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Sprich uns von den Kindern

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Sprich uns von den Kindern

Es gibt einen Text des libanesischen Dichters Khalil Gibran, der seit vielen Jahrzehnten ins kollektive Bewußtsein von Eltern eingegangen ist:

Von den Kindern

 

pinoykidlaughing (2)Und eine Frau, die einen Säugling an der Brust hielt, sagte:

Sprich uns von den Kindern.

Und er sagte:

Eure Kinder sind nicht eure Kinder.

Sie sind die Söhne und Töchter der

Sehnsucht des Lebens nach sich selber.

Sie kommen durch euch, aber nicht von euch.

Und obwohl sie mit euch sind, gehören sie euch nicht.

Ihr dürft ihnen eure Liebe geben,

aber nicht eure Gedanken

denn sie haben ihre eigenen Gedanken.

Ihr dürft ihren Körpern ein Haus geben,

aber nicht ihren Seelen,

Denn ihre Seelen wohnen im Haus von morgen,

das ihr nicht besuchen könnt,

nicht einmal in euren Träumen.

Ihr dürft euch bemühen, wie sie zu sein,

aber versucht nicht, sie euch ähnlich zu machen.

Denn das Leben läuft nicht rückwärts,

noch verweilt es im Gestern.

Ihr seid die Bogen, von denen eure Kinder

als lebende Pfeile ausgeschickt werden.

Der Schütze sieht das Ziel auf dem Pfad der

Unendlichkeit, und Er spannt euch mit seiner Macht,

damit seine Pfeile schnell und weit fliegen.

Laßt euren Bogen von der Hand des

Schützen auf Freude gerichtet sein;

Denn so wie Er den Pfeil liebt, der fliegt,

so liebt Er auch den Bogen, der fest ist!


Ich habe diesen Text, der auf dem Boden der „Zedern des Libanon“ gewachsen ist, im Heiligen Land, nie anders verstanden, als es mich mein Glaube lehrt: die Kinder gehören nicht den Eltern. Und wenn sie nicht einmal denen gehören, deren Blut sie sind, vieviel weniger gehören sie Herrschern und Staaten, Wissenschaftlern und Ärzten.
Sie gehören „dem Schützen“, der sie ins Leben gerufen hat und der der alleinige Herr über Leben und Tod, über die unsterbliche Seele ist.

Wir haben uns zu sehr daran gewöhnt, daß sie sich als Herrscher über Leben und Tod aufzuspielen mit ihrem bißchen Medizin. Was von vorne wie herrlichster Fortschritt daher kommt, bewirkt, genau besehen eine Unzahl von Qualen und Prüfungen, ja den Tod.

Ich nehme Euch die Barmherzigkeit nicht ab, ihr „Halbgötter in Weiß“ mit Euren Kampf- und Lobbytruppen.
IHR wollt sein wie Gott, wollt über Leben und Tod bestimmen, über das menschliche Leben von Zeugung bis Tod. Eifersüchtig bewacht Ihr die Rechte, die moderne Staaten Euch eingeräumt haben. Ihr wollt immer mehr und gebt immer weniger!

Arzt, heile Dich selbst UND fürchte das Gericht!
Ihr Neonatologen, Reproduktionsmediziner, ihr Genetiker und Gentechniker, ihr Früherkenner „unwerten Lebens“ (heute nennt Ihr es ja „unwürdiges Leben“), ihr, mit den modernen Giftbechern, der Kürette und den schöngeredeten Todesspritzen in der Hand.
Fürchtet Ihr nicht Gottes Zorn? Erbarmen über jene, die ihr verführt, deren Not, deren Unwissenheit ihr ausgenutzt habt zu Eurem Ruhm und Eurem Reichtum!
Fürchtet Gottes Zorn! Oder glaubt Ihr nicht, daß er von Euch Rechenschaft verlangen wird?
(Siehe auch: Kinder-Euthanasie, Aktion T4)

Wir gehören nicht Euch! Unsere Kinder gehören nicht Euch! Unser Leben gehört nicht Euch!

Hört nur auf die wahren Ärzte, die dem Leben dienen und es nicht beherrschen wollen in kranken Allmachtsphantasien.

theodor_hellbrueggeGerade ist solch ein wahrer Arzt von uns gegangen: Beten wir für

THEODOR HELLBRÜGGE (1919 – 2014)
den Freund der Kinder, den Menschenfreund!

R.I.P.

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