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Schlampertoni

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Erzengel Gabriel Santa Prassede, Rom © A.Wolf, Kath. Blogger

Erzengel Gabriel
Santa Prassede, Rom
© A.Wolf, Kath. Blogger


Schlampertoni

Santa Prassede in Rom, die wunderschöne Kirche, gleich um’s Eck von Santa Maria Maggiore ist ein Kleinod, das viele Überraschungen bereit hält.
Uralte Mosaiken, kunstvolle Fresken, Reliquien – der Kreuzweg, Apostel und Heilige und jede Menge imposante Engel. Mitten in all der unbezahlbaren, altehrwürdigen Kunst steht er dann, „der Schlampertoni“, wie er im Süden liebevoll genannt wird, der heilige Antonius von Padua.

Hl. Antonius von Padua Santa Prassede, Rom © A. Wolf, Kath. Blogger

Hl. Antonius von Padua
Santa Prassede, Rom
© A. Wolf, Kath. Blogger

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Hl. Messe in S. Prassede

An einer wenig beleuchteten Wand steht er, in Gips gegossen, mehr als bescheiden.
Aber, der Heilige, der auf Christus hört, der für die Armen sorgt mit dem Antoniusbrot, ist über und über mit Votivherzen geschmückt, das Jesulein hat sie sogar am Nimbus hängen. Beleuchtet wird er einzig von den Kerzen, die zahlreich, wie sonst nirgends in der Kirche, bei ihm brennen. Sein Bild zieht uns an, wie ein Magnet. Er ist wie ein lieber „Verwandter“, den man gerne trifft, ganz vertraut und ganz verlässlich. Ein bißchen zuhause ist man bei ihm, er hört immer zu und macht Mut.
Projektion sagt Ihr?
Nein, eine Spiegelung von Gottes Liebe und Erbarmen mit den Allerkleinsten, den Unwürdigen, den Witwen mit dem letzten Dinar…er bringt Verlorenes zurück, auch verlorene Hoffnung.
Wie sehr ich sie liebe, diese kleinen Inseln der Volksfrömmigkeit im großen, imposanten Rom.
Und warum heißt er „Schlampertoni“? Das könnt Ihr hier und hier lesen.

St. Antonius

Antonius, du Wundermann,
der so vielen helfen kann,
wer hat dir die Wundermacht,
Minderbruder, zugebracht?

Bist ein armer Mensch, wie wir,
Wunderkraft kommt nicht aus dir,
ist ein Ding von Gottes Gnad,
die uns all erschaffen hat.

Was du bist, bist du vom Licht,
dessen Strahl sich in dir bricht;
Sonne groß und Spiegel klein,
mehr als Mensch kannst du nicht sein.

Aber Gottes große Güt‘
in dem Herzen gern erblüht,
das wie deines sich ihm weiht,
kühn für alle Ewigkeit.
(Josef Weiger)

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