Rosenkranz + Pilgerzeichen

Gebet – Kunst – Geschichte

Wunderschön prächtige…

| Keine Kommentare

Wunderschön prächtige…

Nun ist er fast da, der „Marienmonat“, die schönste Zeit des Jahres. Perle für Perle zwischen Ostern und Pfingsten nimmt uns die Rosenkranzkönigin bei der Hand und hilft uns, das Werk des Erlösers zu bestaunen – Salvator Mundi.

Maria – Mutter und Lehrerin

In den Tagen nach der Auferstehung des Herrn blieben die Apostel, getröstet von der Gegenwart Marias, vereint und nach der Himmelfahrt verharrend mit ihr zusammen in betender Erwartung des Pfingstereignisses. Maria war für sie Mutter und Lehrerin, und sie hat diese Rolle bis heute für die Christen aller Epochen. Jedes Jahr in der Osterzeit erleben wir dies noch tiefer, und vielleicht ist in der Volksfrömmigkeit gerade aus diesem Grund der Monat Mai, der normalerweise zwischen Ostern und Pfingsten liegt, der Jungfrau Maria geweiht. Dieser Monat dient uns daher zur Wiederentdeckung der mütterlichen Aufgabe, die Maria in unserem Leben erfüllt, damit wir stets fügsame Jünger und mutige Zeugen des auferstandenen Herrn seien.“ (Ansprache Papst Benedikt XVI., zitiert nach RSK)

…Jesus, der uns den Heiligen Geist gesandt hat…

Rosenkranzaltar Friesach
© wikicommons

Für diese schönen Tage schreibe ich Ihnen von einem alten Andachtsbild zwei Gebete ab, das ich sehr liebe:

TÄGLICHES GEBET ZUM HEILIGEN GEIST von Henry Edward Kardinal Manning

O Gott, Heiliger Geist, den ich verachtet, betrübt und zurückgewiesen habe von meiner Kindheit bis zum heutigen Tage, offenbare mir Deine Persönlichkeit, Deine Gegenwart, Deine Macht! Laß mich erkennen Deine siebenfachen Gaben – den Geist der Weisheit und des Verstandes, des Rates und der Stärke, der Wissenschaft, der Frömmigkeit und der Furcht Gottes. 

Oh Du, der Du bist der Geist des Vaters und des Sohnes, der Du taufest mit Feuer und ausgießest die Liebe Gottes in unsere Herzen, gieße aus Deine Liebe in mein Herz! Eines, o Herr, habe ich verlangt von Dir – das will ich suchen, nicht Reichtum, Rang, Macht, irdisches Heim und irdisches Glück – aber einen Strahl dieses heiligen Lichtes, einen Funken dieses heiligen Feuers, das mich entzünde und mich ganz in das Feuer der Liebe Gottes versenke!

Laß dieses Feuer in mir aufleuchten, daß es in mir jeden Rest der Sünde an Leib und Seele austilge. Reinige mich siebenfach mit Deinen Gaben! Mache aus mir ein reines und ganz wohlgefälliges Opfer! Entzünde mich mit Eifer und laß mich zerfließen in Buße, daß ich möge leben das Leben und sterben den Tod eines wahrhaft bußfertigen Sünders.

AMEN.
GEBET ZUM HEILIGEN GEIST

von Katharina von Siena, Kirchenlehrerin

Heiliger Geist, komm in mein Herz! Ziehe es durch Deine Macht an Dich und gib mir Liebe mit Furcht! Christus, schütze mich vor jedem bösen Gedanken, und durchwärme mich mit Deiner heiligen Liebe! Mein heiliger Vater und süßer Herr, hilf mir bei all meinem Tun!

AMEN.

 

Ach dieser schöne Rosenkranzmonat! Mit Maria und den Aposteln sitzen wir, betrachten das Leben Jesu und warten auf die Ausgießung des Heiligen Geistes,

…Jesus, der in mir die Liebe entzünde…

Und für das „Virtuelle Rosenkranzmuseum“ noch ein schöner alter Rosenkranz mit Geisttaube als Mittelstück:

 

Rosenkranz aus den Niederlanden
frühes 19. Jahrhundert
Silber und Koralle


Print Friendly, PDF & Email

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.