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Zum Abschied vom Marienmonat Mai…

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Zum Abschied vom Marienmonat Mai…

Maria Regina St. Martin, Tannheim Mai 2013

Maria Regina
St. Martin, Tannheim
Mai 2013 © A.Wolf

Widmung des Werkes an Maria
Roswitha von Gandersheim (Hrotsvitha Gandeshemensis, * um 935; † nach 973)

Einzige Hoffnung der Welt, des Himmels erhabene Herrin,
heilige Mutter des Königs, leuchtender Meerstern:
gebärend hast du wiedergegeben, gütige Jungfrau,
der Welt das von der ersten Jungfrau zerstörte Leben.

Tu nun die Gunst deiner Magd Roswitha
und steh ihr bei zu der neuen, dir gewidmeten Dichtung.
Ich bin eine Frau, doch eifrig dienend der schönen Muse
web‘ ich bescheiden an den munter fließenden Versen
und wünsch nur eins im ganzen: daß ich ein bißchen dürfe,
und wär’s ein Teilchen, Jungfrau, beitragen zu deinem Lobe.

Dich freilich kann nach Gebühr der ganze Weltkreis nicht feiern,
du ragest hervor auch über der Engel Lobgesänge,
hast du doch einst als Mädchen in deinem jungen Leibe
umschlossen den Herrn der Welt, der über alles gebietet.

Er, der Bileams Esel, den blöden, einst reden machte
zum Lob seines heiligen Namens – Er hat auch nach seinem Gefallen,
doch ohne mein eigen Verdienst, die Macht, meine Zunge zu lösen.

Tabernakel Hochaltar St. Martin, Tannheim Mai 2013 © A.Wolf

Tabernakel Hochaltar
St. Martin, Tannheim
Mai 2013 © A.Wolf

Quelle:
„Maria in Dichtung und Deutung“ herausgegeben von Otto Karrer, Manesse, Zürich 1962

 

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