleich welchen Ranges. Wer gelernt hat, mit Kritik gut umzugehen und bereit ist, sich selbst zu hinterfragen, sich zu reflektieren, der kann das Stroh auch sehr erbitterter Gegner zu Gold verspinnen.

Was mir allerdings ganz und gar nicht gefällt, ja mir sogar menschlich widerlich ist, sind diese unverhohlenen Anleitungen zu Mißachtung, Schmähung und Vorurteil, die ich in Netzpublikationen zur Kenntnis nehmen muß.
Ich sage „muß“, denn man begegnet diesem Phänomen inzwischen so flächendeckend, daß man ihm kaum ausweichen kann, will man auf den gängigsten Wegen über „catolica“ auf dem Laufenden bleiben.

So weit das nun meinen ehemaligen Bischof betrifft, nehme ich das durchaus persönlich.
Ich habe folgende Geschichte mit Walter Kasper: Weiterlesen →

18. November 2014
von ankerperlenfrau
Keine Kommentare

Christ?!…Ach!…Was macht man denn da so?

ExotenChrist?!…Ach!…Was macht man denn da so?
Die Plaßmann – Challenge

Norbert Kebekus vom Erzbischöflichen Seelsorgeamt in Freiburg hat in seinem Blog „Sendezeit“ die katholischen Blogger dazu aufgerufen, die Frage aus dem Cartoon von Thomas Plaßmann zu beantworten, die „Plaßmann – Challenge“.

Die Ankerperlenfrau antwortet so:

Gleich bei der Veröffentlichung des Cartoons durch Thomas Plaßmann dachte ich lachend, ja auf diese Frage habe ich jahrzehntelang gewartet. Müssen Christen erst zu gesellschaftlichen Exoten geworden sein, damit ihr Anderssein interessiert?

In meiner Lebensgeschichte hieß es nie: „Was macht man da so“; Weiterlesen →

17. November 2014
von ankerperlenfrau
5 Kommentare

Soldat aus Stalingrad

Soldat aus Stalingrad
eine Begegnung

stalingrad-madonnaHeute nacht ist mir Ehre widerfahren…ein 90 – jähriger hat zu mir gesagt „Bischt a nett’s Mädele“ und hat mir einen Luftkuß zugeworfen. Jetzt bin ich doch selbst schon im Großmutteralter und doch war das „Mädele“ wie ein Geschenk.
Der alte Herr war dankbar für einen Dienst. Weiterlesen →

16. November 2014
von ankerperlenfrau
2 Kommentare

Seid frei!

Seid frei!
Die Zusage des Herrn

Es gibt Themen, die beunruhigen. Nicht kurz, wie Tagesschlagzeilen.
Man atmet sie und sie lassen nicht los.
Eines dieser Themen für mich ist die Haltung „im Westen“ zur „Sterbehilfe“, zum „assistierten Suicid“, wie er für Behinderte, Schwerkranke und Sterbende eingefordert wird – es beschäftigt mich dauernd, auch aus schlimmen persönlichen Erfahrungen heraus.

Was aber kann wach halten in der „Zivilisation des Todes“, wie der Heilige Johannes Paul das genannt hat? Unbestechlich?

Alle Dinge sind möglich dem der glaubt. (Markus 9,23)

Die Heiligen der MATER ET MAGISTRA

Die Heiligen der
MATER ET MAGISTRA

Wie hält man einer Zeit stand, die einem mit aller Macht klar machen will, daß es unwürdiges, unerträgliches und unerwünschtes Leben gibt, das jederzeit in menschlicher Verfügungsgewalt liegt (oder künftig liegen soll).
Wie erträgt man es, das diese Art der „Todestrance“ auch noch „Barmherzigkeit“ genannt werden darf? Weiterlesen →