Rosenkranz + Pilgerzeichen

Gebet – Kunst – Geschichte

14. März 2014
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Schmerz ist ein Meister

der Schmerz aber ist notwendig. Er ist das Rückgrat, das eigentliche Wesen des sittlichen Lebens. Die Liebe wird an diesem Zeichen erkannt, und wenn dies Zeichen fehlt, ist die Liebe nur eine Prostitution der Kraft oder der Schönheit.
Ich kann erst dann sagen, jemand liebt mich, wenn er es auf sich nimmt, durch mich oder für mich zu leiden…
aus: Der beständige Zeuge Gottes, Leon Bloy, Salzburg 1953 Weiterlesen

15. Januar 2014
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Die einfachen Dinge

Der Rosenkranz gehört zu den Dingen, die einfach sind. In ihm nimmt der christliche Glaube die Gestalt einer schlichten Gebetsform an, und in Ihm begegnet man einer tiefen Volksfrömmigkeit.

Es sind besonders die einfachen Menschen, die sich mit diesem Gebet identifizieren, und es liegt an Maria, daß diese Identifikation so intensiv ist. Der Rosenkranz und seine marianische Gravur sind Optionen des Volkes Gottes, der entscheidenden Größe der Kirche. Er wird speziell dann praktiziert, wenn Not ins Leben einzieht – wenn jemand gestorben ist, wenn man sich Sorgen machen muß, wenn eine Krankheit akut wird und schwerwiegende Schritte notwendig werden, wenn eine Beziehung kriselt oder scheitert, wenn jemand aus der Familie leidet, überhaupt wenn das Leben schwer geht.

Da es kein Leben gibt, das nicht irgendwann und irgendwo schwer geht, ist dieser Ausdruck von Volksreligiosität ein echtes Angebot des Glaubens an alle.

Denn wie so vieles, was einfach und schlicht ist, steckt auch in diesem Gebet eine eigene und besondere Größe. Die Einfachheit der Gebetsweise öffnet eine Tür in die ganze Welt des Glaubens. Man kann eintreten in seine lichtdurchfluteten Höhen und in seine existentiellen Tiefen. In diese Welt führen natürlich auch noch andere Türen als der Rosenkranz. Aber hier bedarf es keiner besonderen Feierformen wie in der Liturgie, keiner speziellen Wissensformen wie in den Glaubensformeln der dogmatischen Tradition und keiner vielfachen Abwägung wie in den gläubig motivierten Lebensformen.

Auf den Rosenkranz kann man sich an allen Orten einstellen, seine Aussagen lassen sich für jede Vorbildung im Glauben verstehen und seine mitfühlende Solidarität kann alle Handlungsvollzüge beleben.

Es sind drei Größen, an denen sich die Einfachheit des Rosenkranzes besonders zeigt:

Er erleichtert die innere Konzentration auf das, worauf es ankommt,
er beschränkt sich auf Entscheidendes im Leben Jesu, und
er verwendet nur wenige, dafür aber die wichtigsten Gebete.“

Hans-Joachim Sander: Eine Berührung in der Not und im Segen des Gebetes Weiterlesen

26. November 2013
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Seelenführung ist Mittel, nicht Selbstzweck

Darum seien diese Menschen taktvoll und zurückhaltend; sie sollen nicht mehr sprechen als ihnen aufgetragen ist; sie sollen nicht eingreifen, wo sie nicht gerufen sind. Sie sollen tragen, trösten, schützen, helfen, aber nicht poltern, schlagen, treiben, nicht binden und lähmen und knechten. Weiterlesen

17. Oktober 2013
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Ignatius von Antiochien – Mahnworte an die Gemeinde

Ignatius von Antiochien – Mahnworte an die Gemeinde Brief des Ignatius an Polykarp, 6. Kap. Mahnworte an die Gemeinde. 1. Haltet zum Bischof, damit auch Gott zu euch (halte). Meine Seele setze ich daran für die, die dem Bischof, den … Weiterlesen

1. August 2013
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Der Seelsorger darf nicht zum Hindernis werden

Der Seelsorger darf nicht zum Hindernis zwischen Gott und der Seele werden Wenn das Jahr von seiner Höhe niedersteigt, wenn sich die Tage unmerklich kürzen und das Licht wieder abzunehman beginnt, feiert die Leibchristigemeinschaft der katholischen Kirche ihren Johannestag. Sie … Weiterlesen

12. Juli 2013
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Guardini – Kirche und Persönlichkeit

Guardini – Kirche und Persönlichkeit Vom Sinn der Kirche – Fünf Vorträge von Romano Guardini Matthias Grünewald Verlag Mainz 1922 (S. 26 – 33) „{…} Und die christliche Persönlichkeit ist nicht so geartet, daß sie sich erst nachträglich mit anderen … Weiterlesen

11. Juli 2013
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Du hast kein Recht auf wunderselige Erlebnisse

Du hast kein Recht auf wunderselige Erlebnisse, auf neue Unerhörtheiten in deinem seelischen Leben, auf überflutende Tröstungen. Und das ist’s, gestehe es nur, was du eigentlich möchtest. Jeden Tag in einem neuen Meer schwimmen, jeden Tag von einem neuen Gipfel … Weiterlesen

1. Juli 2013
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Korrigieren oder berichtigen?

Korrigieren oder berichtigen? Eine alte Freundin, der ich einmal einen Hinweis gab, fragte mich: „Willst Du mich korrigieren (im Sinne von Fehler anstreichen) oder willst Du mich berichtigen?“ Spontan antwortete ich: „Berichtigen natürlich!“ Darauf sagte sie lächelnd: „Das ist gut! … Weiterlesen

3. Juni 2013
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Angelo Guiseppe Roncalli 1881 – 1963

Angelo Guiseppe Roncalli 1881 – 1963… …eine Erinnerung Heute begehen wir den 50. Todestag des Seligen Johannes XXIII., Angelo Guiseppe Roncalli aus Sotto il Monte nahe Bergamo. Obwohl ich „zu jung“ bin – ich wurde in seinem Pontifikat geboren und … Weiterlesen